Forschung

Die Wissenschaft hinter MENTALIN FORTE

Wir wählen unsere Inhaltsstoffe nicht nach Trends aus, sondern auf Basis sorgfältig ausgewählter wissenschaftlicher Studien, klarer Qualitätskriterien und eines verständlichen Ziels: innere Ruhe und Gelassenheit* im Alltag zu unterstützen.

Auf dieser Seite zeigen wir, worauf wir bei Studien achten, welche Forschung hinter Safran, Rhodiola und Kurkuma steht und wie Folat, Vitamin D3 und Zink die Rezeptur ergänzen.

Frau liest am Schreibtisch in Fachbüchern und macht sich Notizen

Unser Ansatz

Wie wir wissenschaftliche Qualität beurteilen

Wir berücksichtigen ausschließlich qualitativ hochwertige Studien aus Peer-Review-Journals. Wissenschaftliche Qualität ist für uns ein Prüfprozess, den jeder Inhaltsstoff durchläuft.

  1. Sorgfältiges Studiendesign

    Aussagekräftige Studien beginnen mit einer klaren Forschungsfrage, vorab festgelegten Zielgrößen und einer nachvollziehbaren Auswertung. Ausreichend große Teilnehmerzahlen und Angaben zur Effektgröße zeigen, wie belastbar und wie bedeutsam ein Ergebnis ist.

  2. Untersuchungen am Menschen

    Labor- und Tierstudien helfen, mögliche Mechanismen zu verstehen. Für die Frage, was ein Inhaltsstoff im Alltag bedeuten kann, sind Humanstudien jedoch deutlich aussagekräftiger. Deshalb stehen sie bei uns im Mittelpunkt.

  3. Kontrolliert, randomisiert und verblindet

    Eine Vergleichsgruppe mit Placebo, die zufällige Zuteilung der Teilnehmenden und eine Verblindung, bei der weder Teilnehmende noch Studienteam die Gruppen kennen, gelten als Goldstandard. So lässt sich ein Effekt besser vom Placeboeffekt unterscheiden.

  4. Begutachtet und nachprüfbar

    Wir stützen uns auf Studien aus begutachteten Fachzeitschriften mit DOI oder PubMed-Eintrag. Zu jeder Studie im Archiv findest du die Originalquelle, damit du jede Angabe selbst nachprüfen kannst.

  5. Mehr als eine einzelne Studie

    Besonders überzeugend wird Forschung, wenn mehrere Forschungsgruppen ähnliche Ergebnisse finden. Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen fassen viele Studien zusammen und zeigen, wie einheitlich die Gesamtlage ist, einschließlich neutraler Ergebnisse.

  6. Passung zum eingesetzten Inhaltsstoff

    Nicht jede Studie lässt sich auf jede Rezeptur übertragen. Wir achten deshalb auf Extraktform, Standardisierung, Dosierung und untersuchte Personengruppe und unterscheiden klar zwischen der Forschung zu einzelnen Stoffen und dem fertigen Produkt.

Was bedeutet Peer Review?

Bevor eine Studie in einem wissenschaftlichen Fachjournal erscheint, wird sie von unabhängigen Fachleuten geprüft. Sie bewerten Fragestellung, Methodik und Auswertung und fordern oft Nachbesserungen. Dieses Verfahren nennt man Peer Review. Es ist ein wichtiger Qualitätsfilter, auch wenn er nicht jede Schwäche einer Studie ausschließt.

So liest du unsere Grafiken

Bei den Wirkmechanismen der drei Pflanzenextrakte unterscheiden wir drei Ebenen:

  • Am Menschen untersucht: Ergebnisse aus kontrollierten Studien mit Teilnehmenden, etwa zu Stimmung, Angst oder Schlaf.
  • Messwerte in Humanstudien: Veränderungen von Laborwerten wie Entzündungsmarkern, die in Studien am Menschen gemessen wurden.
  • Forschungsmodell: Hypothesen und Ergebnisse aus Labor- oder Tierstudien. Sie helfen, mögliche Zusammenhänge zu verstehen, sind am Menschen aber nicht belegt.

Wissenschaftlicher Beirat

Entwickelt mit wissenschaftlichem Beirat

Unser Anspruch

Wie Forschung in unsere Rezeptur einfließt

MENTALIN verbindet wissenschaftliches Denken mit einem klaren praktischen Ziel: einer hochwertigen, gezielten Rezeptur für innere Ruhe und mentale Stärke*. Dafür orientieren wir uns an nachvollziehbaren Qualitätskriterien und wählen jeden Inhaltsstoff bewusst aus.

  • Auswahl auf Grundlage von Humanstudien
  • Abgleich von Extraktform, Standardisierung und Dosierung
  • Prüfung der Studien aus unterschiedlichen Perspektiven des wissenschaftlichen Beirats.
Unser wissenschaftlicher Ansatz

Mit Experten entwickelt

Perspektiven aus Medizin, Psychologie und Naturwissenschaften

Wir sind sehr stolz, dass wir Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen für MENTALIN gewinnen konnten. Wir sind der Meinung, dass unterschiedliche Perspektiven notwendig sind, um ein ganzheitliches Ergebnis zu erzielen. Der Austausch im Beirat hilft uns, Fragen aus mehreren fachlichen Blickwinkeln zu betrachten.

  • Dr. Adrian LoprestiFührend in der Safran- und Kurkuma-Forschung

    Dr. Adrian Lopresti

    Klinischer Psychologe

  • Dr. Carolin Weiß

    Dr. Carolin Weiß

    Ärztin & Psychiaterin

  • Dr. Scott Lawrence

    Dr. Scott Lawrence

    Klinischer Chiropraktiker

  • Dr. Madlen Storath

    Dr. Madlen Storath

    Biologin

  • Philipp Seidenspinner

    Philipp Seidenspinner

    Sportwissenschaftler

Der Weg der Inhaltsstoffe

Was passiert in deinem Körper?

  1. 2 Kapseln

    Täglich zwei Kapseln mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Mahlzeit.

  2. Magen

    Die Kapselhülle aus pflanzlicher Cellulose löst sich auf und gibt die Inhaltsstoffe frei.

  3. Verdauung & Aufnahme

    Im Darm werden die Inhaltsstoffe über die Darmschleimhaut aufgenommen.

  4. Blut

    Über den Blutkreislauf werden die aufgenommenen Stoffe im Körper verteilt.

  5. Gehirn

    Über das Blut gelangen die Stoffe in unser Gehirn. Das Gehirn setzt Botenstoffe frei.

  6. Körper

    Über unser Nervensystem steuert das Gehirn unseren Körper.

Vereinfachte Darstellung von Aufnahme und Verteilung.

Die Rezeptur

Was in einer Tagesportion MENTALIN FORTE steckt

Zwei Kapseln täglich enthalten drei Pflanzenextrakte als Herzstück der Rezeptur, ergänzt durch drei Mikronährstoffe. Mit einem Klick gelangst du zur jeweiligen Forschung.

Mengen je Tagesportion (2 Kapseln). NRV = Nährstoffbezugswert gemäß Lebensmittelinformationsverordnung.

Studienlage

Wie wir die Studienlage bewerten

Die Studienlage ist eine eigene Bewertung von MENTALIN und keine Bewertung einer unabhängigen Prüfstelle. Wir bewerten die Studienlage zu einzelnen Inhaltsstoffen und vergeben dafür Noten von A bis E. Unsere Bewertung orientiert sich an drei Schlüsselkriterien: der Größe des beobachteten Effekts, der Konsistenz des Effekts über mehrere Studien und der Anzahl der verfügbaren Studien.

Die Note bezieht sich auf den einzelnen Inhaltsstoff, nicht auf die Rezeptur als Ganzes.

  1. Größe des Effekts: Wie ausgeprägt sind die in Studien beobachteten Effekte?
  2. Konsistenz: Zeigen mehrere Studien vergleichbare Ergebnisse?
  3. Anzahl der Studien: Wie umfangreich ist die verfügbare Forschungsbasis?

Was die Noten bedeuten

Mehrere konsistente Studien mit mindestens moderatem Effekt.
Weniger Studien; möglicherweise inkonsistente Ergebnisse oder ein kleinerer Effekt.
Wenige Studien, inkonsistente Daten und ein kleiner Effekt.
Sehr wenige Studien, sehr inkonsistente Studienlage sowie kein oder nur ein sehr kleiner Effekt.
Hinweise auf einen möglicherweise negativen Effekt.

Nicht in MENTALIN FORTE enthalten

Weitere Inhaltsstoffe, die wir nicht aufgenommen haben

Bei der Entwicklung unserer Rezeptur haben wir uns mit weiteren Inhaltsstoffen beschäftigt. Einige davon haben eine interessante Studienlage.

Inhaltsstoff Studienlage Einordnung
Johanniskrautnicht enthalten Unsere Bedenken: mögliche Verunreinigungen der Rohstoffe und ein hohes Risiko für Wechselwirkungen mit Medikamenten.
Omega-3-Ölnicht enthalten Wir empfehlen eine separate Supplementierung.
Magnesiumnicht enthalten Wir empfehlen eine separate Supplementierung.
Kreatinnicht enthalten Wir empfehlen eine separate Supplementierung.
5-HTPnicht enthalten Risiko für Wechselwirkungen mit Medikamenten.
L-Carnitinnicht enthalten Studienlage für unsere Funktion nicht ausreichend.
Ginkgonicht enthalten Studienlage für unsere Funktion nicht ausreichend.
Probiotikanicht enthalten Studienlage für unsere Funktion nicht ausreichend.
Theaninnicht enthalten Studienlage für unsere Funktion nicht ausreichend.
Vitamin B12nicht enthalten Studienlage für unsere Funktion nicht ausreichend.
L-Tyrosinnicht enthalten Studienlage für unsere Funktion nicht ausreichend.

Die Studienlage beschreibt die Forschung zum jeweiligen Stoff, nicht seine Sicherheit oder Eignung. Wirksamkeit und Wechselwirkungen sind unterschiedliche Fragen.

Illustration: Safranblüte mit roten Safranfäden

Pflanzenextrakt 01

STIMMUNG

Safran: Was die Forschung zur Stimmung zeigt

Crocus sativus · Natürlicher Pflanzenextrakt

Digitale Medien sprechen unser evolutionär entwickeltes Belohnungssystem an und beeinflussen die Dopaminaktivität. Wir brauchen Gegenpole.

Je Tagesportion 30 mg Safran-Extraktdavon 0,9 mg Crocin und 0,1 mg Safranal

Safran wird aus den roten Narben des Safrankrokus gewonnen und ist seit Jahrhunderten geschätzt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde er intensiv klinisch untersucht, vor allem mit Blick auf Stimmung, Angst und emotionale Balance.

Auswahl, Forschung und Mechanismen

Warum wir Safran ausgewählt haben

  • Breite Studienlage mit zahlreichen randomisierten, kontrollierten Studien und mehreren Metaanalysen
  • Von Forschungsgruppen in mehreren Ländern untersucht, darunter Iran, Australien und Belgien
  • Viele Studien verwendeten 30 mg Extrakt pro Tag
  • Klar definierter Extrakt mit den ausgewiesenen Leitsubstanzen Crocin und Safranal

Was die Forschung untersucht

Die meisten Studien untersuchen Erwachsene mit leichten bis mittelschweren depressiven Symptomen, teils mit Safran allein, teils ergänzend zu einer Antidepressiva-Therapie. Aktuelle Metaanalysen zeigen, dass Safran selbst eingeschätzte depressive Symptome und Angstsymptome stärker verringerte als Placebo. In fremdbeurteilten Skalen war das Bild in der neuesten Metaanalyse weniger eindeutig, und die Ergebnisse der einzelnen Studien unterscheiden sich deutlich.

Extrakte unterscheiden sich in Herstellung und Standardisierung. Die Studien zeigen, wie gründlich Safran erforscht ist.

Was bei Safran untersucht wird

Die Grafik ordnet die untersuchten Wirkungen und Mechanismen nach ihrer Evidenzebene, vom Ergebnis am Menschen bis zum Forschungsmodell.

Am Menschen untersucht

Ergebnisse aus kontrollierten Humanstudien

  • Depressive Symptome

    In Metaanalysen randomisierter Studien sanken selbst eingeschätzte depressive Symptome unter Safran stärker als unter Placebo.

    Quelle: Mahmoudi et al. 2026; Marx et al. 2019
  • Angstsymptome

    Auch Angstsymptome verringerten sich in den zusammengefassten Studien stärker als unter Placebo.

    Quelle: Mahmoudi et al. 2026; Marx et al. 2019
  • Schlafqualität

    Eine neuere placebokontrollierte Studie berichtet zusätzlich eine bessere Schlafqualität unter Safranextrakt.

    Quelle: Dormal et al. 2025

Messwerte in Humanstudien

Laborwerte, die in Studien am Menschen gemessen wurden

  • Homocystein

    In einer kleinen Studie sank der Homocysteinspiegel unter Safran ergänzend zu Fluoxetin. Ein Einzelbefund, der weitere Bestätigung braucht.

    Quelle: Jelodar et al. 2018

Forschungsmodell

Labor- und Tierstudien oder Hypothesen, am Menschen nicht belegt

  • Botenstoffsysteme im Gehirn

    Inhaltsstoffen des Safrans wird ein Einfluss auf Neurotransmitter-Systeme zugeschrieben. Welcher Inhaltsstoff welchen Signalweg beeinflusst, ist am Menschen nicht geklärt.

    Quelle: beschrieben bei Dormal et al. 2025
  • Entzündung und Stressreaktion

    In experimentellen Modellen werden entzündungshemmende und angstlösende Eigenschaften beschrieben.

    Quelle: Dormal et al. 2025; Ghajar et al. 2017

Die Grafik zeigt untersuchte Zusammenhänge. Forschungsmodelle sind Hypothesen aus Labor- und Tierstudien.

Studien zu Safran ansehen 5 Schlüsselstudien
Metaanalyse · 34 RCTsSafran bei depressiven Symptomen, Angst und Stimmung: GRADE-bewertete Metaanalyse Mahmoudi et al. · Nutritional Neuroscience · 2026
Originaltitel
Effect of saffron on depression, anxiety and mood disorder: a GRADE assessed systematic review and meta-analysis of 34 randomized controlled trials
Autoren
Mahmoudi R, Mohammadi-Sartang M, Servatyari K, Rafieipour N
Quelle
Nutritional Neuroscience 2026;29(7):816–837
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter, placebokontrollierter Studien (PRISMA, Cochrane-Risikobewertung, GRADE)
Umfang
34 RCTs mit 1.769 Teilnehmenden
Population
Erwachsene; Studien mit mindestens vier Wochen Dauer
Extrakt / Dosis
Safran-Supplementierung (verschiedene Präparate und Dosierungen) als einziger Unterschied zur Kontrollgruppe
Vergleich
Placebo
Dauer
mindestens 4 Wochen je Studie
Ergebnis
Safran senkte selbst eingeschätzte depressive Symptome (Beck-Depressionsinventar; 14 Studien, 817 Teilnehmende; mittlere Differenz −4,39 Punkte, 95 %-KI −6,64 bis −2,15) und Angstsymptome (Beck-Angstinventar; 6 Studien, 339 Teilnehmende; −5,06 Punkte, 95 %-KI −8,44 bis −1,68) stärker als Placebo. Für die fremdbeurteilten Skalen HDRS und HARS sowie für POMS zeigte sich kein signifikanter Effekt. Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz wurde nach GRADE als moderat bewertet.
Einordnung
Aktuellste und umfangreichste Synthese im Archiv. Die Heterogenität zwischen den Studien ist hoch (I² über 90 %), und die Effekte zeigen sich vor allem in Selbstauskünften; die Autoren fordern weitere hochwertige Studien.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Metaanalyse · 23 StudienSafran bei depressiven Symptomen und Angst: systematische Übersicht und Metaanalyse Marx et al. · Nutrition Reviews · 2019Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
Originaltitel
Effect of saffron supplementation on symptoms of depression and anxiety: a systematic review and meta-analysis
Autoren
Marx W, Lane M, Rocks T, Ruusunen A, Loughman A, Lopresti A, Marshall S, Berk M, Jacka F, Dean OM
Quelle
Nutrition Reviews 2019;77(8):557–571
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien (PRISMA, Risikobewertung nach Jadad), PROSPERO CRD42017070060
Umfang
23 Studien
Population
Klinische und allgemeine Populationen
Extrakt / Dosis
Safran als alleinige oder ergänzende Gabe
Vergleich
Placebo oder Antidepressiva
Ergebnis
Gegenüber Placebo zeigte Safran große positive Effektstärken für depressive Symptome (g = 0,99) und Angstsymptome (g = 0,95). Auch ergänzend zu Antidepressiva fand sich ein großer Effekt auf depressive Symptome (g = 1,23).
Einordnung
Die Autoren fanden Hinweise auf Publikationsbias und eine geringe regionale Vielfalt der Studien und halten weitere Studien für nötig. Überschneidet sich in den Einzelstudien mit anderen Metaanalysen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertStandardisierter Safranextrakt (affron®) ergänzend zu Antidepressiva Lopresti et al. · Journal of Psychopharmacology · 2019Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
Originaltitel
Efficacy of a standardised saffron extract (affron®) as an add-on to antidepressant medication for the treatment of persistent depressive symptoms in adults: A randomised, double-blind, placebo-controlled study
Autoren
Lopresti AL, Smith SJ, Hood SD, Drummond PD
Quelle
Journal of Psychopharmacology 2019;33(11):1415–1427
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
160 eingeschlossen, 139 ausgewertet
Population
Erwachsene mit anhaltenden depressiven Symptomen trotz Antidepressiva
Extrakt / Dosis
Safranextrakt affron®, 2 × 14 mg täglich (28 mg/Tag), ergänzend zur bestehenden Medikation
Vergleich
Placebo
Dauer
8 Wochen
Ergebnis
In der fremdbeurteilten MADRS-Skala gingen die depressiven Symptome unter Safran um 41 % zurück, unter Placebo um 21 % (p = 0,001). In der Selbstbeurteilung (MADRS-S) zeigte sich kein Unterschied (27 % vs. 26 %). Die Lebensqualität verbesserte sich in beiden Gruppen ohne Gruppenunterschied.
Einordnung
Größere, sorgfältig kontrollierte Studie mit einem standardisierten Extrakt in einer Dosis nahe 30 mg. Fremd- und Selbstbeurteilung kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, wie die Autoren selbst betonen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran bei übergewichtigen Frauen mit leichter bis mittlerer Depression Akhondzadeh et al. · Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics · 2020
Originaltitel
A placebo controlled randomized clinical trial of Crocus sativus L. (saffron) on depression and food craving among overweight women with mild to moderate depression
Autoren
Akhondzadeh S, Mostafavi SA, Keshavarz SA, Mohammadi MR, Hosseini S, Eshraghian MR
Quelle
Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics 2020;45(1):134–143
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
73 (52 beendeten die Studie)
Population
Frauen mit BMI ≥ 25 und leichter bis mittlerer Depression
Extrakt / Dosis
Safrankapseln, 30 mg täglich (2 × 15 mg)
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Die Depressionswerte (BDI-II) sanken unter Safran stärker als unter Placebo (−8,4 vs. −3,9 Punkte; p = 0,007). Auf das Essverlangen hatte Safran keinen signifikanten Einfluss. In der Safrangruppe traten weniger Nebenwirkungen auf.
Einordnung
Gleiche Tagesmenge Safranextrakt wie in MENTALIN FORTE; spezielle Population und relativ viele Studienabbrüche.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran bei leichter bis mittlerer Depression im Vergleich mit Placebo Akhondzadeh et al. · Phytotherapy Research · 2005
Originaltitel
Crocus sativus L. in the treatment of mild to moderate depression: a double-blind, randomized and placebo-controlled trial
Autoren
Akhondzadeh S, Tahmacebi-Pour N, Noorbala AA, Amini H, Fallah-Pour H, Jamshidi AH, Khani M
Quelle
Phytotherapy Research 2005;19(2):148–151
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Zentrum
Umfang
40
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert ≥ 18
Extrakt / Dosis
Safran (Narbe), 30 mg täglich (2 × 15 mg)
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Nach 6 Wochen war das Ergebnis auf der Hamilton-Depressionsskala unter Safran signifikant besser als unter Placebo (p < 0,001). Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
Einordnung
Frühe placebokontrollierte Studie mit 30 mg pro Tag; kleine Fallzahl und nur ein Studienzentrum.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Die Studien untersuchen Safran als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.

Alle Studien zu Safran im Studienarchiv

Illustration: blühende Rosenwurz auf Felsen

Pflanzenextrakt 02

ENERGIE

Rhodiola Rosea – traditionell geschätzt und heute vor allem im Zusammenhang mit Stress und mentaler Belastung erforscht

Rhodiola rosea · Rosenwurz · natürlicher Pflanzenextrakt

Zu viele Termine und ständige Anforderungen kosten uns Energie. Wir brauchen Gegenpole.

Je Tagesportion 400 mg Rhodiola-rosea-Extraktdavon 12 mg Rosavine und 7,6 mg Salidroside

Die Rosenwurz wächst in kühlen, rauen Regionen der nördlichen Hemisphäre. In der traditionellen Pflanzenheilkunde wurde sie genutzt, um Ausdauer und Widerstandskraft zu stärken. Die Forschung betrachtet Rhodiola heute als sogenanntes Adaptogen, also als Pflanze, die im Zusammenhang mit Stress, Erschöpfung und mentaler Belastung untersucht wird.

Auswahl, Forschung und Mechanismen

Warum wir Rhodiola ausgewählt haben

  • Forschungsbezug zu Stress, Erschöpfung und Stimmung
  • Standardisierte Extrakte mit definierten Gehalten an Rosavinen und Salidrosiden
  • Gute Passung zu Menschen, deren Alltag viel von ihnen verlangt

Was die Forschung untersucht

Klinische Studien zu Rhodiola sind bislang weniger zahlreich als bei Safran. In einer placebokontrollierten Studie mit dem standardisierten Extrakt SHR-5 verbesserten sich bei Menschen mit leichter bis mittelschwerer Depression neben der Gesamtsymptomatik auch Schlafstörungen und emotionale Instabilität. Eine kleinere Pilotstudie fand dagegen keinen signifikanten Unterschied zu Placebo, wohl aber eine deutlich bessere Verträglichkeit als unter dem Antidepressivum Sertralin. Eine weitere placebokontrollierte Studie mit SHR-5 bei stressbedingter Erschöpfung fand Vorteile gegenüber Placebo bei Burnout-Symptomen und einzelnen Aufmerksamkeitswerten, nicht jedoch bei den depressiven Symptomen.

Ein großer Teil der Mechanismusforschung stammt aus Labor- und Tierstudien. Wir kennzeichnen diese Befunde in der Grafik entsprechend.

Was bei Rhodiola untersucht wird

Zu Stressregulation und Energie stammen die meisten Erkenntnisse bisher aus Forschungsmodellen; am Menschen wurden vor allem Stimmung, Schlaf und Verträglichkeit untersucht.

Am Menschen untersucht

Ergebnisse aus kontrollierten Humanstudien

  • Depressive Symptome

    Unter 340 oder 680 mg SHR-5 täglich verbesserten sich depressive Symptome stärker als unter Placebo; eine kleinere Pilotstudie fand keinen signifikanten Unterschied.

    Quelle: Darbinyan et al. 2007; Mao et al. 2015
  • Schlaf und emotionale Stabilität

    In derselben Studie verbesserten sich Schlafstörungen und emotionale Instabilität, nicht jedoch das Selbstwertgefühl.

    Quelle: Darbinyan et al. 2007
  • Verträglichkeit

    Unerwünschte Ereignisse traten unter Rhodiola seltener auf als unter Sertralin.

    Quelle: Mao et al. 2015

Forschungsmodell

Labor- und Tierstudien oder Hypothesen, am Menschen nicht belegt

  • Stressantwort

    Tierstudien untersuchen, wie Rhodiola die körperliche Reaktion auf Stress beeinflusst, etwa über körpereigene Endorphine. Am Menschen ist dieser Mechanismus nicht belegt.

    Quelle: zusammengefasst bei Mao et al. 2015
  • Botenstoffe im Gehirn

    In Labor- und Tierstudien wurden Effekte auf Noradrenalin, Serotonin und Dopamin sowie eine Hemmung der Enzyme MAO-A und MAO-B beschrieben.

    Quelle: zusammengefasst bei Mao et al. 2015

Die Grafik zeigt untersuchte Zusammenhänge. Forschungsmodelle sind Hypothesen aus Labor- und Tierstudien.

Studien zu Rhodiola ansehen 4 Studien
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei leichter bis mittlerer Depression Darbinyan et al. · Nordic Journal of Psychiatry · 2007
Originaltitel
Clinical trial of Rhodiola rosea L. extract SHR-5 in the treatment of mild to moderate depression
Autoren
Darbinyan V, Aslanyan G, Amroyan E, Gabrielyan E, Malmström C, Panossian A
Quelle
Nordic Journal of Psychiatry 2007;61(5):343–348 (Erratum: 2007;61(6):503)
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit drei Parallelgruppen
Umfang
89 (31 / 29 / 29)
Population
Frauen und Männer (18–70 Jahre) mit leichter bis mittlerer depressiver Episode (DSM-IV, Hamilton-Wert 21–31)
Extrakt / Dosis
Standardisierter Extrakt SHR-5 aus dem Wurzelstock von Rhodiola rosea, 340 mg oder 680 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
In beiden Rhodiola-Gruppen verbesserten sich die Gesamtdepression sowie Schlafstörungen, emotionale Instabilität und körperliche Beschwerden (Somatisierung) signifikant, nicht jedoch das Selbstwertgefühl. In der Placebogruppe zeigten sich keine solchen Verbesserungen. Schwere Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.
Einordnung
Placebokontrollierte Studie mit zwei Tagesmengen (340 und 680 mg) des Extrakts SHR-5. Das Abstract nennt keine Effektgrößen; zur Publikation erschien ein Erratum.
Ausgewertet
PubMed-Abstract und Verlagsseite mit Abstract
RCT · Placebo und SertralinRhodiola im Vergleich mit Sertralin und Placebo bei Major Depression Mao et al. · Phytomedicine · 2015
Originaltitel
Rhodiola rosea versus sertraline for major depressive disorder: A randomized placebo-controlled trial
Autoren
Mao JJ, Xie SX, Zee J, Soeller I, Li QS, Rockwell K, Amsterdam JD
Quelle
Phytomedicine 2015;22(3):394–399
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-II-Studie (Proof of Concept), ClinicalTrials.gov NCT01098318
Umfang
57
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittlerer Major Depression
Extrakt / Dosis
Rhodiola-Extrakt SHR-5, 340 mg je Kapsel (standardisiert auf 3,07 % Rosavin und 1,95 % Rhodiolosid), 1 bis 4 Kapseln täglich je nach Ansprechen
Vergleich
Sertralin 50 mg je Kapsel oder Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
In allen Gruppen gingen die Symptome leicht zurück, ohne statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Die HAM-D-Werte sanken unter Sertralin um 8,2, unter Rhodiola um 5,1 und unter Placebo um 4,6 Punkte. Unerwünschte Ereignisse berichteten 63,2 % unter Sertralin, 30,0 % unter Rhodiola und 16,7 % unter Placebo.
Einordnung
Kleine Pilotstudie, die nicht darauf ausgelegt war, kleine Unterschiede nachzuweisen. Die Autoren sehen für Rhodiola bei geringerer Wirkung als Sertralin ein möglicherweise günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis. Wir zeigen das Ergebnis vollständig, auch wenn es gegenüber Placebo nicht signifikant war.
Ausgewertet
Volltext (Autorenmanuskript) und PubMed-Abstract
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei stressbedingter Erschöpfung Olsson et al. · Planta Medica · 2009
Originaltitel
A randomised, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study of the standardised extract shr-5 of the roots of Rhodiola rosea in the treatment of subjects with stress-related fatigue
Autoren
Olsson EM, von Schéele B, Panossian AG
Quelle
Planta Medica 2009;75(2):105–112
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit Parallelgruppen
Umfang
60 (30 / 30)
Population
Frauen und Männer (20–55 Jahre) mit stressbedingter Erschöpfung (Fatigue-Syndrom nach den Diagnosekriterien der schwedischen Gesundheitsbehörde Socialstyrelsen)
Extrakt / Dosis
Standardisierter Extrakt SHR-5 aus den Wurzeln von Rhodiola rosea, 4 Tabletten täglich (576 mg Extrakt/Tag)
Vergleich
Placebo (4 Tabletten täglich)
Dauer
28 Tage
Ergebnis
In beiden Gruppen verbesserten sich nach der Behandlung die Burnout-Symptome (Pines-Skala), die psychische Gesundheit (SF-36), die depressiven Symptome (MADRS) und mehrere Aufmerksamkeitswerte (Placeboeffekt). Im Gruppenvergleich zeigte SHR-5 signifikante Vorteile gegenüber Placebo auf der Pines-Burnout-Skala und bei einzelnen Aufmerksamkeitswerten (CCPT II: Auslassungsfehler, Hit RT SE, Variabilität). Die Cortisolreaktion auf das Aufwachen veränderte sich in der Rhodiola-Gruppe signifikant anders als in der Placebogruppe. Schwere Nebenwirkungen, die auf den Extrakt zurückzuführen waren, wurden nicht berichtet.
Einordnung
Placebokontrollierte Studie bei stressbedingter Erschöpfung, nicht bei diagnostizierter Depression. Bei den depressiven Symptomen (MADRS) nennt das Abstract nur eine Verbesserung in beiden Gruppen, keinen signifikanten Unterschied zu Placebo. Kurze Studiendauer von vier Wochen; das Abstract nennt keine Effektgrößen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 in zwei Dosierungen: geistige Leistungsfähigkeit bei Ermüdung und Stress Shevtsov et al. · Phytomedicine · 2003
Originaltitel
A randomized trial of two different doses of a SHR-5 Rhodiola rosea extract versus placebo and control of capacity for mental work
Autoren
Shevtsov VA, Zholus BI, Shervarly VI, Vol'skij VB, Korovin YP, Khristich MP, Roslyakova NA, Wikman G
Quelle
Phytomedicine 2003;10(2–3):95–105
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie mit zusätzlicher unbehandelter Gruppe
Umfang
161
Population
Kadetten im Alter von 19 bis 21 Jahren, untersucht vor dem Hintergrund von Ermüdung und Stress
Extrakt / Dosis
Einmalgabe des standardisierten Extrakts SHR-5, 2 oder 3 Kapseln (zweite Dosis 50 % höher); die Menge in mg nennt das Abstract nicht
Vergleich
Placebo; zusätzlich eine Gruppe ohne Behandlung
Dauer
Einmalgabe
Ergebnis
Beide Dosierungen zeigten einen deutlichen Effekt gegen Ermüdung, gemessen als Antifatigue-Index (1,0385 bzw. 1,0195 gegenüber 0,9046 unter Placebo; p < 0,001). Zwischen den beiden Dosierungen fand sich kein signifikanter Unterschied.
Einordnung
Einmalgabe bei gesunden jungen Erwachsenen unter Ermüdung; nicht mit einer täglichen Einnahme über Wochen vergleichbar. Die Kapselmenge in mg ist im Abstract nicht angegeben.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Die Studien untersuchen Rhodiola als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.

Rhodiola im Studienarchiv

Illustration: Kurkumawurzeln und Kurkumapulver

Pflanzenextrakt 03

BALANCE

Kurkuma – intensiv erforscht und von breiter biologischer Relevanz

Curcuma longa · Natürlicher Pflanzenextrakt

Stark verarbeitete Lebensmittel belasten unseren Körper. Wir brauchen Gegenpole.

Je Tagesportion 500 mg Kurkuma-Extraktdavon 475 mg Curcuminoide

Kurkuma ist ein Ingwergewächs, dessen Wurzelstock seit Jahrtausenden als Gewürz verwendet wird. Sein wichtigster Inhaltsstoff, das Curcumin, gehört zu den am intensivsten erforschten Pflanzenstoffen. Im Mittelpunkt stehen biologische Prozesse wie Entzündung und oxidativer Stress, die auch für das Verständnis mentaler Gesundheit relevant sein können.

Auswahl, Forschung und Mechanismen

Warum wir Kurkuma ausgewählt haben

  • Breite Forschungsbasis mit randomisierten Studien und einer Metaanalyse zu Stimmung
  • In einer Studie schnitten 500 mg Curcumin-Extrakt pro Tag ebenso ab wie die doppelte Menge
  • Hoch konzentrierter Extrakt mit 95 % Curcuminoiden
  • Mechanistische Plausibilität durch untersuchte Effekte auf Entzündungs- und Stressmarker

Was die Forschung untersucht

Klinische Studien untersuchen Curcumin meist ergänzend zu einer Antidepressiva-Therapie bei Menschen mit Major Depression. Eine Metaanalyse fand insgesamt einen deutlichen Effekt auf depressive Symptome und Angstsymptome; die Autoren betonen jedoch die kleine Gesamtzahl an Teilnehmenden. In einzelnen Studien zeigten sich Unterschiede erst nach vier bis zwölf Wochen.

Einige Studien verwendeten Präparate mit Piperin oder ätherischen Ölen zur besseren Aufnahme.

Was bei Curcumin untersucht wird

Bei Curcumin gibt es neben klinischen Ergebnissen auch Messwerte aus Humanstudien, etwa zu Entzündungsbotenstoffen. Vieles zu den zugrunde liegenden Signalwegen stammt aus Forschungsmodellen.

Am Menschen untersucht

Ergebnisse aus kontrollierten Humanstudien

  • Depressive Symptome

    In einer Metaanalyse von zehn Studienvergleichen mit 531 Teilnehmenden verringerte Curcumin depressive Symptome stärker als die Kontrollbedingung.

    Quelle: Fusar-Poli et al. 2020
  • Angstsymptome

    Auch Angstsymptome nahmen ab; wegen der kleinen Datenbasis ist dieser Effekt mit großer Unsicherheit verbunden.

    Quelle: Fusar-Poli et al. 2020; Lopresti & Drummond 2017

Messwerte in Humanstudien

Laborwerte, die in Studien am Menschen gemessen wurden

  • Entzündungsbotenstoffe

    Ergänzend zu Antidepressiva sanken Interleukin-1β und TNF-α im Blut stärker als unter Placebo.

    Quelle: Yu et al. 2015
  • BDNF und Cortisol

    In derselben Studie stieg der Wachstumsfaktor BDNF, während das Cortisol im Speichel sank.

    Quelle: Yu et al. 2015

Forschungsmodell

Labor- und Tierstudien oder Hypothesen, am Menschen nicht belegt

  • Oxidativer Stress

    Curcumin gilt als Polyphenol mit antioxidativen Eigenschaften. Forschende sehen darin einen möglichen Ansatzpunkt, der klinisch weiter geprüft wird.

    Quelle: Kanchanatawan et al. 2018; Lopresti et al. 2014
  • Entzündungssignalwege

    In präklinischen Studien hemmt Curcumin den Signalweg NF-κB, der die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe steuert.

    Quelle: zusammengefasst bei Fusar-Poli et al. 2020
  • Botenstoffe und Stressachse

    Tierstudien beschreiben Effekte auf Serotonin und Dopamin, eine Hemmung der Monoaminoxidase und eine Beteiligung der Stressachse (HPA-Achse).

    Quelle: zusammengefasst bei Fusar-Poli et al. 2020

Die Grafik zeigt untersuchte Zusammenhänge. Forschungsmodelle sind Hypothesen aus Labor- und Tierstudien.

Studien zu Kurkuma ansehen 4 Schlüsselstudien
Metaanalyse · 9 PublikationenCurcumin bei depressiven Symptomen: Metaanalyse Fusar-Poli et al. · Critical Reviews in Food Science and Nutrition · 2020
Originaltitel
Curcumin for depression: a meta-analysis
Autoren
Fusar-Poli L, Vozza L, Gabbiadini A, Vanella A, Concas I, Tinacci S, Petralia A, Signorelli MS, Aguglia E
Quelle
Critical Reviews in Food Science and Nutrition 2020;60(15):2643–2653
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse nach PRISMA (Protokoll vorab veröffentlicht)
Umfang
9 Publikationen (10 Studienvergleiche), 531 Teilnehmende für depressive Symptome
Population
Erwachsene mit Major Depression (7 Publikationen) oder Depression infolge einer körperlichen Erkrankung (2 Publikationen)
Extrakt / Dosis
Curcumin, 150 bis 1.500 mg täglich, meist ergänzend zur Standardbehandlung; einige Präparate mit Piperin oder ätherischen Ölen zur besseren Aufnahme
Vergleich
Placebo plus Standardbehandlung (in einer Studie Fluoxetin)
Ergebnis
Curcumin zeigte einen signifikanten, großen Effekt auf depressive Symptome (10 Studien, 531 Teilnehmende; Hedges' g = −0,75; 95 %-KI −1,11 bis −0,39) und auf Angstsymptome (5 Studien, 284 Teilnehmende; g = −2,62; 95 %-KI −4,06 bis −1,17). Curcumin wurde allgemein gut vertragen.
Einordnung
Die Autoren empfehlen wegen der kleinen Gesamtstichprobe eine vorsichtige Interpretation und fordern weitere Studien, besonders in westlichen Ländern. Der sehr breite Vertrauensbereich beim Angst-Effekt zeigt die Unsicherheit.
Ausgewertet
Volltext und PubMed-Abstract
RCT · placebokontrolliertCurcumin in zwei Dosierungen und Curcumin plus Safran bei Major Depression Lopresti & Drummond · Journal of Affective Disorders · 2017Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
Originaltitel
Efficacy of curcumin, and a saffron/curcumin combination for the treatment of major depression: A randomised, double-blind, placebo-controlled study
Autoren
Lopresti AL, Drummond PD
Quelle
Journal of Affective Disorders 2017;207:188–196
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit vier Gruppen
Umfang
123
Population
Erwachsene mit Major Depression
Extrakt / Dosis
Curcumin-Extrakt 2 × 250 mg oder 2 × 500 mg täglich, oder 2 × 250 mg Curcumin-Extrakt plus 2 × 15 mg Safran täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Die aktiven Behandlungen zusammengenommen verbesserten depressive Symptome (IDS-SR30; p = 0,031) sowie Zustands- und Eigenschaftsangst (STAI; p < 0,001 bzw. p = 0,001) stärker als Placebo. Zwischen den Curcumin-Dosierungen und der Kombination mit Safran fanden sich keine Unterschiede. Bei atypischer Depression war die Ansprechrate höher (65 % vs. 35 %).
Einordnung
Relevant, weil die niedrigere Tagesmenge von 500 mg Curcumin-Extrakt ebenso abschnitt wie die doppelte Menge und eine Kombination mit Safran untersucht wurde. Diese Kombination entspricht dennoch nicht der Rezeptur von MENTALIN FORTE.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · ergänzend, placebokontrolliertCurcumin ergänzend zur Standardbehandlung bei Major Depression Kanchanatawan et al. · Neurotoxicity Research · 2018
Originaltitel
Add-on Treatment with Curcumin Has Antidepressive Effects in Thai Patients with Major Depression: Results of a Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Study
Autoren
Kanchanatawan B, Tangwongchai S, Sughondhabhirom A, Suppapitiporn S, Hemrunrojn S, Carvalho AF, Maes M
Quelle
Neurotoxicity Research 2018;33(3):621–633
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
65
Population
Erwachsene mit Major Depression (Thailand)
Extrakt / Dosis
Curcumin ergänzend, ansteigend von 500 auf 1.500 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen, Nachuntersuchung in Woche 16
Ergebnis
Curcumin verbesserte die MADRS-Werte stärker als Placebo; signifikante Unterschiede zeigten sich in Woche 12 und 16. Der Effekt war bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Es traten keine signifikanten Nebenwirkungen und keine Veränderungen von Blutwerten oder EKG auf.
Einordnung
Höhere Tagesmenge als in MENTALIN FORTE; die Unterschiede wurden in dieser Studie erst nach längerer Einnahme sichtbar.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · placebokontrolliertCurcumin ergänzend zu Antidepressiva: Symptome und Biomarker Yu et al. · Journal of Clinical Psychopharmacology · 2015
Originaltitel
Chronic Supplementation of Curcumin Enhances the Efficacy of Antidepressants in Major Depressive Disorder: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Pilot Study
Autoren
Yu JJ, Pei LB, Zhang Y, Wen ZY, Yang JL
Quelle
Journal of Clinical Psychopharmacology 2015;35(4):406–410
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie
Umfang
108 Männer (31–59 Jahre)
Population
Männer mit Major Depression unter laufender Antidepressiva-Therapie
Extrakt / Dosis
Curcumin 1.000 mg täglich, ergänzend
Vergleich
Placebo (Sojapulver)
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Curcumin senkte die Werte auf der Hamilton-Skala (HAMD-17) und der Montgomery-Åsberg-Skala stärker als Placebo. Zudem sanken die Entzündungsbotenstoffe Interleukin-1β und TNF-α sowie das Cortisol im Speichel, während der Wachstumsfaktor BDNF im Plasma anstieg.
Einordnung
Liefert Hinweise auf biologische Begleitveränderungen beim Menschen; ob diese die Verbesserung der Symptome erklären, lässt sich aus der Studie nicht ableiten. Effektgrößen sind im Abstract nicht angegeben.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Die Studien untersuchen Curcumin als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.

Alle Studien zu Kurkuma im Studienarchiv

Ergänzende Mikronährstoffe

Folat, Vitamin D3 und Zink ergänzen die Pflanzenextrakte

Die drei Mikronährstoffe runden die Rezeptur ab. Für Folat und Zink gibt es zugelassene gesundheitsbezogene Angaben zur psychischen beziehungsweise kognitiven Funktion; Vitamin D wird in der Forschung ebenfalls im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit untersucht.

Folat (Vitamin B9)

als Calcium-L-Methylfolat

Je Tagesportion: 400 µg je Tagesportion · 200 % NRV

Zugelassene gesundheitsbezogene Angabe

Folat trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.

Folat ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, darunter Methylierungsreaktionen im Nervensystem. MENTALIN FORTE enthält Folat als Methylfolat. Studien untersuchen Folat vor allem ergänzend zu einer Depressionsbehandlung und häufig in deutlich höheren Dosierungen.

Studien zu Folat ansehen 2 Studien
Cochrane-Review · 3 RCTsFolat bei depressiven Störungen: Cochrane-Review Taylor et al. · Cochrane Database of Systematic Reviews · 2003
Originaltitel
Folate for depressive disorders
Autoren
Taylor MJ, Carney S, Geddes J, Goodwin G
Quelle
Cochrane Database of Systematic Reviews 2003;(2):CD003390
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit (Cochrane) randomisierter kontrollierter Studien
Umfang
3 Studien mit 247 Teilnehmenden
Population
Menschen mit diagnostizierter depressiver Störung
Extrakt / Dosis
Folsäure (500 µg) oder Methyltetrahydrofolat (15 mg bzw. 50 mg), überwiegend ergänzend zur Behandlung
Vergleich
Placebo oder Trazodon
Dauer
8 Wochen bis 6 Monate
Ergebnis
Ergänzend zur Behandlung senkte Folat die Werte auf der Hamilton-Depressionsskala im Mittel um weitere 2,65 Punkte (95 %-KI 0,38 bis 4,93; 2 Studien, 151 Personen). Als Ersatz für das Antidepressivum Trazodon zeigte Folat keinen signifikanten Vorteil (1 Studie, 96 Personen). Probleme mit Verträglichkeit oder Sicherheit wurden nicht festgestellt.
Einordnung
Die Autoren sprechen von begrenzter Evidenz für eine mögliche ergänzende Rolle; unklar bleibt, ob dies auch bei normalem Folatstatus gilt. Die Dosierungen weichen teils stark von MENTALIN FORTE (400 µg) ab.
Ausgewertet
Volltext und PubMed-Abstract
RCT · placebokontrolliertMethylfolat ergänzend bei akuten psychischen Erkrankungen mit Folatmangel Godfrey et al. · The Lancet · 1990
Originaltitel
Enhancement of recovery from psychiatric illness by methylfolate
Autoren
Godfrey PS, Toone BK, Carney MW, Flynn TG, Bottiglieri T, Laundy M, Chanarin I, Reynolds EH
Quelle
The Lancet 1990;336(8712):392–395
Studiendesign
Doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
41 (von 123 untersuchten Patientinnen und Patienten)
Population
Akute psychiatrische Erkrankung (Major Depression oder Schizophrenie) mit grenzwertigem oder klarem Folatmangel
Extrakt / Dosis
Methylfolat 15 mg täglich, ergänzend zur Standardbehandlung
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Monate
Ergebnis
Methylfolat verbesserte bei depressiven wie bei schizophrenen Patientinnen und Patienten die klinische und soziale Genesung signifikant; der Unterschied zu Placebo nahm mit der Zeit zu.
Einordnung
Population mit Folatmangel und sehr hohe Dosis. Die Studie ist im Cochrane-Review von Taylor et al. 2003 enthalten und daher keine zusätzliche unabhängige Evidenz.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Die Studien untersuchen Folat als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.

Folat im Studienarchiv

Vitamin D3

als Cholecalciferol

Je Tagesportion: 25 µg je Tagesportion (1.000 IE) · 500 % NRV

Zugelassene gesundheitsbezogene Angabe

Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Vitamin D wird in der Forschung auch im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit untersucht. Metaanalysen zeigen günstige Effekte einer Supplementierung auf depressive Symptome, allerdings mit großen Unterschieden zwischen den Studien. Die deutlichsten Effekte fanden sich mit höheren Dosierungen als in MENTALIN FORTE. Eine zugelassene Angabe zur psychischen Funktion gibt es für Vitamin D nicht.

Studien zu Vitamin D ansehen 3 Studien
Umbrella-MetaanalyseVitamin D und Depression: Umbrella-Metaanalyse Musazadeh et al. · Pharmacological Research · 2023
Originaltitel
Vitamin D protects against depression: Evidence from an umbrella meta-analysis on interventional and observational meta-analyses
Autoren
Musazadeh V, Keramati M, Ghalichi F, Kavyani Z, Ghoreishi Z, Alras KA, Albadawi N, Salem A, Albadawi MI, Salem R, Abu-Zaid A, Zarezadeh M, Mekary RA
Quelle
Pharmacological Research 2023;187:106605
Studiendesign
Umbrella-Metaanalyse von Metaanalysen zu Interventions- und Beobachtungsstudien
Umfang
10 Metaanalysen randomisierter Studien, 4 Metaanalysen von Kohortenstudien
Population
Teilnehmende der eingeschlossenen Metaanalysen
Extrakt / Dosis
Vitamin-D-Supplementierung (verschiedene Dosierungen)
Vergleich
Placebo
Ergebnis
In den Metaanalysen randomisierter Studien sanken depressive Symptome unter Vitamin D stärker als unter Placebo (SMD −0,40; 95 %-KI −0,60 bis −0,21). In Kohortenstudien hatten Menschen mit niedrigerem Vitamin-D-Spiegel eine höhere Wahrscheinlichkeit für Depression (Odds Ratio 1,60).
Einordnung
Sehr hohe Heterogenität (I² 89 % bzw. 91 %). Die eingeschlossenen Metaanalysen überschneiden sich in ihren Einzelstudien; Beobachtungsdaten belegen keinen ursächlichen Zusammenhang.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Metaanalyse · 18 RCTsVitamin D bei primärer Depression: Metaanalyse mit Blick auf den Vitamin-D-Status Wang et al. · Journal of Affective Disorders · 2024
Originaltitel
The effect of vitamin D supplementation on primary depression: A meta-analysis
Autoren
Wang R, Xu F, Xia X, Xiong A, Dai D, Ling Y, Sun R, Qiu L, Ding Y, Xie Z
Quelle
Journal of Affective Disorders 2024;344:653–661
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
Umfang
18 Studien
Population
Erwachsene mit primärer Depression
Extrakt / Dosis
Vitamin-D-Supplementierung (unterschiedliche Dosierungen und Dauer)
Vergleich
Kontrollgruppen der Einzelstudien
Ergebnis
Vitamin D verringerte depressive Symptome insgesamt leicht (SMD −0,15; 95 %-KI −0,26 bis −0,04). In der Untergruppe mit 25(OH)D-Spiegeln über 50 nmol/l war der Effekt größer (SMD −0,38), bei Spiegeln unter 50 nmol/l zeigte sich kein Effekt.
Einordnung
Kleiner Gesamteffekt; unterschiedliche Dosierungen und Studiendauern erhöhen die Heterogenität, wie die Autoren selbst einräumen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Dosis-Wirkungs-Metaanalyse · 15 RCTsVitamin D bei diagnostizierter Depression: Dosis-Wirkungs-Metaanalyse Liu et al. · Frontiers in Nutrition · 2026
Originaltitel
Efficacy of vitamin D supplementation in patients diagnosed with depression: a dose–response meta-analysis of randomized controlled trials
Autoren
Liu HH, Liu TH, Liu CY, Wu JY, Lin CH, Lai CC
Quelle
Frontiers in Nutrition 2026;13:1772451
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Dosis-Wirkungs-Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
Umfang
15 Studien mit 962 Teilnehmenden
Population
Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter Depression
Extrakt / Dosis
Vitamin D, meist 1.000 bis 12.000 IE täglich; in zwei Studien eine einmalige hohe Dosis
Vergleich
Placebo
Ergebnis
Vitamin D verbesserte depressive Symptome stärker als Placebo (SMD −0,98; 95 %-KI −1,28 bis −0,68). Parathormon und TNF-α im Serum sanken; BMI, Gewicht und IL-6 veränderten sich nicht signifikant. Die größte Symptomverbesserung war mit höheren Tagesdosen bis etwa 5.000 IE verbunden.
Einordnung
Hohe Heterogenität (I² 79 %). Die wirksamsten Dosierungen liegen deutlich über den 25 µg (1.000 IE) in MENTALIN FORTE.
Ausgewertet
Volltext (Open Access)

Die Studien untersuchen Vitamin D als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.

Vitamin D3 im Studienarchiv

Zink

als Zinkbisglycinat

Je Tagesportion: 6,0 mg je Tagesportion · 60 % NRV

Zugelassene gesundheitsbezogene Angabe

Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei.

Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für Gehirn und Nervenstrukturen benötigt wird. Studien untersuchen Zink vor allem ergänzend zu Antidepressiva; eine kleine Pilotstudie betrachtete zudem die Stimmung junger Frauen mit einer Zinkmenge nahe unserer Dosierung.

Studien zu Zink ansehen 3 Studien
Metaanalyse · 5 StudienZink ergänzend zu Antidepressiva: systematische Übersicht und Metaanalyse da Silva et al. · Nutrition Reviews · 2021
Originaltitel
Zinc supplementation combined with antidepressant drugs for treatment of patients with depression: a systematic review and meta-analysis
Autoren
da Silva LEM, de Santana MLP, Costa PRF, Pereira EM, Nepomuceno CMM, Queiroz VAO, de Oliveira LPM, Conceição-Machado MEP, de Sena EP
Quelle
Nutrition Reviews 2021;79(1):1–12
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien, PROSPERO CRD42018081691
Umfang
5 Studien in der Metaanalyse
Population
Gesucht wurden Studien mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen; die Schlussfolgerung bezieht sich auf Menschen mit klinischer Depression unter Antidepressiva
Extrakt / Dosis
Zink-Supplementierung
Vergleich
Placebo
Ergebnis
Zink verringerte depressive Symptome im Mittel stärker als Placebo (SMD −0,36; 95 %-KI −0,67 bis −0,04). Bei einem mittleren Alter ab 40 Jahren war der Effekt größer (SMD −0,61). Getrennt nach Stichprobengröße ausgewertet, war kein signifikanter Effekt nachweisbar.
Einordnung
Kleine Evidenzbasis aus fünf Studien; die Autoren beschränken ihre Schlussfolgerung auf Menschen mit klinischer Depression unter Antidepressiva.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertZink allein bei übergewichtigen Erwachsenen: Stimmung und BDNF Solati et al. · Nutritional Neuroscience · 2015
Originaltitel
Zinc monotherapy increases serum brain-derived neurotrophic factor (BDNF) levels and decreases depressive symptoms in overweight or obese subjects: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial
Autoren
Solati Z, Jazayeri S, Tehrani-Doost M, Mahmoodianfard S, Gohari MR
Quelle
Nutritional Neuroscience 2015;18(4):162–168
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
50 (46 beendeten die Studie)
Population
Übergewichtige oder adipöse Erwachsene
Extrakt / Dosis
Zink 30 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Zink- und BDNF-Spiegel im Serum stiegen in der Zinkgruppe signifikant. Die BDI-II-Werte sanken in beiden Gruppen, in der Zinkgruppe jedoch signifikant stärker. Der Effekt zeigte sich bei Personen mit depressiven Symptomen (BDI ≥ 10), nicht bei Personen ohne solche Symptome.
Einordnung
Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang mit BDNF; die Vermutung der Autoren zum Mechanismus ist damit nicht bewiesen. Höhere Zinkmenge als in MENTALIN FORTE.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · kontrolliertZink und Stimmung bei jungen Frauen: Pilotstudie Sawada & Yokoi · European Journal of Clinical Nutrition · 2010
Originaltitel
Effect of zinc supplementation on mood states in young women: a pilot study
Autoren
Sawada T, Yokoi K
Quelle
European Journal of Clinical Nutrition 2010;64(3):331–333
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie
Umfang
30
Population
Junge Frauen
Extrakt / Dosis
Multivitamin plus 7 mg Zink täglich
Vergleich
Multivitamin ohne Zink
Dauer
10 Wochen
Ergebnis
In der Zinkgruppe sanken die Werte für Ärger/Feindseligkeit (p = 0,009) und Niedergeschlagenheit (p = 0,011) im Profile of Mood States signifikant, und der Zinkspiegel im Serum stieg; in der Vergleichsgruppe nicht.
Einordnung
Sehr kleine Pilotstudie, aber eine der wenigen Untersuchungen ohne klinische Population.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Die Studien untersuchen Zink als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.

Alle Studien zu Zink im Studienarchiv

Studienarchiv

Studien und Quellen auf einen Blick

Hier findest du alle Studien aus unserer Recherche, nach Inhaltsstoff geordnet und mit den aussagekräftigsten Studien zuerst. Zu jeder Studie nennen wir Design, Teilnehmende, Dosierung, das berichtete Ergebnis und eine kurze Einordnung, jeweils mit Link zur Originalquelle.

So ordnest du die Studien ein

Die meisten Studien wurden mit Menschen durchgeführt, bei denen eine Depression diagnostiziert wurde. Wir zeigen sie als wissenschaftlichen Hintergrund. MENTALIN FORTE ist ein Nahrungsergänzungsmittel und nicht zur Behandlung von Erkrankungen bestimmt.

Alle Studien untersuchen einzelne Inhaltsstoffe oder andere Kombinationen, oft in anderen Dosierungen und Extraktformen. Sie sind deshalb kein Wirksamkeitsnachweis für die fertige Rezeptur von MENTALIN FORTE.

Safran

20 Publikationen
Metaanalyse · 34 RCTsSafran bei depressiven Symptomen, Angst und Stimmung: GRADE-bewertete Metaanalyse Mahmoudi et al. · Nutritional Neuroscience · 2026
Originaltitel
Effect of saffron on depression, anxiety and mood disorder: a GRADE assessed systematic review and meta-analysis of 34 randomized controlled trials
Autoren
Mahmoudi R, Mohammadi-Sartang M, Servatyari K, Rafieipour N
Quelle
Nutritional Neuroscience 2026;29(7):816–837
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter, placebokontrollierter Studien (PRISMA, Cochrane-Risikobewertung, GRADE)
Umfang
34 RCTs mit 1.769 Teilnehmenden
Population
Erwachsene; Studien mit mindestens vier Wochen Dauer
Extrakt / Dosis
Safran-Supplementierung (verschiedene Präparate und Dosierungen) als einziger Unterschied zur Kontrollgruppe
Vergleich
Placebo
Dauer
mindestens 4 Wochen je Studie
Ergebnis
Safran senkte selbst eingeschätzte depressive Symptome (Beck-Depressionsinventar; 14 Studien, 817 Teilnehmende; mittlere Differenz −4,39 Punkte, 95 %-KI −6,64 bis −2,15) und Angstsymptome (Beck-Angstinventar; 6 Studien, 339 Teilnehmende; −5,06 Punkte, 95 %-KI −8,44 bis −1,68) stärker als Placebo. Für die fremdbeurteilten Skalen HDRS und HARS sowie für POMS zeigte sich kein signifikanter Effekt. Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz wurde nach GRADE als moderat bewertet.
Einordnung
Aktuellste und umfangreichste Synthese im Archiv. Die Heterogenität zwischen den Studien ist hoch (I² über 90 %), und die Effekte zeigen sich vor allem in Selbstauskünften; die Autoren fordern weitere hochwertige Studien.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Metaanalyse · 23 StudienSafran bei depressiven Symptomen und Angst: systematische Übersicht und Metaanalyse Marx et al. · Nutrition Reviews · 2019Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
Originaltitel
Effect of saffron supplementation on symptoms of depression and anxiety: a systematic review and meta-analysis
Autoren
Marx W, Lane M, Rocks T, Ruusunen A, Loughman A, Lopresti A, Marshall S, Berk M, Jacka F, Dean OM
Quelle
Nutrition Reviews 2019;77(8):557–571
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien (PRISMA, Risikobewertung nach Jadad), PROSPERO CRD42017070060
Umfang
23 Studien
Population
Klinische und allgemeine Populationen
Extrakt / Dosis
Safran als alleinige oder ergänzende Gabe
Vergleich
Placebo oder Antidepressiva
Ergebnis
Gegenüber Placebo zeigte Safran große positive Effektstärken für depressive Symptome (g = 0,99) und Angstsymptome (g = 0,95). Auch ergänzend zu Antidepressiva fand sich ein großer Effekt auf depressive Symptome (g = 1,23).
Einordnung
Die Autoren fanden Hinweise auf Publikationsbias und eine geringe regionale Vielfalt der Studien und halten weitere Studien für nötig. Überschneidet sich in den Einzelstudien mit anderen Metaanalysen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Metaanalyse · Vergleich mit SSRISafran im Vergleich mit SSRI-Antidepressiva: Metaanalyse Shafiee et al. · Nutrition Reviews · 2025
Originaltitel
Effect of Saffron Versus Selective Serotonin Reuptake Inhibitors (SSRIs) in Treatment of Depression and Anxiety: A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials
Autoren
Shafiee A, Jafarabady K, Seighali N, Mohammadi I, Rajai Firouz Abadi S, Soltani Abhari F, Bakhtiyari M
Quelle
Nutrition Reviews 2025;83(3):e751–e761
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von RCTs (Random-Effects-Modell), PROSPERO CRD42023443236
Umfang
8 Studien zu depressiven Symptomen, 4 Studien zu Angst
Population
Erwachsene mit Depression oder Angst
Extrakt / Dosis
Safran
Vergleich
SSRI-Antidepressiva
Ergebnis
Zwischen Safran und SSRI fand sich kein signifikanter Unterschied bei der Abnahme depressiver Symptome (SMD 0,10; 95 %-KI −0,09 bis 0,29) und von Angstsymptomen (SMD 0,04; 95 %-KI −0,22 bis 0,29). Unter Safran traten weniger unerwünschte Ereignisse auf (Risikodifferenz −0,06).
Einordnung
Vergleiche ohne Placebogruppe erlauben nur eingeschränkte Aussagen; die Autoren empfehlen größere Studien in vielfältigeren Populationen. Wissenschaftlicher Hintergrund und kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertStandardisierter Safranextrakt (affron®) ergänzend zu Antidepressiva Lopresti et al. · Journal of Psychopharmacology · 2019Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
Originaltitel
Efficacy of a standardised saffron extract (affron®) as an add-on to antidepressant medication for the treatment of persistent depressive symptoms in adults: A randomised, double-blind, placebo-controlled study
Autoren
Lopresti AL, Smith SJ, Hood SD, Drummond PD
Quelle
Journal of Psychopharmacology 2019;33(11):1415–1427
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
160 eingeschlossen, 139 ausgewertet
Population
Erwachsene mit anhaltenden depressiven Symptomen trotz Antidepressiva
Extrakt / Dosis
Safranextrakt affron®, 2 × 14 mg täglich (28 mg/Tag), ergänzend zur bestehenden Medikation
Vergleich
Placebo
Dauer
8 Wochen
Ergebnis
In der fremdbeurteilten MADRS-Skala gingen die depressiven Symptome unter Safran um 41 % zurück, unter Placebo um 21 % (p = 0,001). In der Selbstbeurteilung (MADRS-S) zeigte sich kein Unterschied (27 % vs. 26 %). Die Lebensqualität verbesserte sich in beiden Gruppen ohne Gruppenunterschied.
Einordnung
Größere, sorgfältig kontrollierte Studie mit einem standardisierten Extrakt in einer Dosis nahe 30 mg. Fremd- und Selbstbeurteilung kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, wie die Autoren selbst betonen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran, Helmkraut und ihre Kombination bei leichten bis mittleren depressiven Symptomen Dormal et al. · Nutrients · 2025
Originaltitel
The Effects of Combined Scutellaria and Saffron Supplementation on Mood Regulation in Participants with Mild-to-Moderate Depressive Symptoms: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study
Autoren
Dormal V, Suchareau M, Copine S, Simar L, Deldicque L
Quelle
Nutrients 2025;17(5):809
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit vier Gruppen
Umfang
180
Population
Personen mit leichten bis mittleren depressiven Symptomen
Extrakt / Dosis
Safranextrakt (SAFFR'ACTIV®), Helmkrautextrakt (Scutellaria baicalensis) oder die Kombination; Dosierung im Abstract nicht angegeben
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Laut Abstract bestätigte die Studie positive Effekte des Safranextrakts auf depressive und ängstliche Symptome sowie auf die Schlafqualität. Die Kombination beider Extrakte verbesserte depressive und ängstliche Symptome und das emotionale Wohlbefinden stärker als Placebo. Es wurden nur wenige Nebenwirkungen berichtet.
Einordnung
Neuere Studie mit vergleichsweise großer Teilnehmerzahl. Ausgewertet wurde nur das Abstract; genaue Effektgrößen und Dosierungen sind dort nicht angegeben.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran bei übergewichtigen Frauen mit leichter bis mittlerer Depression Akhondzadeh et al. · Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics · 2020
Originaltitel
A placebo controlled randomized clinical trial of Crocus sativus L. (saffron) on depression and food craving among overweight women with mild to moderate depression
Autoren
Akhondzadeh S, Mostafavi SA, Keshavarz SA, Mohammadi MR, Hosseini S, Eshraghian MR
Quelle
Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics 2020;45(1):134–143
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
73 (52 beendeten die Studie)
Population
Frauen mit BMI ≥ 25 und leichter bis mittlerer Depression
Extrakt / Dosis
Safrankapseln, 30 mg täglich (2 × 15 mg)
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Die Depressionswerte (BDI-II) sanken unter Safran stärker als unter Placebo (−8,4 vs. −3,9 Punkte; p = 0,007). Auf das Essverlangen hatte Safran keinen signifikanten Einfluss. In der Safrangruppe traten weniger Nebenwirkungen auf.
Einordnung
Gleiche Tagesmenge Safranextrakt wie in MENTALIN FORTE; spezielle Population und relativ viele Studienabbrüche.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran bei Angst und Depression über zwölf Wochen Mazidi et al. · Journal of Complementary and Integrative Medicine · 2016
Originaltitel
A double-blind, randomized and placebo-controlled trial of Saffron (Crocus sativus L.) in the treatment of anxiety and depression
Autoren
Mazidi M, Shemshian M, Mousavi SH, Norouzy A, Kermani T, Moghiman T, Sadeghi A, Mokhber N, Ghayour-Mobarhan M, Ferns GAA
Quelle
Journal of Complementary and Integrative Medicine 2016;13(2):195–199
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
60 (54 beendeten die Studie)
Population
Erwachsene mit Angst und Depression
Extrakt / Dosis
Safran (Narbe), 2 × 50 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Nach 12 Wochen waren die Werte im Beck-Depressionsinventar und im Beck-Angstinventar unter Safran signifikant günstiger als unter Placebo (p < 0,001). Nebenwirkungen waren selten.
Einordnung
Höhere Tagesmenge (100 mg) als in MENTALIN FORTE; Effektgrößen sind im Abstract nicht angegeben.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran bei Depression mit Hitzewallungen nach der Menopause Kashani et al. · Archives of Gynecology and Obstetrics · 2018
Originaltitel
Efficacy of Crocus sativus (saffron) in treatment of major depressive disorder associated with post-menopausal hot flashes: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial
Autoren
Kashani L, Esalatmanesh S, Eftekhari F, Salimi S, Foroughifar T, Etesam F, Safiaghdam H, Moazen-Zadeh E, Akhondzadeh S
Quelle
Archives of Gynecology and Obstetrics 2018;297(3):717–724
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
60 (56 beendeten die Studie)
Population
Frauen nach der Menopause mit Hitzewallungen und begleitender Depression
Extrakt / Dosis
Safran (Narbe), 30 mg täglich (2 × 15 mg)
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Sowohl die Beeinträchtigung durch Hitzewallungen (HFRDIS) als auch die depressiven Symptome (HDRS) verbesserten sich unter Safran signifikant stärker als unter Placebo. Unerwünschte Ereignisse traten in beiden Gruppen ähnlich häufig auf.
Einordnung
Gleiche Tagesmenge wie in MENTALIN FORTE; spezielle Population und kleine Fallzahl.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran bei leichter bis mittlerer Depression im Vergleich mit Placebo Akhondzadeh et al. · Phytotherapy Research · 2005
Originaltitel
Crocus sativus L. in the treatment of mild to moderate depression: a double-blind, randomized and placebo-controlled trial
Autoren
Akhondzadeh S, Tahmacebi-Pour N, Noorbala AA, Amini H, Fallah-Pour H, Jamshidi AH, Khani M
Quelle
Phytotherapy Research 2005;19(2):148–151
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Zentrum
Umfang
40
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert ≥ 18
Extrakt / Dosis
Safran (Narbe), 30 mg täglich (2 × 15 mg)
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Nach 6 Wochen war das Ergebnis auf der Hamilton-Depressionsskala unter Safran signifikant besser als unter Placebo (p < 0,001). Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
Einordnung
Frühe placebokontrollierte Studie mit 30 mg pro Tag; kleine Fallzahl und nur ein Studienzentrum.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran-Blütenblätter bei leichter bis mittlerer Depression im Vergleich mit Placebo Moshiri et al. · Phytomedicine · 2006
Originaltitel
Crocus sativus L. (petal) in the treatment of mild-to-moderate depression: a double-blind, randomized and placebo-controlled trial
Autoren
Moshiri E, Akhondzadeh Basti A, Noorbala AA, Jamshidi AH, Abbasi SH, Akhondzadeh S
Quelle
Phytomedicine 2006;13(9–10):607–611
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
40
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (DSM-IV)
Extrakt / Dosis
Extrakt aus Safran-Blütenblättern, 30 mg täglich (2 × 15 mg)
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Nach 6 Wochen schnitt der Blütenblatt-Extrakt auf der Hamilton-Depressionsskala signifikant besser ab als Placebo (p < 0,001). Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
Einordnung
Untersucht wurden Blütenblätter, nicht die Narben (Safranfäden). Das Ergebnis ist daher nur eingeschränkt auf Narbenextrakte übertragbar.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · Vergleich mit CitalopramSafran im Vergleich mit Citalopram bei Depression mit ängstlicher Belastung Ghajar et al. · Pharmacopsychiatry · 2017
Originaltitel
Crocus sativus L. versus Citalopram in the Treatment of Major Depressive Disorder with Anxious Distress: A Double-Blind, Controlled Clinical Trial
Autoren
Ghajar A, Neishabouri SM, Velayati N, Jahangard L, Matinnia N, Haghighi M, Ghaleiha A, Afarideh M, Salimi S, Meysamie A, Akhondzadeh S
Quelle
Pharmacopsychiatry 2017;50(4):152–160
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, kontrollierte Studie mit aktivem Vergleich
Umfang
66 (60 beendeten die Studie)
Population
Major Depression mit ängstlicher Belastung
Extrakt / Dosis
Safran, 30 mg täglich
Vergleich
Citalopram 40 mg täglich
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
In beiden Gruppen verbesserten sich depressive Symptome (HAM-D) und Angstsymptome (HAM-A) signifikant (jeweils p < 0,001), ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Nebenwirkungen traten ähnlich häufig auf.
Einordnung
Ohne Placebogruppe lässt sich ein Placeboeffekt nicht abgrenzen; zur Studie erschien ein kritischer Fachkommentar.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · Vergleich mit SertralinSafran im Vergleich mit Sertralin bei älteren Menschen mit Major Depression Ahmadpanah et al. · Psychiatry Research · 2019
Originaltitel
Crocus Sativus L. (saffron) versus sertraline on symptoms of depression among older people with major depressive disorders – a double-blind, randomized intervention study
Autoren
Ahmadpanah M, Ramezanshams F, Ghaleiha A, Akhondzadeh S, Sadeghi Bahmani D, Brand S
Quelle
Psychiatry Research 2019;282:112613
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde Studie mit aktivem Vergleich
Umfang
50
Population
Ältere ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (im Mittel 65 Jahre, 70 % Männer)
Extrakt / Dosis
Safran, 60 mg täglich
Vergleich
Sertralin 100 mg täglich
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Die depressiven Symptome (HDRS) nahmen im Verlauf ab, ohne Vor- oder Nachteile für eine der beiden Gruppen.
Einordnung
Doppelte Safranmenge im Vergleich zu MENTALIN FORTE und keine Placebogruppe; zur Studie wurde ein Fachkommentar veröffentlicht.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · Vergleich mit FluoxetinSafran im Vergleich mit Fluoxetin bei Depression nach einem Herzkatheter-Eingriff Shahmansouri et al. · Journal of Affective Disorders · 2014
Originaltitel
A randomized, double-blind, clinical trial comparing the efficacy and safety of Crocus sativus L. with fluoxetine for improving mild to moderate depression in post percutaneous coronary intervention patients
Autoren
Shahmansouri N, Farokhnia M, Abbasi SH, Kassaian SE, Noorbala Tafti AA, Gougol A, Yekehtaz H, Forghani S, Mahmoodian M, Saroukhani S, Arjmandi-Beglar A, Akhondzadeh S
Quelle
Journal of Affective Disorders 2014;155:216–222
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde Parallelgruppenstudie mit aktivem Vergleich
Umfang
40
Population
Leichte bis mittlere Depression nach perkutaner Koronarintervention (PCI) in den vorangegangenen sechs Monaten
Extrakt / Dosis
Safrankapseln, 30 mg täglich
Vergleich
Fluoxetin 40 mg täglich
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Am Studienende unterschieden sich die Gruppen nicht signifikant in der Abnahme der HDRS-Werte (p = 0,62), bei Remissions- und Ansprechraten oder in der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse.
Einordnung
Die Autoren nennen die kleine Fallzahl und die kurze Beobachtungsdauer als wesentliche Einschränkungen; keine Placebogruppe.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · Vergleich mit FluoxetinHydroalkoholischer Safranextrakt im Vergleich mit Fluoxetin Noorbala et al. · Journal of Ethnopharmacology · 2005
Originaltitel
Hydro-alcoholic extract of Crocus sativus L. versus fluoxetine in the treatment of mild to moderate depression: a double-blind, randomized pilot trial
Autoren
Noorbala AA, Akhondzadeh S, Tahmacebi-Pour N, Jamshidi AH
Quelle
Journal of Ethnopharmacology 2005;97(2):281–284
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde Pilotstudie mit aktivem Vergleich an einem Zentrum
Umfang
40
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittlerer Major Depression (DSM-IV)
Extrakt / Dosis
Hydroalkoholischer Extrakt aus Safran-Narben, 30 mg täglich
Vergleich
Fluoxetin 20 mg täglich
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Safran war in dieser Dosis ähnlich wirksam wie Fluoxetin (kein signifikanter Unterschied, p = 0,71); auch bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
Einordnung
Kleine Pilotstudie ohne Placebogruppe; die Autoren halten eine größere Studie für gerechtfertigt.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · Vergleich mit ImipraminSafran im Vergleich mit Imipramin: erste klinische Pilotstudie Akhondzadeh et al. · BMC Complementary and Alternative Medicine · 2004
Originaltitel
Comparison of Crocus sativus L. and imipramine in the treatment of mild to moderate depression: a pilot double-blind randomized trial [ISRCTN45683816]
Autoren
Akhondzadeh S, Fallah-Pour H, Afkham K, Jamshidi AH, Khalighi-Cigaroudi F
Quelle
BMC Complementary and Alternative Medicine 2004;4:12
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde Pilotstudie mit aktivem Vergleich an einem Zentrum (ISRCTN45683816)
Umfang
30
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittlerer Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert ≥ 18
Extrakt / Dosis
Safran (Narbe), 30 mg täglich, auf drei Gaben verteilt
Vergleich
Imipramin 100 mg täglich
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Safran war in dieser Dosis ähnlich wirksam wie Imipramin (p = 0,09). Unter Imipramin traten anticholinerge Effekte wie Mundtrockenheit sowie Müdigkeit häufiger auf.
Einordnung
Nach Angaben der Autoren die erste klinische Studie zu dieser Fragestellung; kleine Pilotstudie ohne Placebogruppe.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · Vergleich mit FluoxetinSafran-Blütenblätter im Vergleich mit Fluoxetin Akhondzadeh Basti et al. · Progress in Neuro-Psychopharmacology and Biological Psychiatry · 2007
Originaltitel
Comparison of petal of Crocus sativus L. and fluoxetine in the treatment of depressed outpatients: a pilot double-blind randomized trial
Autoren
Akhondzadeh Basti A, Moshiri E, Noorbala AA, Jamshidi AH, Abbasi SH, Akhondzadeh S
Quelle
Progress in Neuro-Psychopharmacology and Biological Psychiatry 2007;31(2):439–442
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde Pilotstudie mit aktivem Vergleich
Umfang
40
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert ≥ 18
Extrakt / Dosis
Extrakt aus Safran-Blütenblättern, 2 × 15 mg täglich
Vergleich
Fluoxetin 2 × 10 mg täglich
Dauer
8 Wochen
Ergebnis
Der Blütenblatt-Extrakt war ähnlich wirksam wie Fluoxetin (p = 0,84); die Remissionsrate lag in beiden Gruppen bei 25 %. Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
Einordnung
Blütenblätter statt Narben; kleine Pilotstudie ohne Placebogruppe.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · Blütenblatt vs. NarbeSafran-Blütenblätter im Vergleich mit Safran-Narben Akhondzadeh Basti et al. · Journal of Medicinal Plants · 2008
Originaltitel
Petal and Stigma of Crocus sativus L. in the Treatment of Depression: A Pilot Double-blind Randomized Trial
Autoren
Akhondzadeh Basti A, Ghoreishi SA, Noorbala AA, Akhondzadeh S, Rezazadeh S
Quelle
Journal of Medicinal Plants 2008;7(Suppl. 4):29–36
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde Pilotstudie
Umfang
44
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten (18–55 Jahre) mit Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert 18–25
Extrakt / Dosis
Ethanolischer Extrakt aus Safran-Blütenblättern, 2 × 15 mg täglich; Extrakte auf Safranal standardisiert (0,30–0,35 mg je Kapsel)
Vergleich
Extrakt aus Safran-Narben, 2 × 15 mg täglich
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Blütenblatt- und Narbenextrakt waren ähnlich wirksam (p = 0,81); die Remissionsrate lag in beiden Gruppen bei 18 %. Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
Einordnung
Kleine Pilotstudie ohne Placebogruppe in einer regionalen Fachzeitschrift; kein DOI oder PubMed-Eintrag im Dokument angegeben.
Ausgewertet
Volltext
RCT · ergänzend zu FluoxetinSafran ergänzend zu Fluoxetin: Depression und Blutfette Sahraian et al. · Asian Journal of Psychiatry · 2016
Originaltitel
Study the effects of saffron on depression and lipid profiles: A double blind comparative study
Autoren
Sahraian A, Jelodar S, Javid Z, Mowla A, Ahmadzadeh L
Quelle
Asian Journal of Psychiatry 2016;22:174–176
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie (ergänzend zu Fluoxetin), IRCT 2013110915334
Umfang
40 (30 beendeten die Studie)
Population
Erwachsene mit Major Depression (DSM-IV)
Extrakt / Dosis
Safran ergänzend zu Fluoxetin; Safrandosis im Abstract nicht angegeben
Vergleich
Placebo plus Fluoxetin
Dauer
4 Wochen
Ergebnis
Beide Gruppen verbesserten sich deutlich, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen (p = 0,56). Auch die Blutfettwerte veränderten sich nicht signifikant. Die Autoren konnten in dieser Studie keine zusätzliche antidepressive Wirkung von Safran nachweisen.
Einordnung
Neutrales Ergebnis einer kleinen, kurzen Vorstudie mit vielen Abbrüchen in der Placebogruppe. Zu einer fairen Darstellung gehören auch solche Ergebnisse.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · ergänzend zu FluoxetinSafran ergänzend zu Fluoxetin: Depression und Homocystein Jelodar et al. · Avicenna Journal of Phytomedicine · 2018
Originaltitel
Saffron improved depression and reduced homocysteine level in patients with major depression: A Randomized, double-blind study
Autoren
Jelodar G, Javid Z, Sahraian A, Jelodar S
Quelle
Avicenna Journal of Phytomedicine 2018;8(1):43–50
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde Studie (ergänzend zu Fluoxetin)
Umfang
40
Population
Frauen und Männer (20–55 Jahre) mit schwerer Depression
Extrakt / Dosis
Safran 30 mg täglich plus Fluoxetin 20 mg täglich
Vergleich
Placebo plus Fluoxetin 20 mg täglich
Dauer
4 Wochen
Ergebnis
Der Homocysteinspiegel sank in der Safrangruppe gegenüber dem Ausgangswert signifikant (p < 0,04), in der Kontrollgruppe nicht. Die Beck-Depressionswerte sanken in beiden Gruppen, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen.
Einordnung
Gleiche Arbeitsgruppe, gleiches Design und gleiche Gruppengröße wie Sahraian et al. 2016; ob es sich um dieselbe Studienpopulation handelt, geht aus dem Abstract nicht hervor. Deshalb nicht als unabhängige Bestätigung zu werten.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertSafran bei sexuellen Funktionsstörungen unter Fluoxetin Kashani et al. · Human Psychopharmacology · 2013
Originaltitel
Saffron for treatment of fluoxetine-induced sexual dysfunction in women: randomized double-blind placebo-controlled study
Autoren
Kashani L, Raisi F, Saroukhani S, Sohrabi H, Modabbernia A, Nasehi AA, Jamshidi A, Ashrafi M, Mansouri P, Ghaeli P, Akhondzadeh S
Quelle
Human Psychopharmacology 2013;28(1):54–60
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
38 (34 ausgewertet)
Population
Frauen mit Major Depression, stabil auf Fluoxetin 40 mg, mit sexuellen Funktionsstörungen
Extrakt / Dosis
Safran, 30 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
4 Wochen
Ergebnis
Nach vier Wochen verbesserten sich der Gesamtwert des Female Sexual Function Index sowie die Bereiche Erregung, Lubrikation und Schmerz unter Safran signifikant stärker als unter Placebo, nicht jedoch Verlangen, Zufriedenheit und Orgasmus. Nebenwirkungen traten ähnlich häufig auf.
Einordnung
Untersucht nicht die Stimmung, sondern eine Begleiterscheinung der Antidepressiva-Therapie. Relevant vor allem als Hinweis zur Verträglichkeit von 30 mg Safran täglich zusammen mit Fluoxetin.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Untersucht auch Safran: Curcumin in zwei Dosierungen und Curcumin plus Safran bei Major Depression (Lopresti & Drummond 2017)

Rhodiola rosea

6 Publikationen
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei leichter bis mittlerer Depression Darbinyan et al. · Nordic Journal of Psychiatry · 2007
Originaltitel
Clinical trial of Rhodiola rosea L. extract SHR-5 in the treatment of mild to moderate depression
Autoren
Darbinyan V, Aslanyan G, Amroyan E, Gabrielyan E, Malmström C, Panossian A
Quelle
Nordic Journal of Psychiatry 2007;61(5):343–348 (Erratum: 2007;61(6):503)
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit drei Parallelgruppen
Umfang
89 (31 / 29 / 29)
Population
Frauen und Männer (18–70 Jahre) mit leichter bis mittlerer depressiver Episode (DSM-IV, Hamilton-Wert 21–31)
Extrakt / Dosis
Standardisierter Extrakt SHR-5 aus dem Wurzelstock von Rhodiola rosea, 340 mg oder 680 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
In beiden Rhodiola-Gruppen verbesserten sich die Gesamtdepression sowie Schlafstörungen, emotionale Instabilität und körperliche Beschwerden (Somatisierung) signifikant, nicht jedoch das Selbstwertgefühl. In der Placebogruppe zeigten sich keine solchen Verbesserungen. Schwere Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.
Einordnung
Placebokontrollierte Studie mit zwei Tagesmengen (340 und 680 mg) des Extrakts SHR-5. Das Abstract nennt keine Effektgrößen; zur Publikation erschien ein Erratum.
Ausgewertet
PubMed-Abstract und Verlagsseite mit Abstract
RCT · Placebo und SertralinRhodiola im Vergleich mit Sertralin und Placebo bei Major Depression Mao et al. · Phytomedicine · 2015
Originaltitel
Rhodiola rosea versus sertraline for major depressive disorder: A randomized placebo-controlled trial
Autoren
Mao JJ, Xie SX, Zee J, Soeller I, Li QS, Rockwell K, Amsterdam JD
Quelle
Phytomedicine 2015;22(3):394–399
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-II-Studie (Proof of Concept), ClinicalTrials.gov NCT01098318
Umfang
57
Population
Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittlerer Major Depression
Extrakt / Dosis
Rhodiola-Extrakt SHR-5, 340 mg je Kapsel (standardisiert auf 3,07 % Rosavin und 1,95 % Rhodiolosid), 1 bis 4 Kapseln täglich je nach Ansprechen
Vergleich
Sertralin 50 mg je Kapsel oder Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
In allen Gruppen gingen die Symptome leicht zurück, ohne statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Die HAM-D-Werte sanken unter Sertralin um 8,2, unter Rhodiola um 5,1 und unter Placebo um 4,6 Punkte. Unerwünschte Ereignisse berichteten 63,2 % unter Sertralin, 30,0 % unter Rhodiola und 16,7 % unter Placebo.
Einordnung
Kleine Pilotstudie, die nicht darauf ausgelegt war, kleine Unterschiede nachzuweisen. Die Autoren sehen für Rhodiola bei geringerer Wirkung als Sertralin ein möglicherweise günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis. Wir zeigen das Ergebnis vollständig, auch wenn es gegenüber Placebo nicht signifikant war.
Ausgewertet
Volltext (Autorenmanuskript) und PubMed-Abstract
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei stressbedingter Erschöpfung Olsson et al. · Planta Medica · 2009
Originaltitel
A randomised, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study of the standardised extract shr-5 of the roots of Rhodiola rosea in the treatment of subjects with stress-related fatigue
Autoren
Olsson EM, von Schéele B, Panossian AG
Quelle
Planta Medica 2009;75(2):105–112
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit Parallelgruppen
Umfang
60 (30 / 30)
Population
Frauen und Männer (20–55 Jahre) mit stressbedingter Erschöpfung (Fatigue-Syndrom nach den Diagnosekriterien der schwedischen Gesundheitsbehörde Socialstyrelsen)
Extrakt / Dosis
Standardisierter Extrakt SHR-5 aus den Wurzeln von Rhodiola rosea, 4 Tabletten täglich (576 mg Extrakt/Tag)
Vergleich
Placebo (4 Tabletten täglich)
Dauer
28 Tage
Ergebnis
In beiden Gruppen verbesserten sich nach der Behandlung die Burnout-Symptome (Pines-Skala), die psychische Gesundheit (SF-36), die depressiven Symptome (MADRS) und mehrere Aufmerksamkeitswerte (Placeboeffekt). Im Gruppenvergleich zeigte SHR-5 signifikante Vorteile gegenüber Placebo auf der Pines-Burnout-Skala und bei einzelnen Aufmerksamkeitswerten (CCPT II: Auslassungsfehler, Hit RT SE, Variabilität). Die Cortisolreaktion auf das Aufwachen veränderte sich in der Rhodiola-Gruppe signifikant anders als in der Placebogruppe. Schwere Nebenwirkungen, die auf den Extrakt zurückzuführen waren, wurden nicht berichtet.
Einordnung
Placebokontrollierte Studie bei stressbedingter Erschöpfung, nicht bei diagnostizierter Depression. Bei den depressiven Symptomen (MADRS) nennt das Abstract nur eine Verbesserung in beiden Gruppen, keinen signifikanten Unterschied zu Placebo. Kurze Studiendauer von vier Wochen; das Abstract nennt keine Effektgrößen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 in zwei Dosierungen: geistige Leistungsfähigkeit bei Ermüdung und Stress Shevtsov et al. · Phytomedicine · 2003
Originaltitel
A randomized trial of two different doses of a SHR-5 Rhodiola rosea extract versus placebo and control of capacity for mental work
Autoren
Shevtsov VA, Zholus BI, Shervarly VI, Vol'skij VB, Korovin YP, Khristich MP, Roslyakova NA, Wikman G
Quelle
Phytomedicine 2003;10(2–3):95–105
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie mit zusätzlicher unbehandelter Gruppe
Umfang
161
Population
Kadetten im Alter von 19 bis 21 Jahren, untersucht vor dem Hintergrund von Ermüdung und Stress
Extrakt / Dosis
Einmalgabe des standardisierten Extrakts SHR-5, 2 oder 3 Kapseln (zweite Dosis 50 % höher); die Menge in mg nennt das Abstract nicht
Vergleich
Placebo; zusätzlich eine Gruppe ohne Behandlung
Dauer
Einmalgabe
Ergebnis
Beide Dosierungen zeigten einen deutlichen Effekt gegen Ermüdung, gemessen als Antifatigue-Index (1,0385 bzw. 1,0195 gegenüber 0,9046 unter Placebo; p < 0,001). Zwischen den beiden Dosierungen fand sich kein signifikanter Unterschied.
Einordnung
Einmalgabe bei gesunden jungen Erwachsenen unter Ermüdung; nicht mit einer täglichen Einnahme über Wochen vergleichbar. Die Kapselmenge in mg ist im Abstract nicht angegeben.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · CrossoverRhodiola-Extrakt SHR-5 bei Ermüdung von Ärztinnen und Ärzten im Nachtdienst Darbinyan et al. · Phytomedicine · 2000
Originaltitel
Rhodiola rosea in stress induced fatigue – a double blind cross-over study of a standardized extract SHR-5 with a repeated low-dose regimen on the mental performance of healthy physicians during night duty
Autoren
Darbinyan V, Kteyan A, Panossian A, Gabrielian E, Wikman G, Wagner H
Quelle
Phytomedicine 2000;7(5):365–371
Studiendesign
Doppelblinde Crossover-Studie mit Placebo
Umfang
56
Population
Junge, gesunde Ärztinnen und Ärzte im Nachtdienst
Extrakt / Dosis
Standardisierter Extrakt SHR-5, eine Tablette täglich in niedriger Dosis; die Menge in mg nennt das Abstract nicht
Vergleich
Placebo (Crossover nach Auswaschphase)
Dauer
Je zwei Wochen, dazwischen zwei Wochen Auswaschphase
Ergebnis
Gemessen wurde die geistige Leistungsfähigkeit vor und nach dem Nachtdienst (Fatigue-Index aus fünf Tests). In den ersten zwei Wochen verbesserten sich die Testergebnisse in der Rhodiola-Gruppe statistisch signifikant. Nebenwirkungen wurden in keiner Gruppe berichtet.
Einordnung
Kleine Studie bei gesunden Menschen unter Belastung durch Nachtdienst, keine Untersuchung zu Stimmung oder Depression. Ein Effekt zeigte sich laut Abstract nur in der ersten Behandlungsphase.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei Studierenden in der Prüfungszeit Spasov et al. · Phytomedicine · 2000
Originaltitel
A double-blind, placebo-controlled pilot study of the stimulating and adaptogenic effect of Rhodiola rosea SHR-5 extract on the fatigue of students caused by stress during an examination period with a repeated low-dose regimen
Autoren
Spasov AA, Wikman GK, Mandrikov VB, Mironova IA, Neumoin VV
Quelle
Phytomedicine 2000;7(2):85–89
Studiendesign
Doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie
Population
Ausländische Studierende während einer belastenden Prüfungsphase
Extrakt / Dosis
Standardisierter Extrakt SHR-5 in niedriger, wiederholter Dosierung; die Menge in mg nennt das Abstract nicht
Vergleich
Placebo
Dauer
20 Tage
Ergebnis
Die deutlichsten Verbesserungen in der SHR-5-Gruppe zeigten sich bei körperlicher Fitness, geistiger Ermüdung und neuromotorischen Tests (p < 0,01); auch das selbst eingeschätzte Wohlbefinden war besser (p < 0,05). Bei Korrekturtests und einem Tapping-Test fand sich kein Unterschied.
Einordnung
Pilotstudie; die Teilnehmerzahl nennt das Abstract nicht. Die Autoren halten die eingesetzte Dosis selbst für wahrscheinlich zu niedrig.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Kurkuma / Curcumin

5 Publikationen
Metaanalyse · 9 PublikationenCurcumin bei depressiven Symptomen: Metaanalyse Fusar-Poli et al. · Critical Reviews in Food Science and Nutrition · 2020
Originaltitel
Curcumin for depression: a meta-analysis
Autoren
Fusar-Poli L, Vozza L, Gabbiadini A, Vanella A, Concas I, Tinacci S, Petralia A, Signorelli MS, Aguglia E
Quelle
Critical Reviews in Food Science and Nutrition 2020;60(15):2643–2653
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse nach PRISMA (Protokoll vorab veröffentlicht)
Umfang
9 Publikationen (10 Studienvergleiche), 531 Teilnehmende für depressive Symptome
Population
Erwachsene mit Major Depression (7 Publikationen) oder Depression infolge einer körperlichen Erkrankung (2 Publikationen)
Extrakt / Dosis
Curcumin, 150 bis 1.500 mg täglich, meist ergänzend zur Standardbehandlung; einige Präparate mit Piperin oder ätherischen Ölen zur besseren Aufnahme
Vergleich
Placebo plus Standardbehandlung (in einer Studie Fluoxetin)
Ergebnis
Curcumin zeigte einen signifikanten, großen Effekt auf depressive Symptome (10 Studien, 531 Teilnehmende; Hedges' g = −0,75; 95 %-KI −1,11 bis −0,39) und auf Angstsymptome (5 Studien, 284 Teilnehmende; g = −2,62; 95 %-KI −4,06 bis −1,17). Curcumin wurde allgemein gut vertragen.
Einordnung
Die Autoren empfehlen wegen der kleinen Gesamtstichprobe eine vorsichtige Interpretation und fordern weitere Studien, besonders in westlichen Ländern. Der sehr breite Vertrauensbereich beim Angst-Effekt zeigt die Unsicherheit.
Ausgewertet
Volltext und PubMed-Abstract
RCT · placebokontrolliertCurcumin in zwei Dosierungen und Curcumin plus Safran bei Major Depression Lopresti & Drummond · Journal of Affective Disorders · 2017Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
Originaltitel
Efficacy of curcumin, and a saffron/curcumin combination for the treatment of major depression: A randomised, double-blind, placebo-controlled study
Autoren
Lopresti AL, Drummond PD
Quelle
Journal of Affective Disorders 2017;207:188–196
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit vier Gruppen
Umfang
123
Population
Erwachsene mit Major Depression
Extrakt / Dosis
Curcumin-Extrakt 2 × 250 mg oder 2 × 500 mg täglich, oder 2 × 250 mg Curcumin-Extrakt plus 2 × 15 mg Safran täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Die aktiven Behandlungen zusammengenommen verbesserten depressive Symptome (IDS-SR30; p = 0,031) sowie Zustands- und Eigenschaftsangst (STAI; p < 0,001 bzw. p = 0,001) stärker als Placebo. Zwischen den Curcumin-Dosierungen und der Kombination mit Safran fanden sich keine Unterschiede. Bei atypischer Depression war die Ansprechrate höher (65 % vs. 35 %).
Einordnung
Relevant, weil die niedrigere Tagesmenge von 500 mg Curcumin-Extrakt ebenso abschnitt wie die doppelte Menge und eine Kombination mit Safran untersucht wurde. Diese Kombination entspricht dennoch nicht der Rezeptur von MENTALIN FORTE.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · ergänzend, placebokontrolliertCurcumin ergänzend zur Standardbehandlung bei Major Depression Kanchanatawan et al. · Neurotoxicity Research · 2018
Originaltitel
Add-on Treatment with Curcumin Has Antidepressive Effects in Thai Patients with Major Depression: Results of a Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Study
Autoren
Kanchanatawan B, Tangwongchai S, Sughondhabhirom A, Suppapitiporn S, Hemrunrojn S, Carvalho AF, Maes M
Quelle
Neurotoxicity Research 2018;33(3):621–633
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
65
Population
Erwachsene mit Major Depression (Thailand)
Extrakt / Dosis
Curcumin ergänzend, ansteigend von 500 auf 1.500 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen, Nachuntersuchung in Woche 16
Ergebnis
Curcumin verbesserte die MADRS-Werte stärker als Placebo; signifikante Unterschiede zeigten sich in Woche 12 und 16. Der Effekt war bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Es traten keine signifikanten Nebenwirkungen und keine Veränderungen von Blutwerten oder EKG auf.
Einordnung
Höhere Tagesmenge als in MENTALIN FORTE; die Unterschiede wurden in dieser Studie erst nach längerer Einnahme sichtbar.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · placebokontrolliertCurcumin ergänzend zu Antidepressiva: Symptome und Biomarker Yu et al. · Journal of Clinical Psychopharmacology · 2015
Originaltitel
Chronic Supplementation of Curcumin Enhances the Efficacy of Antidepressants in Major Depressive Disorder: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Pilot Study
Autoren
Yu JJ, Pei LB, Zhang Y, Wen ZY, Yang JL
Quelle
Journal of Clinical Psychopharmacology 2015;35(4):406–410
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie
Umfang
108 Männer (31–59 Jahre)
Population
Männer mit Major Depression unter laufender Antidepressiva-Therapie
Extrakt / Dosis
Curcumin 1.000 mg täglich, ergänzend
Vergleich
Placebo (Sojapulver)
Dauer
6 Wochen
Ergebnis
Curcumin senkte die Werte auf der Hamilton-Skala (HAMD-17) und der Montgomery-Åsberg-Skala stärker als Placebo. Zudem sanken die Entzündungsbotenstoffe Interleukin-1β und TNF-α sowie das Cortisol im Speichel, während der Wachstumsfaktor BDNF im Plasma anstieg.
Einordnung
Liefert Hinweise auf biologische Begleitveränderungen beim Menschen; ob diese die Verbesserung der Symptome erklären, lässt sich aus der Studie nicht ableiten. Effektgrößen sind im Abstract nicht angegeben.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertCurcumin bei Major Depression über acht Wochen Lopresti et al. · Journal of Affective Disorders · 2014Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
Originaltitel
Curcumin for the treatment of major depression: a randomised, double-blind, placebo controlled study
Autoren
Lopresti AL, Maes M, Maker GL, Hood SD, Drummond PD
Quelle
Journal of Affective Disorders 2014;167:368–375
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
56
Population
Erwachsene mit Major Depression
Extrakt / Dosis
Curcumin 2 × 500 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
8 Wochen
Ergebnis
Bis Woche 4 verbesserten sich beide Gruppen. Von Woche 4 bis 8 war Curcumin bei mehreren stimmungsbezogenen Symptomen wirksamer als Placebo (IDS-SR30 gesamt p = 0,045; Stimmungsfaktor p = 0,014). Bei atypischer Depression war der Effekt größer.
Einordnung
Die Autoren sprechen von einer teilweisen Bestätigung und empfehlen größere, längere Studien mit verschiedenen Dosierungen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Folat (Vitamin B9)

2 Publikationen
Cochrane-Review · 3 RCTsFolat bei depressiven Störungen: Cochrane-Review Taylor et al. · Cochrane Database of Systematic Reviews · 2003
Originaltitel
Folate for depressive disorders
Autoren
Taylor MJ, Carney S, Geddes J, Goodwin G
Quelle
Cochrane Database of Systematic Reviews 2003;(2):CD003390
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit (Cochrane) randomisierter kontrollierter Studien
Umfang
3 Studien mit 247 Teilnehmenden
Population
Menschen mit diagnostizierter depressiver Störung
Extrakt / Dosis
Folsäure (500 µg) oder Methyltetrahydrofolat (15 mg bzw. 50 mg), überwiegend ergänzend zur Behandlung
Vergleich
Placebo oder Trazodon
Dauer
8 Wochen bis 6 Monate
Ergebnis
Ergänzend zur Behandlung senkte Folat die Werte auf der Hamilton-Depressionsskala im Mittel um weitere 2,65 Punkte (95 %-KI 0,38 bis 4,93; 2 Studien, 151 Personen). Als Ersatz für das Antidepressivum Trazodon zeigte Folat keinen signifikanten Vorteil (1 Studie, 96 Personen). Probleme mit Verträglichkeit oder Sicherheit wurden nicht festgestellt.
Einordnung
Die Autoren sprechen von begrenzter Evidenz für eine mögliche ergänzende Rolle; unklar bleibt, ob dies auch bei normalem Folatstatus gilt. Die Dosierungen weichen teils stark von MENTALIN FORTE (400 µg) ab.
Ausgewertet
Volltext und PubMed-Abstract
RCT · placebokontrolliertMethylfolat ergänzend bei akuten psychischen Erkrankungen mit Folatmangel Godfrey et al. · The Lancet · 1990
Originaltitel
Enhancement of recovery from psychiatric illness by methylfolate
Autoren
Godfrey PS, Toone BK, Carney MW, Flynn TG, Bottiglieri T, Laundy M, Chanarin I, Reynolds EH
Quelle
The Lancet 1990;336(8712):392–395
Studiendesign
Doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
41 (von 123 untersuchten Patientinnen und Patienten)
Population
Akute psychiatrische Erkrankung (Major Depression oder Schizophrenie) mit grenzwertigem oder klarem Folatmangel
Extrakt / Dosis
Methylfolat 15 mg täglich, ergänzend zur Standardbehandlung
Vergleich
Placebo
Dauer
6 Monate
Ergebnis
Methylfolat verbesserte bei depressiven wie bei schizophrenen Patientinnen und Patienten die klinische und soziale Genesung signifikant; der Unterschied zu Placebo nahm mit der Zeit zu.
Einordnung
Population mit Folatmangel und sehr hohe Dosis. Die Studie ist im Cochrane-Review von Taylor et al. 2003 enthalten und daher keine zusätzliche unabhängige Evidenz.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Vitamin D3

3 Publikationen
Umbrella-MetaanalyseVitamin D und Depression: Umbrella-Metaanalyse Musazadeh et al. · Pharmacological Research · 2023
Originaltitel
Vitamin D protects against depression: Evidence from an umbrella meta-analysis on interventional and observational meta-analyses
Autoren
Musazadeh V, Keramati M, Ghalichi F, Kavyani Z, Ghoreishi Z, Alras KA, Albadawi N, Salem A, Albadawi MI, Salem R, Abu-Zaid A, Zarezadeh M, Mekary RA
Quelle
Pharmacological Research 2023;187:106605
Studiendesign
Umbrella-Metaanalyse von Metaanalysen zu Interventions- und Beobachtungsstudien
Umfang
10 Metaanalysen randomisierter Studien, 4 Metaanalysen von Kohortenstudien
Population
Teilnehmende der eingeschlossenen Metaanalysen
Extrakt / Dosis
Vitamin-D-Supplementierung (verschiedene Dosierungen)
Vergleich
Placebo
Ergebnis
In den Metaanalysen randomisierter Studien sanken depressive Symptome unter Vitamin D stärker als unter Placebo (SMD −0,40; 95 %-KI −0,60 bis −0,21). In Kohortenstudien hatten Menschen mit niedrigerem Vitamin-D-Spiegel eine höhere Wahrscheinlichkeit für Depression (Odds Ratio 1,60).
Einordnung
Sehr hohe Heterogenität (I² 89 % bzw. 91 %). Die eingeschlossenen Metaanalysen überschneiden sich in ihren Einzelstudien; Beobachtungsdaten belegen keinen ursächlichen Zusammenhang.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Metaanalyse · 18 RCTsVitamin D bei primärer Depression: Metaanalyse mit Blick auf den Vitamin-D-Status Wang et al. · Journal of Affective Disorders · 2024
Originaltitel
The effect of vitamin D supplementation on primary depression: A meta-analysis
Autoren
Wang R, Xu F, Xia X, Xiong A, Dai D, Ling Y, Sun R, Qiu L, Ding Y, Xie Z
Quelle
Journal of Affective Disorders 2024;344:653–661
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
Umfang
18 Studien
Population
Erwachsene mit primärer Depression
Extrakt / Dosis
Vitamin-D-Supplementierung (unterschiedliche Dosierungen und Dauer)
Vergleich
Kontrollgruppen der Einzelstudien
Ergebnis
Vitamin D verringerte depressive Symptome insgesamt leicht (SMD −0,15; 95 %-KI −0,26 bis −0,04). In der Untergruppe mit 25(OH)D-Spiegeln über 50 nmol/l war der Effekt größer (SMD −0,38), bei Spiegeln unter 50 nmol/l zeigte sich kein Effekt.
Einordnung
Kleiner Gesamteffekt; unterschiedliche Dosierungen und Studiendauern erhöhen die Heterogenität, wie die Autoren selbst einräumen.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Dosis-Wirkungs-Metaanalyse · 15 RCTsVitamin D bei diagnostizierter Depression: Dosis-Wirkungs-Metaanalyse Liu et al. · Frontiers in Nutrition · 2026
Originaltitel
Efficacy of vitamin D supplementation in patients diagnosed with depression: a dose–response meta-analysis of randomized controlled trials
Autoren
Liu HH, Liu TH, Liu CY, Wu JY, Lin CH, Lai CC
Quelle
Frontiers in Nutrition 2026;13:1772451
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Dosis-Wirkungs-Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
Umfang
15 Studien mit 962 Teilnehmenden
Population
Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter Depression
Extrakt / Dosis
Vitamin D, meist 1.000 bis 12.000 IE täglich; in zwei Studien eine einmalige hohe Dosis
Vergleich
Placebo
Ergebnis
Vitamin D verbesserte depressive Symptome stärker als Placebo (SMD −0,98; 95 %-KI −1,28 bis −0,68). Parathormon und TNF-α im Serum sanken; BMI, Gewicht und IL-6 veränderten sich nicht signifikant. Die größte Symptomverbesserung war mit höheren Tagesdosen bis etwa 5.000 IE verbunden.
Einordnung
Hohe Heterogenität (I² 79 %). Die wirksamsten Dosierungen liegen deutlich über den 25 µg (1.000 IE) in MENTALIN FORTE.
Ausgewertet
Volltext (Open Access)

Zink

5 Publikationen
Metaanalyse · 5 StudienZink ergänzend zu Antidepressiva: systematische Übersicht und Metaanalyse da Silva et al. · Nutrition Reviews · 2021
Originaltitel
Zinc supplementation combined with antidepressant drugs for treatment of patients with depression: a systematic review and meta-analysis
Autoren
da Silva LEM, de Santana MLP, Costa PRF, Pereira EM, Nepomuceno CMM, Queiroz VAO, de Oliveira LPM, Conceição-Machado MEP, de Sena EP
Quelle
Nutrition Reviews 2021;79(1):1–12
Studiendesign
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien, PROSPERO CRD42018081691
Umfang
5 Studien in der Metaanalyse
Population
Gesucht wurden Studien mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen; die Schlussfolgerung bezieht sich auf Menschen mit klinischer Depression unter Antidepressiva
Extrakt / Dosis
Zink-Supplementierung
Vergleich
Placebo
Ergebnis
Zink verringerte depressive Symptome im Mittel stärker als Placebo (SMD −0,36; 95 %-KI −0,67 bis −0,04). Bei einem mittleren Alter ab 40 Jahren war der Effekt größer (SMD −0,61). Getrennt nach Stichprobengröße ausgewertet, war kein signifikanter Effekt nachweisbar.
Einordnung
Kleine Evidenzbasis aus fünf Studien; die Autoren beschränken ihre Schlussfolgerung auf Menschen mit klinischer Depression unter Antidepressiva.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · ergänzend, placebokontrolliertZink ergänzend zu Imipramin bei therapieresistenter Depression Siwek et al. · Journal of Affective Disorders · 2009
Originaltitel
Zinc supplementation augments efficacy of imipramine in treatment resistant patients: a double blind, placebo-controlled study
Autoren
Siwek M, Dudek D, Paul IA, Sowa-Kućma M, Zieba A, Popik P, Pilc A, Nowak G
Quelle
Journal of Affective Disorders 2009;118(1–3):187–195
Studiendesign
Doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
60
Population
Erwachsene (18–55 Jahre) mit unipolarer Major Depression ohne psychotische Symptome
Extrakt / Dosis
Zink 25 mg täglich, ergänzend zu Imipramin (ca. 140 mg täglich)
Vergleich
Placebo plus Imipramin
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Bei Patientinnen und Patienten ohne Therapieresistenz zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Bei bislang therapieresistenten Personen senkte Zink die Depressionswerte signifikant und unterstützte das Ansprechen auf die Behandlung.
Einordnung
Effekt nur in einer Untergruppe; deutlich höhere Zinkmenge als in MENTALIN FORTE.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · ergänzend, placebokontrolliertZink ergänzend zu SSRI: Symptome, Entzündungsmarker und BDNF Ranjbar et al. · Nutritional Neuroscience · 2014
Originaltitel
Effects of zinc supplementation on efficacy of antidepressant therapy, inflammatory cytokines, and brain-derived neurotrophic factor in patients with major depression
Autoren
Ranjbar E, Shams J, Sabetkasaei M, M-Shirazi M, Rashidkhani B, Mostafavi A, Bornak E, Nasrollahzadeh J
Quelle
Nutritional Neuroscience 2014;17(2):65–71
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Zentrum
Umfang
44 (37 beendeten die Studie)
Population
Erwachsene (18–55 Jahre) mit Major Depression (DSM-IV) unter SSRI-Therapie
Extrakt / Dosis
Zinksulfat, 25 mg elementares Zink täglich, ergänzend
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Zink senkte die HDRS-Werte nach 12 Wochen signifikant stärker als Placebo (p < 0,01). Bei IL-6, TNF-α und BDNF im Plasma gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.
Einordnung
Die Autoren schließen, dass der Effekt nicht über Entzündungsprozesse vermittelt zu sein scheint. Höhere Zinkmenge als in MENTALIN FORTE.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
RCT · placebokontrolliertZink allein bei übergewichtigen Erwachsenen: Stimmung und BDNF Solati et al. · Nutritional Neuroscience · 2015
Originaltitel
Zinc monotherapy increases serum brain-derived neurotrophic factor (BDNF) levels and decreases depressive symptoms in overweight or obese subjects: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial
Autoren
Solati Z, Jazayeri S, Tehrani-Doost M, Mahmoodianfard S, Gohari MR
Quelle
Nutritional Neuroscience 2015;18(4):162–168
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
Umfang
50 (46 beendeten die Studie)
Population
Übergewichtige oder adipöse Erwachsene
Extrakt / Dosis
Zink 30 mg täglich
Vergleich
Placebo
Dauer
12 Wochen
Ergebnis
Zink- und BDNF-Spiegel im Serum stiegen in der Zinkgruppe signifikant. Die BDI-II-Werte sanken in beiden Gruppen, in der Zinkgruppe jedoch signifikant stärker. Der Effekt zeigte sich bei Personen mit depressiven Symptomen (BDI ≥ 10), nicht bei Personen ohne solche Symptome.
Einordnung
Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang mit BDNF; die Vermutung der Autoren zum Mechanismus ist damit nicht bewiesen. Höhere Zinkmenge als in MENTALIN FORTE.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)
Pilotstudie · kontrolliertZink und Stimmung bei jungen Frauen: Pilotstudie Sawada & Yokoi · European Journal of Clinical Nutrition · 2010
Originaltitel
Effect of zinc supplementation on mood states in young women: a pilot study
Autoren
Sawada T, Yokoi K
Quelle
European Journal of Clinical Nutrition 2010;64(3):331–333
Studiendesign
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie
Umfang
30
Population
Junge Frauen
Extrakt / Dosis
Multivitamin plus 7 mg Zink täglich
Vergleich
Multivitamin ohne Zink
Dauer
10 Wochen
Ergebnis
In der Zinkgruppe sanken die Werte für Ärger/Feindseligkeit (p = 0,009) und Niedergeschlagenheit (p = 0,011) im Profile of Mood States signifikant, und der Zinkspiegel im Serum stieg; in der Vergleichsgruppe nicht.
Einordnung
Sehr kleine Pilotstudie, aber eine der wenigen Untersuchungen ohne klinische Population.
Ausgewertet
PubMed-Abstract (kein Volltext)

Grundlage sind die Publikationen aus unserer Studiensammlung. Mehrfach vorhandene Dokumente derselben Studie haben wir zusammengeführt. Metaanalysen fassen teilweise dieselben Einzelstudien zusammen und sind deshalb keine zusätzlichen unabhängigen Belege. Bei vielen Studien lag uns die veröffentlichte Zusammenfassung (Abstract) vor; wir geben nur wieder, was dort berichtet wird. Stand: Oktober 2026.

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Weiterführende Ressourcen

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Qualität & Herstellung

Sorgfalt endet für uns nicht bei der Studienauswahl

Auch Herstellung und Deklaration gehören zu einem wissenschaftlichen Anspruch. Diese Punkte kannst du direkt auf dem Etikett nachvollziehen.

  • Hergestellt in Deutschland

    MENTALIN FORTE wird laut Etikett in Deutschland hergestellt. Die primären Zutaten stammen, wie auf dem Etikett angegeben, aus Ländern außerhalb der EU.

  • Definierte Leitsubstanzen

    Für jeden Pflanzenextrakt weisen wir charakteristische Inhaltsstoffe aus: Crocin und Safranal im Safran-, Rosavine und Salidroside im Rhodiola- und Curcuminoide im Kurkuma-Extrakt.

  • Vollständige Deklaration

    Alle Mengen je Tagesportion stehen offen auf dem Etikett. Die Kapselhülle ist pflanzlich, die 60 Kapseln eines Glases sind vegan.

MENTALIN FORTE

Die Forschung ist die Grundlage – MENTALIN FORTE ist die Anwendung im Alltag

MENTALIN FORTE verbindet ausgewählte Pflanzenextrakte mit ergänzenden Mikronährstoffen in einer gezielten Rezeptur für innere Ruhe und mentale Stärke*. Zusammensetzung, Anwendung und alle Kaufoptionen findest du auf der Produktseite.

  • 40 Tage Geld-zurück-Garantie¹
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FAQ

Häufige Fragen zur Wissenschaft hinter MENTALIN

Antworten auf Fragen zur Auswahl der Inhaltsstoffe und zur Einordnung von Studien.

Was ist in MENTALIN FORTE enthalten?

In der empfohlenen Tagesportion aus zwei Kapseln stecken 30 mg Safran-Extrakt, 400 mg Rhodiola-Rosea-Extrakt, 500 mg Kurkuma-Extrakt, 25 µg Vitamin D3, 400 µg Folsäure (Vitamin B9) und 6 mg Zink. Die vollständige Zutatenliste findest du auf der Produktseite.

Warum enthält MENTALIN FORTE Safran, Rhodiola und Kurkuma?

Die drei Pflanzenextrakte stehen im Zentrum unserer Rezeptur, weil sie unter Berücksichtigung der aktuellen Studienlage am besten für die Funktion von MENTALIN FORTE geeignet sind. Die Hintergründe erklären wir in unserer Forschungsübersicht. Im Vordergrund steht die Funktion und nicht eine möglichst lange Zutatenliste. 

Ist MENTALIN FORTE ein Arzneimittel oder ein Ersatz für Antidepressiva?

Nein. MENTALIN FORTE ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel und kein Ersatz für eine ärztlich verordnete Behandlung. Es ist nicht zur Behandlung oder Heilung von Erkrankungen bestimmt. Verordnete Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt oder ersetzt werden. Wenn du anhaltende psychische Beschwerden hast, ist medizinische oder psychotherapeutische Unterstützung der richtige Weg.

Wie wählt ihr Inhaltsstoffe und ihre Mengen aus?

Wir beginnen mit der angestrebten Funktion und prüfen dann die wissenschaftliche Literatur. Bei pflanzlichen Zutaten achten wir auf verwendete Extrakte, charakteristische Inhaltsstoffe und untersuchte Dosierungen. Herstellung, Qualität und die Kombination der einzelnen Stoffe spielen ebenfalls eine Rolle.

Warum schreibt MENTALIN nicht einfach „wissenschaftlich bewiesen“?

Wir möchten wissenschaftliche Forschung transparent zeigen. Welche gesundheitlichen Aussagen ein Nahrungsergänzungsmittel in der Werbung verwenden darf, ist in der EU jedoch genau geregelt. Deshalb unterscheiden wir zwischen der Forschung zu einzelnen Inhaltsstoffen und den rechtlich zugelassenen Aussagen, die wir für das Produkt verwenden.

Was bedeutet Peer Review?

Beim Peer Review prüfen unabhängige Fachleute eine wissenschaftliche Arbeit, bevor eine Fachzeitschrift sie veröffentlicht. Sie achten unter anderem auf Methodik, Auswertung und Schlussfolgerungen. Peer Review ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, garantiert aber nicht, dass ein Ergebnis endgültig gesichert ist – deshalb achten wir zusätzlich darauf, ob sich Befunde in mehreren Studien bestätigen.

Bedeutet eine gute Studienlage, dass jeder Mensch den gleichen Effekt spürt?

Nein. Studien beschreiben durchschnittliche Ergebnisse bestimmter Gruppen unter festgelegten Bedingungen. Wie ein einzelner Mensch reagiert, hängt von vielen Faktoren ab, etwa von Ausgangslage, Lebensstil und Ernährung. Deshalb versprechen wir keine bestimmte Wirkung.

Warum zeigt MENTALIN auch Studien zu Depression?

Viele hochwertige klinische Studien zu Safran, Rhodiola, Kurkuma, Folat, Vitamin D und Zink wurden mit Menschen mit depressiven Symptomen durchgeführt. Wir zeigen sie, weil sie zur wissenschaftlichen Einordnung der einzelnen Inhaltsstoffe gehören. MENTALIN FORTE ist dennoch kein Arzneimittel und nicht zur Behandlung von Erkrankungen bestimmt.

Sind die Studien auf die fertige Rezeptur MENTALIN FORTE übertragbar?

Nicht unmittelbar. Die vorgestellten Studien untersuchen einzelne Inhaltsstoffe, oft mit bestimmten Extrakten, Dosierungen und Personengruppen. Sie sind die Grundlage unserer Auswahl, aber kein Wirksamkeitsnachweis für die fertige Kombination. Eine klinische Studie zu MENTALIN FORTE selbst liegt nicht vor.

Warum enthält MENTALIN FORTE zusätzlich Folat, Vitamin D3 und Zink?

Die drei Mikronährstoffe ergänzen die Pflanzenextrakte. Folat trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei. Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei.

Medizinischer Hinweis

MENTALIN FORTE ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Es ist kein Arzneimittel und kein Ersatz für eine medizinische Behandlung oder verordnete Arzneimittel. Setze verordnete Medikamente nie eigenständig ab.

Die auf dieser Seite vorgestellten Studien untersuchen einzelne Inhaltsstoffe, häufig bei Menschen mit diagnostizierter Depression und in anderen Dosierungen oder Extraktformen. Sie dienen der wissenschaftlichen Einordnung und sind kein Nachweis einer Wirkung von MENTALIN FORTE.

Wenn du Medikamente einnimmst oder gesundheitliche Fragen hast, sprich vor der Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird MENTALIN FORTE nicht empfohlen. Die empfohlene tägliche Verzehrsmenge von 2 Kapseln nicht überschreiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Bei anhaltenden psychischen Beschwerden ist ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung der richtige Weg. In akuten Krisen erreichst du die TelefonSeelsorge in Deutschland kostenfrei und rund um die Uhr unter 0800 111 0 111, in Österreich unter 142.