Forschung
Die Wissenschaft hinter MENTALIN FORTE
Wir wählen unsere Inhaltsstoffe nicht nach Trends aus, sondern auf Basis sorgfältig ausgewählter wissenschaftlicher Studien, klarer Qualitätskriterien und eines verständlichen Ziels: innere Ruhe und Gelassenheit* im Alltag zu unterstützen.
Auf dieser Seite zeigen wir, worauf wir bei Studien achten, welche Forschung hinter Safran, Rhodiola und Kurkuma steht und wie Folat, Vitamin D3 und Zink die Rezeptur ergänzen.

Unser Ansatz
Wie wir wissenschaftliche Qualität beurteilen
Wir berücksichtigen ausschließlich qualitativ hochwertige Studien aus Peer-Review-Journals. Wissenschaftliche Qualität ist für uns ein Prüfprozess, den jeder Inhaltsstoff durchläuft.
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Sorgfältiges Studiendesign
Aussagekräftige Studien beginnen mit einer klaren Forschungsfrage, vorab festgelegten Zielgrößen und einer nachvollziehbaren Auswertung. Ausreichend große Teilnehmerzahlen und Angaben zur Effektgröße zeigen, wie belastbar und wie bedeutsam ein Ergebnis ist.
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Untersuchungen am Menschen
Labor- und Tierstudien helfen, mögliche Mechanismen zu verstehen. Für die Frage, was ein Inhaltsstoff im Alltag bedeuten kann, sind Humanstudien jedoch deutlich aussagekräftiger. Deshalb stehen sie bei uns im Mittelpunkt.
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Kontrolliert, randomisiert und verblindet
Eine Vergleichsgruppe mit Placebo, die zufällige Zuteilung der Teilnehmenden und eine Verblindung, bei der weder Teilnehmende noch Studienteam die Gruppen kennen, gelten als Goldstandard. So lässt sich ein Effekt besser vom Placeboeffekt unterscheiden.
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Begutachtet und nachprüfbar
Wir stützen uns auf Studien aus begutachteten Fachzeitschriften mit DOI oder PubMed-Eintrag. Zu jeder Studie im Archiv findest du die Originalquelle, damit du jede Angabe selbst nachprüfen kannst.
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Mehr als eine einzelne Studie
Besonders überzeugend wird Forschung, wenn mehrere Forschungsgruppen ähnliche Ergebnisse finden. Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen fassen viele Studien zusammen und zeigen, wie einheitlich die Gesamtlage ist, einschließlich neutraler Ergebnisse.
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Passung zum eingesetzten Inhaltsstoff
Nicht jede Studie lässt sich auf jede Rezeptur übertragen. Wir achten deshalb auf Extraktform, Standardisierung, Dosierung und untersuchte Personengruppe und unterscheiden klar zwischen der Forschung zu einzelnen Stoffen und dem fertigen Produkt.
Was bedeutet Peer Review?
Bevor eine Studie in einem wissenschaftlichen Fachjournal erscheint, wird sie von unabhängigen Fachleuten geprüft. Sie bewerten Fragestellung, Methodik und Auswertung und fordern oft Nachbesserungen. Dieses Verfahren nennt man Peer Review. Es ist ein wichtiger Qualitätsfilter, auch wenn er nicht jede Schwäche einer Studie ausschließt.
So liest du unsere Grafiken
Bei den Wirkmechanismen der drei Pflanzenextrakte unterscheiden wir drei Ebenen:
- Am Menschen untersucht: Ergebnisse aus kontrollierten Studien mit Teilnehmenden, etwa zu Stimmung, Angst oder Schlaf.
- Messwerte in Humanstudien: Veränderungen von Laborwerten wie Entzündungsmarkern, die in Studien am Menschen gemessen wurden.
- Forschungsmodell: Hypothesen und Ergebnisse aus Labor- oder Tierstudien. Sie helfen, mögliche Zusammenhänge zu verstehen, sind am Menschen aber nicht belegt.
Wissenschaftlicher Beirat
Entwickelt mit wissenschaftlichem Beirat
Unser Anspruch
Wie Forschung in unsere Rezeptur einfließt
MENTALIN verbindet wissenschaftliches Denken mit einem klaren praktischen Ziel: einer hochwertigen, gezielten Rezeptur für innere Ruhe und mentale Stärke*. Dafür orientieren wir uns an nachvollziehbaren Qualitätskriterien und wählen jeden Inhaltsstoff bewusst aus.
- Auswahl auf Grundlage von Humanstudien
- Abgleich von Extraktform, Standardisierung und Dosierung
- Prüfung der Studien aus unterschiedlichen Perspektiven des wissenschaftlichen Beirats.
Mit Experten entwickelt
Perspektiven aus Medizin, Psychologie und Naturwissenschaften
Wir sind sehr stolz, dass wir Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen für MENTALIN gewinnen konnten. Wir sind der Meinung, dass unterschiedliche Perspektiven notwendig sind, um ein ganzheitliches Ergebnis zu erzielen. Der Austausch im Beirat hilft uns, Fragen aus mehreren fachlichen Blickwinkeln zu betrachten.
Führend in der Safran- und Kurkuma-ForschungDr. Adrian Lopresti
Klinischer Psychologe

Dr. Carolin Weiß
Ärztin & Psychiaterin

Dr. Scott Lawrence
Klinischer Chiropraktiker

Dr. Madlen Storath
Biologin

Philipp Seidenspinner
Sportwissenschaftler
Der Weg der Inhaltsstoffe
Was passiert in deinem Körper?
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2 Kapseln
Täglich zwei Kapseln mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Mahlzeit.
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Magen
Die Kapselhülle aus pflanzlicher Cellulose löst sich auf und gibt die Inhaltsstoffe frei.
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Verdauung & Aufnahme
Im Darm werden die Inhaltsstoffe über die Darmschleimhaut aufgenommen.
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Blut
Über den Blutkreislauf werden die aufgenommenen Stoffe im Körper verteilt.
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Gehirn
Über das Blut gelangen die Stoffe in unser Gehirn. Das Gehirn setzt Botenstoffe frei.
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Körper
Über unser Nervensystem steuert das Gehirn unseren Körper.
Vereinfachte Darstellung von Aufnahme und Verteilung.
Die Rezeptur
Was in einer Tagesportion MENTALIN FORTE steckt
Zwei Kapseln täglich enthalten drei Pflanzenextrakte als Herzstück der Rezeptur, ergänzt durch drei Mikronährstoffe. Mit einem Klick gelangst du zur jeweiligen Forschung.
Pflanzenextrakte
Mikronährstoffe
Mengen je Tagesportion (2 Kapseln). NRV = Nährstoffbezugswert gemäß Lebensmittelinformationsverordnung.
Studienlage
Wie wir die Studienlage bewerten
Die Studienlage ist eine eigene Bewertung von MENTALIN und keine Bewertung einer unabhängigen Prüfstelle. Wir bewerten die Studienlage zu einzelnen Inhaltsstoffen und vergeben dafür Noten von A bis E. Unsere Bewertung orientiert sich an drei Schlüsselkriterien: der Größe des beobachteten Effekts, der Konsistenz des Effekts über mehrere Studien und der Anzahl der verfügbaren Studien.
Die Note bezieht sich auf den einzelnen Inhaltsstoff, nicht auf die Rezeptur als Ganzes.
- Größe des Effekts: Wie ausgeprägt sind die in Studien beobachteten Effekte?
- Konsistenz: Zeigen mehrere Studien vergleichbare Ergebnisse?
- Anzahl der Studien: Wie umfangreich ist die verfügbare Forschungsbasis?
Was die Noten bedeuten
- Mehrere konsistente Studien mit mindestens moderatem Effekt.
- Weniger Studien; möglicherweise inkonsistente Ergebnisse oder ein kleinerer Effekt.
- Wenige Studien, inkonsistente Daten und ein kleiner Effekt.
- Sehr wenige Studien, sehr inkonsistente Studienlage sowie kein oder nur ein sehr kleiner Effekt.
- Hinweise auf einen möglicherweise negativen Effekt.
Nicht in MENTALIN FORTE enthalten
Weitere Inhaltsstoffe, die wir nicht aufgenommen haben
Bei der Entwicklung unserer Rezeptur haben wir uns mit weiteren Inhaltsstoffen beschäftigt. Einige davon haben eine interessante Studienlage.
Die Studienlage beschreibt die Forschung zum jeweiligen Stoff, nicht seine Sicherheit oder Eignung. Wirksamkeit und Wechselwirkungen sind unterschiedliche Fragen.

Pflanzenextrakt 01
STIMMUNGSafran: Was die Forschung zur Stimmung zeigt
Crocus sativus · Natürlicher Pflanzenextrakt
Digitale Medien sprechen unser evolutionär entwickeltes Belohnungssystem an und beeinflussen die Dopaminaktivität. Wir brauchen Gegenpole.
Safran wird aus den roten Narben des Safrankrokus gewonnen und ist seit Jahrhunderten geschätzt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde er intensiv klinisch untersucht, vor allem mit Blick auf Stimmung, Angst und emotionale Balance.
Auswahl, Forschung und Mechanismen
Warum wir Safran ausgewählt haben
- Breite Studienlage mit zahlreichen randomisierten, kontrollierten Studien und mehreren Metaanalysen
- Von Forschungsgruppen in mehreren Ländern untersucht, darunter Iran, Australien und Belgien
- Viele Studien verwendeten 30 mg Extrakt pro Tag
- Klar definierter Extrakt mit den ausgewiesenen Leitsubstanzen Crocin und Safranal
Was die Forschung untersucht
Die meisten Studien untersuchen Erwachsene mit leichten bis mittelschweren depressiven Symptomen, teils mit Safran allein, teils ergänzend zu einer Antidepressiva-Therapie. Aktuelle Metaanalysen zeigen, dass Safran selbst eingeschätzte depressive Symptome und Angstsymptome stärker verringerte als Placebo. In fremdbeurteilten Skalen war das Bild in der neuesten Metaanalyse weniger eindeutig, und die Ergebnisse der einzelnen Studien unterscheiden sich deutlich.
Extrakte unterscheiden sich in Herstellung und Standardisierung. Die Studien zeigen, wie gründlich Safran erforscht ist.
Was bei Safran untersucht wird
Die Grafik ordnet die untersuchten Wirkungen und Mechanismen nach ihrer Evidenzebene, vom Ergebnis am Menschen bis zum Forschungsmodell.
Am Menschen untersucht
Ergebnisse aus kontrollierten Humanstudien
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Depressive Symptome
In Metaanalysen randomisierter Studien sanken selbst eingeschätzte depressive Symptome unter Safran stärker als unter Placebo.
Quelle: Mahmoudi et al. 2026; Marx et al. 2019 -
Angstsymptome
Auch Angstsymptome verringerten sich in den zusammengefassten Studien stärker als unter Placebo.
Quelle: Mahmoudi et al. 2026; Marx et al. 2019 -
Schlafqualität
Eine neuere placebokontrollierte Studie berichtet zusätzlich eine bessere Schlafqualität unter Safranextrakt.
Quelle: Dormal et al. 2025
Messwerte in Humanstudien
Laborwerte, die in Studien am Menschen gemessen wurden
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Homocystein
In einer kleinen Studie sank der Homocysteinspiegel unter Safran ergänzend zu Fluoxetin. Ein Einzelbefund, der weitere Bestätigung braucht.
Quelle: Jelodar et al. 2018
Forschungsmodell
Labor- und Tierstudien oder Hypothesen, am Menschen nicht belegt
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Botenstoffsysteme im Gehirn
Inhaltsstoffen des Safrans wird ein Einfluss auf Neurotransmitter-Systeme zugeschrieben. Welcher Inhaltsstoff welchen Signalweg beeinflusst, ist am Menschen nicht geklärt.
Quelle: beschrieben bei Dormal et al. 2025 -
Entzündung und Stressreaktion
In experimentellen Modellen werden entzündungshemmende und angstlösende Eigenschaften beschrieben.
Quelle: Dormal et al. 2025; Ghajar et al. 2017
Die Grafik zeigt untersuchte Zusammenhänge. Forschungsmodelle sind Hypothesen aus Labor- und Tierstudien.
Studien zu Safran ansehen 5 Schlüsselstudien
Metaanalyse · 34 RCTsSafran bei depressiven Symptomen, Angst und Stimmung: GRADE-bewertete Metaanalyse
- Originaltitel
- Effect of saffron on depression, anxiety and mood disorder: a GRADE assessed systematic review and meta-analysis of 34 randomized controlled trials
- Autoren
- Mahmoudi R, Mohammadi-Sartang M, Servatyari K, Rafieipour N
- Quelle
- Nutritional Neuroscience 2026;29(7):816–837
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter, placebokontrollierter Studien (PRISMA, Cochrane-Risikobewertung, GRADE)
- Umfang
- 34 RCTs mit 1.769 Teilnehmenden
- Population
- Erwachsene; Studien mit mindestens vier Wochen Dauer
- Extrakt / Dosis
- Safran-Supplementierung (verschiedene Präparate und Dosierungen) als einziger Unterschied zur Kontrollgruppe
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- mindestens 4 Wochen je Studie
- Ergebnis
- Safran senkte selbst eingeschätzte depressive Symptome (Beck-Depressionsinventar; 14 Studien, 817 Teilnehmende; mittlere Differenz −4,39 Punkte, 95 %-KI −6,64 bis −2,15) und Angstsymptome (Beck-Angstinventar; 6 Studien, 339 Teilnehmende; −5,06 Punkte, 95 %-KI −8,44 bis −1,68) stärker als Placebo. Für die fremdbeurteilten Skalen HDRS und HARS sowie für POMS zeigte sich kein signifikanter Effekt. Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz wurde nach GRADE als moderat bewertet.
- Einordnung
- Aktuellste und umfangreichste Synthese im Archiv. Die Heterogenität zwischen den Studien ist hoch (I² über 90 %), und die Effekte zeigen sich vor allem in Selbstauskünften; die Autoren fordern weitere hochwertige Studien.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1080/1028415X.2025.2602153 (öffnet in neuem Tab)PubMed 41693488 (öffnet in neuem Tab)
Metaanalyse · 23 StudienSafran bei depressiven Symptomen und Angst: systematische Übersicht und Metaanalyse Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
- Originaltitel
- Effect of saffron supplementation on symptoms of depression and anxiety: a systematic review and meta-analysis
- Autoren
- Marx W, Lane M, Rocks T, Ruusunen A, Loughman A, Lopresti A, Marshall S, Berk M, Jacka F, Dean OM
- Quelle
- Nutrition Reviews 2019;77(8):557–571
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien (PRISMA, Risikobewertung nach Jadad), PROSPERO CRD42017070060
- Umfang
- 23 Studien
- Population
- Klinische und allgemeine Populationen
- Extrakt / Dosis
- Safran als alleinige oder ergänzende Gabe
- Vergleich
- Placebo oder Antidepressiva
- Ergebnis
- Gegenüber Placebo zeigte Safran große positive Effektstärken für depressive Symptome (g = 0,99) und Angstsymptome (g = 0,95). Auch ergänzend zu Antidepressiva fand sich ein großer Effekt auf depressive Symptome (g = 1,23).
- Einordnung
- Die Autoren fanden Hinweise auf Publikationsbias und eine geringe regionale Vielfalt der Studien und halten weitere Studien für nötig. Überschneidet sich in den Einzelstudien mit anderen Metaanalysen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1093/nutrit/nuz023 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31135916 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertStandardisierter Safranextrakt (affron®) ergänzend zu Antidepressiva Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
- Originaltitel
- Efficacy of a standardised saffron extract (affron®) as an add-on to antidepressant medication for the treatment of persistent depressive symptoms in adults: A randomised, double-blind, placebo-controlled study
- Autoren
- Lopresti AL, Smith SJ, Hood SD, Drummond PD
- Quelle
- Journal of Psychopharmacology 2019;33(11):1415–1427
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 160 eingeschlossen, 139 ausgewertet
- Population
- Erwachsene mit anhaltenden depressiven Symptomen trotz Antidepressiva
- Extrakt / Dosis
- Safranextrakt affron®, 2 × 14 mg täglich (28 mg/Tag), ergänzend zur bestehenden Medikation
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 8 Wochen
- Ergebnis
- In der fremdbeurteilten MADRS-Skala gingen die depressiven Symptome unter Safran um 41 % zurück, unter Placebo um 21 % (p = 0,001). In der Selbstbeurteilung (MADRS-S) zeigte sich kein Unterschied (27 % vs. 26 %). Die Lebensqualität verbesserte sich in beiden Gruppen ohne Gruppenunterschied.
- Einordnung
- Größere, sorgfältig kontrollierte Studie mit einem standardisierten Extrakt in einer Dosis nahe 30 mg. Fremd- und Selbstbeurteilung kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, wie die Autoren selbst betonen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1177/0269881119867703 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31475623 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran bei übergewichtigen Frauen mit leichter bis mittlerer Depression
- Originaltitel
- A placebo controlled randomized clinical trial of Crocus sativus L. (saffron) on depression and food craving among overweight women with mild to moderate depression
- Autoren
- Akhondzadeh S, Mostafavi SA, Keshavarz SA, Mohammadi MR, Hosseini S, Eshraghian MR
- Quelle
- Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics 2020;45(1):134–143
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 73 (52 beendeten die Studie)
- Population
- Frauen mit BMI ≥ 25 und leichter bis mittlerer Depression
- Extrakt / Dosis
- Safrankapseln, 30 mg täglich (2 × 15 mg)
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Die Depressionswerte (BDI-II) sanken unter Safran stärker als unter Placebo (−8,4 vs. −3,9 Punkte; p = 0,007). Auf das Essverlangen hatte Safran keinen signifikanten Einfluss. In der Safrangruppe traten weniger Nebenwirkungen auf.
- Einordnung
- Gleiche Tagesmenge Safranextrakt wie in MENTALIN FORTE; spezielle Population und relativ viele Studienabbrüche.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1111/jcpt.13040 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31602695 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran bei leichter bis mittlerer Depression im Vergleich mit Placebo
- Originaltitel
- Crocus sativus L. in the treatment of mild to moderate depression: a double-blind, randomized and placebo-controlled trial
- Autoren
- Akhondzadeh S, Tahmacebi-Pour N, Noorbala AA, Amini H, Fallah-Pour H, Jamshidi AH, Khani M
- Quelle
- Phytotherapy Research 2005;19(2):148–151
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Zentrum
- Umfang
- 40
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert ≥ 18
- Extrakt / Dosis
- Safran (Narbe), 30 mg täglich (2 × 15 mg)
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Nach 6 Wochen war das Ergebnis auf der Hamilton-Depressionsskala unter Safran signifikant besser als unter Placebo (p < 0,001). Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
- Einordnung
- Frühe placebokontrollierte Studie mit 30 mg pro Tag; kleine Fallzahl und nur ein Studienzentrum.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1002/ptr.1647 (öffnet in neuem Tab)PubMed 15852492 (öffnet in neuem Tab)
Die Studien untersuchen Safran als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.

Pflanzenextrakt 02
ENERGIERhodiola Rosea – traditionell geschätzt und heute vor allem im Zusammenhang mit Stress und mentaler Belastung erforscht
Rhodiola rosea · Rosenwurz · natürlicher Pflanzenextrakt
Zu viele Termine und ständige Anforderungen kosten uns Energie. Wir brauchen Gegenpole.
Die Rosenwurz wächst in kühlen, rauen Regionen der nördlichen Hemisphäre. In der traditionellen Pflanzenheilkunde wurde sie genutzt, um Ausdauer und Widerstandskraft zu stärken. Die Forschung betrachtet Rhodiola heute als sogenanntes Adaptogen, also als Pflanze, die im Zusammenhang mit Stress, Erschöpfung und mentaler Belastung untersucht wird.
Auswahl, Forschung und Mechanismen
Warum wir Rhodiola ausgewählt haben
- Forschungsbezug zu Stress, Erschöpfung und Stimmung
- Standardisierte Extrakte mit definierten Gehalten an Rosavinen und Salidrosiden
- Gute Passung zu Menschen, deren Alltag viel von ihnen verlangt
Was die Forschung untersucht
Klinische Studien zu Rhodiola sind bislang weniger zahlreich als bei Safran. In einer placebokontrollierten Studie mit dem standardisierten Extrakt SHR-5 verbesserten sich bei Menschen mit leichter bis mittelschwerer Depression neben der Gesamtsymptomatik auch Schlafstörungen und emotionale Instabilität. Eine kleinere Pilotstudie fand dagegen keinen signifikanten Unterschied zu Placebo, wohl aber eine deutlich bessere Verträglichkeit als unter dem Antidepressivum Sertralin. Eine weitere placebokontrollierte Studie mit SHR-5 bei stressbedingter Erschöpfung fand Vorteile gegenüber Placebo bei Burnout-Symptomen und einzelnen Aufmerksamkeitswerten, nicht jedoch bei den depressiven Symptomen.
Ein großer Teil der Mechanismusforschung stammt aus Labor- und Tierstudien. Wir kennzeichnen diese Befunde in der Grafik entsprechend.
Was bei Rhodiola untersucht wird
Zu Stressregulation und Energie stammen die meisten Erkenntnisse bisher aus Forschungsmodellen; am Menschen wurden vor allem Stimmung, Schlaf und Verträglichkeit untersucht.
Am Menschen untersucht
Ergebnisse aus kontrollierten Humanstudien
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Depressive Symptome
Unter 340 oder 680 mg SHR-5 täglich verbesserten sich depressive Symptome stärker als unter Placebo; eine kleinere Pilotstudie fand keinen signifikanten Unterschied.
Quelle: Darbinyan et al. 2007; Mao et al. 2015 -
Schlaf und emotionale Stabilität
In derselben Studie verbesserten sich Schlafstörungen und emotionale Instabilität, nicht jedoch das Selbstwertgefühl.
Quelle: Darbinyan et al. 2007 -
Verträglichkeit
Unerwünschte Ereignisse traten unter Rhodiola seltener auf als unter Sertralin.
Quelle: Mao et al. 2015
Forschungsmodell
Labor- und Tierstudien oder Hypothesen, am Menschen nicht belegt
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Stressantwort
Tierstudien untersuchen, wie Rhodiola die körperliche Reaktion auf Stress beeinflusst, etwa über körpereigene Endorphine. Am Menschen ist dieser Mechanismus nicht belegt.
Quelle: zusammengefasst bei Mao et al. 2015 -
Botenstoffe im Gehirn
In Labor- und Tierstudien wurden Effekte auf Noradrenalin, Serotonin und Dopamin sowie eine Hemmung der Enzyme MAO-A und MAO-B beschrieben.
Quelle: zusammengefasst bei Mao et al. 2015
Die Grafik zeigt untersuchte Zusammenhänge. Forschungsmodelle sind Hypothesen aus Labor- und Tierstudien.
Studien zu Rhodiola ansehen 4 Studien
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei leichter bis mittlerer Depression
- Originaltitel
- Clinical trial of Rhodiola rosea L. extract SHR-5 in the treatment of mild to moderate depression
- Autoren
- Darbinyan V, Aslanyan G, Amroyan E, Gabrielyan E, Malmström C, Panossian A
- Quelle
- Nordic Journal of Psychiatry 2007;61(5):343–348 (Erratum: 2007;61(6):503)
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit drei Parallelgruppen
- Umfang
- 89 (31 / 29 / 29)
- Population
- Frauen und Männer (18–70 Jahre) mit leichter bis mittlerer depressiver Episode (DSM-IV, Hamilton-Wert 21–31)
- Extrakt / Dosis
- Standardisierter Extrakt SHR-5 aus dem Wurzelstock von Rhodiola rosea, 340 mg oder 680 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- In beiden Rhodiola-Gruppen verbesserten sich die Gesamtdepression sowie Schlafstörungen, emotionale Instabilität und körperliche Beschwerden (Somatisierung) signifikant, nicht jedoch das Selbstwertgefühl. In der Placebogruppe zeigten sich keine solchen Verbesserungen. Schwere Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.
- Einordnung
- Placebokontrollierte Studie mit zwei Tagesmengen (340 und 680 mg) des Extrakts SHR-5. Das Abstract nennt keine Effektgrößen; zur Publikation erschien ein Erratum.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract und Verlagsseite mit Abstract
DOI 10.1080/08039480701643290 (öffnet in neuem Tab)PubMed 17990195 (öffnet in neuem Tab)
RCT · Placebo und SertralinRhodiola im Vergleich mit Sertralin und Placebo bei Major Depression
- Originaltitel
- Rhodiola rosea versus sertraline for major depressive disorder: A randomized placebo-controlled trial
- Autoren
- Mao JJ, Xie SX, Zee J, Soeller I, Li QS, Rockwell K, Amsterdam JD
- Quelle
- Phytomedicine 2015;22(3):394–399
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-II-Studie (Proof of Concept), ClinicalTrials.gov NCT01098318
- Umfang
- 57
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittlerer Major Depression
- Extrakt / Dosis
- Rhodiola-Extrakt SHR-5, 340 mg je Kapsel (standardisiert auf 3,07 % Rosavin und 1,95 % Rhodiolosid), 1 bis 4 Kapseln täglich je nach Ansprechen
- Vergleich
- Sertralin 50 mg je Kapsel oder Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- In allen Gruppen gingen die Symptome leicht zurück, ohne statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Die HAM-D-Werte sanken unter Sertralin um 8,2, unter Rhodiola um 5,1 und unter Placebo um 4,6 Punkte. Unerwünschte Ereignisse berichteten 63,2 % unter Sertralin, 30,0 % unter Rhodiola und 16,7 % unter Placebo.
- Einordnung
- Kleine Pilotstudie, die nicht darauf ausgelegt war, kleine Unterschiede nachzuweisen. Die Autoren sehen für Rhodiola bei geringerer Wirkung als Sertralin ein möglicherweise günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis. Wir zeigen das Ergebnis vollständig, auch wenn es gegenüber Placebo nicht signifikant war.
- Ausgewertet
- Volltext (Autorenmanuskript) und PubMed-Abstract
DOI 10.1016/j.phymed.2015.01.010 (öffnet in neuem Tab)PubMed 25837277 (öffnet in neuem Tab)PMC4385215 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei stressbedingter Erschöpfung
- Originaltitel
- A randomised, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study of the standardised extract shr-5 of the roots of Rhodiola rosea in the treatment of subjects with stress-related fatigue
- Autoren
- Olsson EM, von Schéele B, Panossian AG
- Quelle
- Planta Medica 2009;75(2):105–112
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit Parallelgruppen
- Umfang
- 60 (30 / 30)
- Population
- Frauen und Männer (20–55 Jahre) mit stressbedingter Erschöpfung (Fatigue-Syndrom nach den Diagnosekriterien der schwedischen Gesundheitsbehörde Socialstyrelsen)
- Extrakt / Dosis
- Standardisierter Extrakt SHR-5 aus den Wurzeln von Rhodiola rosea, 4 Tabletten täglich (576 mg Extrakt/Tag)
- Vergleich
- Placebo (4 Tabletten täglich)
- Dauer
- 28 Tage
- Ergebnis
- In beiden Gruppen verbesserten sich nach der Behandlung die Burnout-Symptome (Pines-Skala), die psychische Gesundheit (SF-36), die depressiven Symptome (MADRS) und mehrere Aufmerksamkeitswerte (Placeboeffekt). Im Gruppenvergleich zeigte SHR-5 signifikante Vorteile gegenüber Placebo auf der Pines-Burnout-Skala und bei einzelnen Aufmerksamkeitswerten (CCPT II: Auslassungsfehler, Hit RT SE, Variabilität). Die Cortisolreaktion auf das Aufwachen veränderte sich in der Rhodiola-Gruppe signifikant anders als in der Placebogruppe. Schwere Nebenwirkungen, die auf den Extrakt zurückzuführen waren, wurden nicht berichtet.
- Einordnung
- Placebokontrollierte Studie bei stressbedingter Erschöpfung, nicht bei diagnostizierter Depression. Bei den depressiven Symptomen (MADRS) nennt das Abstract nur eine Verbesserung in beiden Gruppen, keinen signifikanten Unterschied zu Placebo. Kurze Studiendauer von vier Wochen; das Abstract nennt keine Effektgrößen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1055/s-0028-1088346 (öffnet in neuem Tab)PubMed 19016404 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 in zwei Dosierungen: geistige Leistungsfähigkeit bei Ermüdung und Stress
- Originaltitel
- A randomized trial of two different doses of a SHR-5 Rhodiola rosea extract versus placebo and control of capacity for mental work
- Autoren
- Shevtsov VA, Zholus BI, Shervarly VI, Vol'skij VB, Korovin YP, Khristich MP, Roslyakova NA, Wikman G
- Quelle
- Phytomedicine 2003;10(2–3):95–105
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie mit zusätzlicher unbehandelter Gruppe
- Umfang
- 161
- Population
- Kadetten im Alter von 19 bis 21 Jahren, untersucht vor dem Hintergrund von Ermüdung und Stress
- Extrakt / Dosis
- Einmalgabe des standardisierten Extrakts SHR-5, 2 oder 3 Kapseln (zweite Dosis 50 % höher); die Menge in mg nennt das Abstract nicht
- Vergleich
- Placebo; zusätzlich eine Gruppe ohne Behandlung
- Dauer
- Einmalgabe
- Ergebnis
- Beide Dosierungen zeigten einen deutlichen Effekt gegen Ermüdung, gemessen als Antifatigue-Index (1,0385 bzw. 1,0195 gegenüber 0,9046 unter Placebo; p < 0,001). Zwischen den beiden Dosierungen fand sich kein signifikanter Unterschied.
- Einordnung
- Einmalgabe bei gesunden jungen Erwachsenen unter Ermüdung; nicht mit einer täglichen Einnahme über Wochen vergleichbar. Die Kapselmenge in mg ist im Abstract nicht angegeben.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1078/094471103321659780 (öffnet in neuem Tab)PubMed 12725561 (öffnet in neuem Tab)
Die Studien untersuchen Rhodiola als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.

Pflanzenextrakt 03
BALANCEKurkuma – intensiv erforscht und von breiter biologischer Relevanz
Curcuma longa · Natürlicher Pflanzenextrakt
Stark verarbeitete Lebensmittel belasten unseren Körper. Wir brauchen Gegenpole.
Kurkuma ist ein Ingwergewächs, dessen Wurzelstock seit Jahrtausenden als Gewürz verwendet wird. Sein wichtigster Inhaltsstoff, das Curcumin, gehört zu den am intensivsten erforschten Pflanzenstoffen. Im Mittelpunkt stehen biologische Prozesse wie Entzündung und oxidativer Stress, die auch für das Verständnis mentaler Gesundheit relevant sein können.
Auswahl, Forschung und Mechanismen
Warum wir Kurkuma ausgewählt haben
- Breite Forschungsbasis mit randomisierten Studien und einer Metaanalyse zu Stimmung
- In einer Studie schnitten 500 mg Curcumin-Extrakt pro Tag ebenso ab wie die doppelte Menge
- Hoch konzentrierter Extrakt mit 95 % Curcuminoiden
- Mechanistische Plausibilität durch untersuchte Effekte auf Entzündungs- und Stressmarker
Was die Forschung untersucht
Klinische Studien untersuchen Curcumin meist ergänzend zu einer Antidepressiva-Therapie bei Menschen mit Major Depression. Eine Metaanalyse fand insgesamt einen deutlichen Effekt auf depressive Symptome und Angstsymptome; die Autoren betonen jedoch die kleine Gesamtzahl an Teilnehmenden. In einzelnen Studien zeigten sich Unterschiede erst nach vier bis zwölf Wochen.
Einige Studien verwendeten Präparate mit Piperin oder ätherischen Ölen zur besseren Aufnahme.
Was bei Curcumin untersucht wird
Bei Curcumin gibt es neben klinischen Ergebnissen auch Messwerte aus Humanstudien, etwa zu Entzündungsbotenstoffen. Vieles zu den zugrunde liegenden Signalwegen stammt aus Forschungsmodellen.
Am Menschen untersucht
Ergebnisse aus kontrollierten Humanstudien
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Depressive Symptome
In einer Metaanalyse von zehn Studienvergleichen mit 531 Teilnehmenden verringerte Curcumin depressive Symptome stärker als die Kontrollbedingung.
Quelle: Fusar-Poli et al. 2020 -
Angstsymptome
Auch Angstsymptome nahmen ab; wegen der kleinen Datenbasis ist dieser Effekt mit großer Unsicherheit verbunden.
Quelle: Fusar-Poli et al. 2020; Lopresti & Drummond 2017
Messwerte in Humanstudien
Laborwerte, die in Studien am Menschen gemessen wurden
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Entzündungsbotenstoffe
Ergänzend zu Antidepressiva sanken Interleukin-1β und TNF-α im Blut stärker als unter Placebo.
Quelle: Yu et al. 2015 -
BDNF und Cortisol
In derselben Studie stieg der Wachstumsfaktor BDNF, während das Cortisol im Speichel sank.
Quelle: Yu et al. 2015
Forschungsmodell
Labor- und Tierstudien oder Hypothesen, am Menschen nicht belegt
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Oxidativer Stress
Curcumin gilt als Polyphenol mit antioxidativen Eigenschaften. Forschende sehen darin einen möglichen Ansatzpunkt, der klinisch weiter geprüft wird.
Quelle: Kanchanatawan et al. 2018; Lopresti et al. 2014 -
Entzündungssignalwege
In präklinischen Studien hemmt Curcumin den Signalweg NF-κB, der die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe steuert.
Quelle: zusammengefasst bei Fusar-Poli et al. 2020 -
Botenstoffe und Stressachse
Tierstudien beschreiben Effekte auf Serotonin und Dopamin, eine Hemmung der Monoaminoxidase und eine Beteiligung der Stressachse (HPA-Achse).
Quelle: zusammengefasst bei Fusar-Poli et al. 2020
Die Grafik zeigt untersuchte Zusammenhänge. Forschungsmodelle sind Hypothesen aus Labor- und Tierstudien.
Studien zu Kurkuma ansehen 4 Schlüsselstudien
Metaanalyse · 9 PublikationenCurcumin bei depressiven Symptomen: Metaanalyse
- Originaltitel
- Curcumin for depression: a meta-analysis
- Autoren
- Fusar-Poli L, Vozza L, Gabbiadini A, Vanella A, Concas I, Tinacci S, Petralia A, Signorelli MS, Aguglia E
- Quelle
- Critical Reviews in Food Science and Nutrition 2020;60(15):2643–2653
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse nach PRISMA (Protokoll vorab veröffentlicht)
- Umfang
- 9 Publikationen (10 Studienvergleiche), 531 Teilnehmende für depressive Symptome
- Population
- Erwachsene mit Major Depression (7 Publikationen) oder Depression infolge einer körperlichen Erkrankung (2 Publikationen)
- Extrakt / Dosis
- Curcumin, 150 bis 1.500 mg täglich, meist ergänzend zur Standardbehandlung; einige Präparate mit Piperin oder ätherischen Ölen zur besseren Aufnahme
- Vergleich
- Placebo plus Standardbehandlung (in einer Studie Fluoxetin)
- Ergebnis
- Curcumin zeigte einen signifikanten, großen Effekt auf depressive Symptome (10 Studien, 531 Teilnehmende; Hedges' g = −0,75; 95 %-KI −1,11 bis −0,39) und auf Angstsymptome (5 Studien, 284 Teilnehmende; g = −2,62; 95 %-KI −4,06 bis −1,17). Curcumin wurde allgemein gut vertragen.
- Einordnung
- Die Autoren empfehlen wegen der kleinen Gesamtstichprobe eine vorsichtige Interpretation und fordern weitere Studien, besonders in westlichen Ländern. Der sehr breite Vertrauensbereich beim Angst-Effekt zeigt die Unsicherheit.
- Ausgewertet
- Volltext und PubMed-Abstract
DOI 10.1080/10408398.2019.1653260 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31423805 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertCurcumin in zwei Dosierungen und Curcumin plus Safran bei Major Depression Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
- Originaltitel
- Efficacy of curcumin, and a saffron/curcumin combination for the treatment of major depression: A randomised, double-blind, placebo-controlled study
- Autoren
- Lopresti AL, Drummond PD
- Quelle
- Journal of Affective Disorders 2017;207:188–196
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit vier Gruppen
- Umfang
- 123
- Population
- Erwachsene mit Major Depression
- Extrakt / Dosis
- Curcumin-Extrakt 2 × 250 mg oder 2 × 500 mg täglich, oder 2 × 250 mg Curcumin-Extrakt plus 2 × 15 mg Safran täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Die aktiven Behandlungen zusammengenommen verbesserten depressive Symptome (IDS-SR30; p = 0,031) sowie Zustands- und Eigenschaftsangst (STAI; p < 0,001 bzw. p = 0,001) stärker als Placebo. Zwischen den Curcumin-Dosierungen und der Kombination mit Safran fanden sich keine Unterschiede. Bei atypischer Depression war die Ansprechrate höher (65 % vs. 35 %).
- Einordnung
- Relevant, weil die niedrigere Tagesmenge von 500 mg Curcumin-Extrakt ebenso abschnitt wie die doppelte Menge und eine Kombination mit Safran untersucht wurde. Diese Kombination entspricht dennoch nicht der Rezeptur von MENTALIN FORTE.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.jad.2016.09.047 (öffnet in neuem Tab)PubMed 27723543 (öffnet in neuem Tab)
RCT · ergänzend, placebokontrolliertCurcumin ergänzend zur Standardbehandlung bei Major Depression
- Originaltitel
- Add-on Treatment with Curcumin Has Antidepressive Effects in Thai Patients with Major Depression: Results of a Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Study
- Autoren
- Kanchanatawan B, Tangwongchai S, Sughondhabhirom A, Suppapitiporn S, Hemrunrojn S, Carvalho AF, Maes M
- Quelle
- Neurotoxicity Research 2018;33(3):621–633
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 65
- Population
- Erwachsene mit Major Depression (Thailand)
- Extrakt / Dosis
- Curcumin ergänzend, ansteigend von 500 auf 1.500 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen, Nachuntersuchung in Woche 16
- Ergebnis
- Curcumin verbesserte die MADRS-Werte stärker als Placebo; signifikante Unterschiede zeigten sich in Woche 12 und 16. Der Effekt war bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Es traten keine signifikanten Nebenwirkungen und keine Veränderungen von Blutwerten oder EKG auf.
- Einordnung
- Höhere Tagesmenge als in MENTALIN FORTE; die Unterschiede wurden in dieser Studie erst nach längerer Einnahme sichtbar.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1007/s12640-017-9860-4 (öffnet in neuem Tab)PubMed 29327213 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · placebokontrolliertCurcumin ergänzend zu Antidepressiva: Symptome und Biomarker
- Originaltitel
- Chronic Supplementation of Curcumin Enhances the Efficacy of Antidepressants in Major Depressive Disorder: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Pilot Study
- Autoren
- Yu JJ, Pei LB, Zhang Y, Wen ZY, Yang JL
- Quelle
- Journal of Clinical Psychopharmacology 2015;35(4):406–410
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie
- Umfang
- 108 Männer (31–59 Jahre)
- Population
- Männer mit Major Depression unter laufender Antidepressiva-Therapie
- Extrakt / Dosis
- Curcumin 1.000 mg täglich, ergänzend
- Vergleich
- Placebo (Sojapulver)
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Curcumin senkte die Werte auf der Hamilton-Skala (HAMD-17) und der Montgomery-Åsberg-Skala stärker als Placebo. Zudem sanken die Entzündungsbotenstoffe Interleukin-1β und TNF-α sowie das Cortisol im Speichel, während der Wachstumsfaktor BDNF im Plasma anstieg.
- Einordnung
- Liefert Hinweise auf biologische Begleitveränderungen beim Menschen; ob diese die Verbesserung der Symptome erklären, lässt sich aus der Studie nicht ableiten. Effektgrößen sind im Abstract nicht angegeben.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1097/JCP.0000000000000352 (öffnet in neuem Tab)PubMed 26066335 (öffnet in neuem Tab)
Die Studien untersuchen Curcumin als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.
Ergänzende Mikronährstoffe
Folat, Vitamin D3 und Zink ergänzen die Pflanzenextrakte
Die drei Mikronährstoffe runden die Rezeptur ab. Für Folat und Zink gibt es zugelassene gesundheitsbezogene Angaben zur psychischen beziehungsweise kognitiven Funktion; Vitamin D wird in der Forschung ebenfalls im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit untersucht.
Folat (Vitamin B9)
als Calcium-L-Methylfolat
Je Tagesportion: 400 µg je Tagesportion · 200 % NRV
Folat trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.
Folat ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, darunter Methylierungsreaktionen im Nervensystem. MENTALIN FORTE enthält Folat als Methylfolat. Studien untersuchen Folat vor allem ergänzend zu einer Depressionsbehandlung und häufig in deutlich höheren Dosierungen.
Studien zu Folat ansehen 2 Studien
Cochrane-Review · 3 RCTsFolat bei depressiven Störungen: Cochrane-Review
- Originaltitel
- Folate for depressive disorders
- Autoren
- Taylor MJ, Carney S, Geddes J, Goodwin G
- Quelle
- Cochrane Database of Systematic Reviews 2003;(2):CD003390
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit (Cochrane) randomisierter kontrollierter Studien
- Umfang
- 3 Studien mit 247 Teilnehmenden
- Population
- Menschen mit diagnostizierter depressiver Störung
- Extrakt / Dosis
- Folsäure (500 µg) oder Methyltetrahydrofolat (15 mg bzw. 50 mg), überwiegend ergänzend zur Behandlung
- Vergleich
- Placebo oder Trazodon
- Dauer
- 8 Wochen bis 6 Monate
- Ergebnis
- Ergänzend zur Behandlung senkte Folat die Werte auf der Hamilton-Depressionsskala im Mittel um weitere 2,65 Punkte (95 %-KI 0,38 bis 4,93; 2 Studien, 151 Personen). Als Ersatz für das Antidepressivum Trazodon zeigte Folat keinen signifikanten Vorteil (1 Studie, 96 Personen). Probleme mit Verträglichkeit oder Sicherheit wurden nicht festgestellt.
- Einordnung
- Die Autoren sprechen von begrenzter Evidenz für eine mögliche ergänzende Rolle; unklar bleibt, ob dies auch bei normalem Folatstatus gilt. Die Dosierungen weichen teils stark von MENTALIN FORTE (400 µg) ab.
- Ausgewertet
- Volltext und PubMed-Abstract
DOI 10.1002/14651858.CD003390 (öffnet in neuem Tab)PubMed 12804463 (öffnet in neuem Tab)PMC6991158 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertMethylfolat ergänzend bei akuten psychischen Erkrankungen mit Folatmangel
- Originaltitel
- Enhancement of recovery from psychiatric illness by methylfolate
- Autoren
- Godfrey PS, Toone BK, Carney MW, Flynn TG, Bottiglieri T, Laundy M, Chanarin I, Reynolds EH
- Quelle
- The Lancet 1990;336(8712):392–395
- Studiendesign
- Doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 41 (von 123 untersuchten Patientinnen und Patienten)
- Population
- Akute psychiatrische Erkrankung (Major Depression oder Schizophrenie) mit grenzwertigem oder klarem Folatmangel
- Extrakt / Dosis
- Methylfolat 15 mg täglich, ergänzend zur Standardbehandlung
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Monate
- Ergebnis
- Methylfolat verbesserte bei depressiven wie bei schizophrenen Patientinnen und Patienten die klinische und soziale Genesung signifikant; der Unterschied zu Placebo nahm mit der Zeit zu.
- Einordnung
- Population mit Folatmangel und sehr hohe Dosis. Die Studie ist im Cochrane-Review von Taylor et al. 2003 enthalten und daher keine zusätzliche unabhängige Evidenz.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/0140-6736(90)91942-4 (öffnet in neuem Tab)PubMed 1974941 (öffnet in neuem Tab)
Die Studien untersuchen Folat als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.
Vitamin D3
als Cholecalciferol
Je Tagesportion: 25 µg je Tagesportion (1.000 IE) · 500 % NRV
Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Vitamin D wird in der Forschung auch im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit untersucht. Metaanalysen zeigen günstige Effekte einer Supplementierung auf depressive Symptome, allerdings mit großen Unterschieden zwischen den Studien. Die deutlichsten Effekte fanden sich mit höheren Dosierungen als in MENTALIN FORTE. Eine zugelassene Angabe zur psychischen Funktion gibt es für Vitamin D nicht.
Studien zu Vitamin D ansehen 3 Studien
Umbrella-MetaanalyseVitamin D und Depression: Umbrella-Metaanalyse
- Originaltitel
- Vitamin D protects against depression: Evidence from an umbrella meta-analysis on interventional and observational meta-analyses
- Autoren
- Musazadeh V, Keramati M, Ghalichi F, Kavyani Z, Ghoreishi Z, Alras KA, Albadawi N, Salem A, Albadawi MI, Salem R, Abu-Zaid A, Zarezadeh M, Mekary RA
- Quelle
- Pharmacological Research 2023;187:106605
- Studiendesign
- Umbrella-Metaanalyse von Metaanalysen zu Interventions- und Beobachtungsstudien
- Umfang
- 10 Metaanalysen randomisierter Studien, 4 Metaanalysen von Kohortenstudien
- Population
- Teilnehmende der eingeschlossenen Metaanalysen
- Extrakt / Dosis
- Vitamin-D-Supplementierung (verschiedene Dosierungen)
- Vergleich
- Placebo
- Ergebnis
- In den Metaanalysen randomisierter Studien sanken depressive Symptome unter Vitamin D stärker als unter Placebo (SMD −0,40; 95 %-KI −0,60 bis −0,21). In Kohortenstudien hatten Menschen mit niedrigerem Vitamin-D-Spiegel eine höhere Wahrscheinlichkeit für Depression (Odds Ratio 1,60).
- Einordnung
- Sehr hohe Heterogenität (I² 89 % bzw. 91 %). Die eingeschlossenen Metaanalysen überschneiden sich in ihren Einzelstudien; Beobachtungsdaten belegen keinen ursächlichen Zusammenhang.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.phrs.2022.106605 (öffnet in neuem Tab)PubMed 36509315 (öffnet in neuem Tab)
Metaanalyse · 18 RCTsVitamin D bei primärer Depression: Metaanalyse mit Blick auf den Vitamin-D-Status
- Originaltitel
- The effect of vitamin D supplementation on primary depression: A meta-analysis
- Autoren
- Wang R, Xu F, Xia X, Xiong A, Dai D, Ling Y, Sun R, Qiu L, Ding Y, Xie Z
- Quelle
- Journal of Affective Disorders 2024;344:653–661
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
- Umfang
- 18 Studien
- Population
- Erwachsene mit primärer Depression
- Extrakt / Dosis
- Vitamin-D-Supplementierung (unterschiedliche Dosierungen und Dauer)
- Vergleich
- Kontrollgruppen der Einzelstudien
- Ergebnis
- Vitamin D verringerte depressive Symptome insgesamt leicht (SMD −0,15; 95 %-KI −0,26 bis −0,04). In der Untergruppe mit 25(OH)D-Spiegeln über 50 nmol/l war der Effekt größer (SMD −0,38), bei Spiegeln unter 50 nmol/l zeigte sich kein Effekt.
- Einordnung
- Kleiner Gesamteffekt; unterschiedliche Dosierungen und Studiendauern erhöhen die Heterogenität, wie die Autoren selbst einräumen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.jad.2023.10.021 (öffnet in neuem Tab)PubMed 37852593 (öffnet in neuem Tab)
Dosis-Wirkungs-Metaanalyse · 15 RCTsVitamin D bei diagnostizierter Depression: Dosis-Wirkungs-Metaanalyse
- Originaltitel
- Efficacy of vitamin D supplementation in patients diagnosed with depression: a dose–response meta-analysis of randomized controlled trials
- Autoren
- Liu HH, Liu TH, Liu CY, Wu JY, Lin CH, Lai CC
- Quelle
- Frontiers in Nutrition 2026;13:1772451
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Dosis-Wirkungs-Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
- Umfang
- 15 Studien mit 962 Teilnehmenden
- Population
- Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter Depression
- Extrakt / Dosis
- Vitamin D, meist 1.000 bis 12.000 IE täglich; in zwei Studien eine einmalige hohe Dosis
- Vergleich
- Placebo
- Ergebnis
- Vitamin D verbesserte depressive Symptome stärker als Placebo (SMD −0,98; 95 %-KI −1,28 bis −0,68). Parathormon und TNF-α im Serum sanken; BMI, Gewicht und IL-6 veränderten sich nicht signifikant. Die größte Symptomverbesserung war mit höheren Tagesdosen bis etwa 5.000 IE verbunden.
- Einordnung
- Hohe Heterogenität (I² 79 %). Die wirksamsten Dosierungen liegen deutlich über den 25 µg (1.000 IE) in MENTALIN FORTE.
- Ausgewertet
- Volltext (Open Access)
Die Studien untersuchen Vitamin D als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.
Zink
als Zinkbisglycinat
Je Tagesportion: 6,0 mg je Tagesportion · 60 % NRV
Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei.
Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für Gehirn und Nervenstrukturen benötigt wird. Studien untersuchen Zink vor allem ergänzend zu Antidepressiva; eine kleine Pilotstudie betrachtete zudem die Stimmung junger Frauen mit einer Zinkmenge nahe unserer Dosierung.
Studien zu Zink ansehen 3 Studien
Metaanalyse · 5 StudienZink ergänzend zu Antidepressiva: systematische Übersicht und Metaanalyse
- Originaltitel
- Zinc supplementation combined with antidepressant drugs for treatment of patients with depression: a systematic review and meta-analysis
- Autoren
- da Silva LEM, de Santana MLP, Costa PRF, Pereira EM, Nepomuceno CMM, Queiroz VAO, de Oliveira LPM, Conceição-Machado MEP, de Sena EP
- Quelle
- Nutrition Reviews 2021;79(1):1–12
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien, PROSPERO CRD42018081691
- Umfang
- 5 Studien in der Metaanalyse
- Population
- Gesucht wurden Studien mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen; die Schlussfolgerung bezieht sich auf Menschen mit klinischer Depression unter Antidepressiva
- Extrakt / Dosis
- Zink-Supplementierung
- Vergleich
- Placebo
- Ergebnis
- Zink verringerte depressive Symptome im Mittel stärker als Placebo (SMD −0,36; 95 %-KI −0,67 bis −0,04). Bei einem mittleren Alter ab 40 Jahren war der Effekt größer (SMD −0,61). Getrennt nach Stichprobengröße ausgewertet, war kein signifikanter Effekt nachweisbar.
- Einordnung
- Kleine Evidenzbasis aus fünf Studien; die Autoren beschränken ihre Schlussfolgerung auf Menschen mit klinischer Depression unter Antidepressiva.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1093/nutrit/nuaa039 (öffnet in neuem Tab)PubMed 32885249 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertZink allein bei übergewichtigen Erwachsenen: Stimmung und BDNF
- Originaltitel
- Zinc monotherapy increases serum brain-derived neurotrophic factor (BDNF) levels and decreases depressive symptoms in overweight or obese subjects: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial
- Autoren
- Solati Z, Jazayeri S, Tehrani-Doost M, Mahmoodianfard S, Gohari MR
- Quelle
- Nutritional Neuroscience 2015;18(4):162–168
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 50 (46 beendeten die Studie)
- Population
- Übergewichtige oder adipöse Erwachsene
- Extrakt / Dosis
- Zink 30 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Zink- und BDNF-Spiegel im Serum stiegen in der Zinkgruppe signifikant. Die BDI-II-Werte sanken in beiden Gruppen, in der Zinkgruppe jedoch signifikant stärker. Der Effekt zeigte sich bei Personen mit depressiven Symptomen (BDI ≥ 10), nicht bei Personen ohne solche Symptome.
- Einordnung
- Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang mit BDNF; die Vermutung der Autoren zum Mechanismus ist damit nicht bewiesen. Höhere Zinkmenge als in MENTALIN FORTE.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1179/1476830513Y.0000000105 (öffnet in neuem Tab)PubMed 24621065 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · kontrolliertZink und Stimmung bei jungen Frauen: Pilotstudie
- Originaltitel
- Effect of zinc supplementation on mood states in young women: a pilot study
- Autoren
- Sawada T, Yokoi K
- Quelle
- European Journal of Clinical Nutrition 2010;64(3):331–333
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie
- Umfang
- 30
- Population
- Junge Frauen
- Extrakt / Dosis
- Multivitamin plus 7 mg Zink täglich
- Vergleich
- Multivitamin ohne Zink
- Dauer
- 10 Wochen
- Ergebnis
- In der Zinkgruppe sanken die Werte für Ärger/Feindseligkeit (p = 0,009) und Niedergeschlagenheit (p = 0,011) im Profile of Mood States signifikant, und der Zinkspiegel im Serum stieg; in der Vergleichsgruppe nicht.
- Einordnung
- Sehr kleine Pilotstudie, aber eine der wenigen Untersuchungen ohne klinische Population.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1038/ejcn.2009.158 (öffnet in neuem Tab)PubMed 20087376 (öffnet in neuem Tab)
Die Studien untersuchen Zink als Einzelstoff, überwiegend bei Menschen mit diagnostizierter Depression und mit unterschiedlichen Präparaten.
Studienarchiv
Studien und Quellen auf einen Blick
Hier findest du alle Studien aus unserer Recherche, nach Inhaltsstoff geordnet und mit den aussagekräftigsten Studien zuerst. Zu jeder Studie nennen wir Design, Teilnehmende, Dosierung, das berichtete Ergebnis und eine kurze Einordnung, jeweils mit Link zur Originalquelle.
So ordnest du die Studien ein
Die meisten Studien wurden mit Menschen durchgeführt, bei denen eine Depression diagnostiziert wurde. Wir zeigen sie als wissenschaftlichen Hintergrund. MENTALIN FORTE ist ein Nahrungsergänzungsmittel und nicht zur Behandlung von Erkrankungen bestimmt.
Alle Studien untersuchen einzelne Inhaltsstoffe oder andere Kombinationen, oft in anderen Dosierungen und Extraktformen. Sie sind deshalb kein Wirksamkeitsnachweis für die fertige Rezeptur von MENTALIN FORTE.
Safran
20 PublikationenMetaanalyse · 34 RCTsSafran bei depressiven Symptomen, Angst und Stimmung: GRADE-bewertete Metaanalyse
- Originaltitel
- Effect of saffron on depression, anxiety and mood disorder: a GRADE assessed systematic review and meta-analysis of 34 randomized controlled trials
- Autoren
- Mahmoudi R, Mohammadi-Sartang M, Servatyari K, Rafieipour N
- Quelle
- Nutritional Neuroscience 2026;29(7):816–837
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter, placebokontrollierter Studien (PRISMA, Cochrane-Risikobewertung, GRADE)
- Umfang
- 34 RCTs mit 1.769 Teilnehmenden
- Population
- Erwachsene; Studien mit mindestens vier Wochen Dauer
- Extrakt / Dosis
- Safran-Supplementierung (verschiedene Präparate und Dosierungen) als einziger Unterschied zur Kontrollgruppe
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- mindestens 4 Wochen je Studie
- Ergebnis
- Safran senkte selbst eingeschätzte depressive Symptome (Beck-Depressionsinventar; 14 Studien, 817 Teilnehmende; mittlere Differenz −4,39 Punkte, 95 %-KI −6,64 bis −2,15) und Angstsymptome (Beck-Angstinventar; 6 Studien, 339 Teilnehmende; −5,06 Punkte, 95 %-KI −8,44 bis −1,68) stärker als Placebo. Für die fremdbeurteilten Skalen HDRS und HARS sowie für POMS zeigte sich kein signifikanter Effekt. Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz wurde nach GRADE als moderat bewertet.
- Einordnung
- Aktuellste und umfangreichste Synthese im Archiv. Die Heterogenität zwischen den Studien ist hoch (I² über 90 %), und die Effekte zeigen sich vor allem in Selbstauskünften; die Autoren fordern weitere hochwertige Studien.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1080/1028415X.2025.2602153 (öffnet in neuem Tab)PubMed 41693488 (öffnet in neuem Tab)
Metaanalyse · 23 StudienSafran bei depressiven Symptomen und Angst: systematische Übersicht und Metaanalyse Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
- Originaltitel
- Effect of saffron supplementation on symptoms of depression and anxiety: a systematic review and meta-analysis
- Autoren
- Marx W, Lane M, Rocks T, Ruusunen A, Loughman A, Lopresti A, Marshall S, Berk M, Jacka F, Dean OM
- Quelle
- Nutrition Reviews 2019;77(8):557–571
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien (PRISMA, Risikobewertung nach Jadad), PROSPERO CRD42017070060
- Umfang
- 23 Studien
- Population
- Klinische und allgemeine Populationen
- Extrakt / Dosis
- Safran als alleinige oder ergänzende Gabe
- Vergleich
- Placebo oder Antidepressiva
- Ergebnis
- Gegenüber Placebo zeigte Safran große positive Effektstärken für depressive Symptome (g = 0,99) und Angstsymptome (g = 0,95). Auch ergänzend zu Antidepressiva fand sich ein großer Effekt auf depressive Symptome (g = 1,23).
- Einordnung
- Die Autoren fanden Hinweise auf Publikationsbias und eine geringe regionale Vielfalt der Studien und halten weitere Studien für nötig. Überschneidet sich in den Einzelstudien mit anderen Metaanalysen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1093/nutrit/nuz023 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31135916 (öffnet in neuem Tab)
Metaanalyse · Vergleich mit SSRISafran im Vergleich mit SSRI-Antidepressiva: Metaanalyse
- Originaltitel
- Effect of Saffron Versus Selective Serotonin Reuptake Inhibitors (SSRIs) in Treatment of Depression and Anxiety: A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials
- Autoren
- Shafiee A, Jafarabady K, Seighali N, Mohammadi I, Rajai Firouz Abadi S, Soltani Abhari F, Bakhtiyari M
- Quelle
- Nutrition Reviews 2025;83(3):e751–e761
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von RCTs (Random-Effects-Modell), PROSPERO CRD42023443236
- Umfang
- 8 Studien zu depressiven Symptomen, 4 Studien zu Angst
- Population
- Erwachsene mit Depression oder Angst
- Extrakt / Dosis
- Safran
- Vergleich
- SSRI-Antidepressiva
- Ergebnis
- Zwischen Safran und SSRI fand sich kein signifikanter Unterschied bei der Abnahme depressiver Symptome (SMD 0,10; 95 %-KI −0,09 bis 0,29) und von Angstsymptomen (SMD 0,04; 95 %-KI −0,22 bis 0,29). Unter Safran traten weniger unerwünschte Ereignisse auf (Risikodifferenz −0,06).
- Einordnung
- Vergleiche ohne Placebogruppe erlauben nur eingeschränkte Aussagen; die Autoren empfehlen größere Studien in vielfältigeren Populationen. Wissenschaftlicher Hintergrund und kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1093/nutrit/nuae076 (öffnet in neuem Tab)PubMed 38913392 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertStandardisierter Safranextrakt (affron®) ergänzend zu Antidepressiva Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
- Originaltitel
- Efficacy of a standardised saffron extract (affron®) as an add-on to antidepressant medication for the treatment of persistent depressive symptoms in adults: A randomised, double-blind, placebo-controlled study
- Autoren
- Lopresti AL, Smith SJ, Hood SD, Drummond PD
- Quelle
- Journal of Psychopharmacology 2019;33(11):1415–1427
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 160 eingeschlossen, 139 ausgewertet
- Population
- Erwachsene mit anhaltenden depressiven Symptomen trotz Antidepressiva
- Extrakt / Dosis
- Safranextrakt affron®, 2 × 14 mg täglich (28 mg/Tag), ergänzend zur bestehenden Medikation
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 8 Wochen
- Ergebnis
- In der fremdbeurteilten MADRS-Skala gingen die depressiven Symptome unter Safran um 41 % zurück, unter Placebo um 21 % (p = 0,001). In der Selbstbeurteilung (MADRS-S) zeigte sich kein Unterschied (27 % vs. 26 %). Die Lebensqualität verbesserte sich in beiden Gruppen ohne Gruppenunterschied.
- Einordnung
- Größere, sorgfältig kontrollierte Studie mit einem standardisierten Extrakt in einer Dosis nahe 30 mg. Fremd- und Selbstbeurteilung kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, wie die Autoren selbst betonen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1177/0269881119867703 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31475623 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran, Helmkraut und ihre Kombination bei leichten bis mittleren depressiven Symptomen
- Originaltitel
- The Effects of Combined Scutellaria and Saffron Supplementation on Mood Regulation in Participants with Mild-to-Moderate Depressive Symptoms: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study
- Autoren
- Dormal V, Suchareau M, Copine S, Simar L, Deldicque L
- Quelle
- Nutrients 2025;17(5):809
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit vier Gruppen
- Umfang
- 180
- Population
- Personen mit leichten bis mittleren depressiven Symptomen
- Extrakt / Dosis
- Safranextrakt (SAFFR'ACTIV®), Helmkrautextrakt (Scutellaria baicalensis) oder die Kombination; Dosierung im Abstract nicht angegeben
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Laut Abstract bestätigte die Studie positive Effekte des Safranextrakts auf depressive und ängstliche Symptome sowie auf die Schlafqualität. Die Kombination beider Extrakte verbesserte depressive und ängstliche Symptome und das emotionale Wohlbefinden stärker als Placebo. Es wurden nur wenige Nebenwirkungen berichtet.
- Einordnung
- Neuere Studie mit vergleichsweise großer Teilnehmerzahl. Ausgewertet wurde nur das Abstract; genaue Effektgrößen und Dosierungen sind dort nicht angegeben.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.3390/nu17050809 (öffnet in neuem Tab)PubMed 40077679 (öffnet in neuem Tab)PMC11901551 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran bei übergewichtigen Frauen mit leichter bis mittlerer Depression
- Originaltitel
- A placebo controlled randomized clinical trial of Crocus sativus L. (saffron) on depression and food craving among overweight women with mild to moderate depression
- Autoren
- Akhondzadeh S, Mostafavi SA, Keshavarz SA, Mohammadi MR, Hosseini S, Eshraghian MR
- Quelle
- Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics 2020;45(1):134–143
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 73 (52 beendeten die Studie)
- Population
- Frauen mit BMI ≥ 25 und leichter bis mittlerer Depression
- Extrakt / Dosis
- Safrankapseln, 30 mg täglich (2 × 15 mg)
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Die Depressionswerte (BDI-II) sanken unter Safran stärker als unter Placebo (−8,4 vs. −3,9 Punkte; p = 0,007). Auf das Essverlangen hatte Safran keinen signifikanten Einfluss. In der Safrangruppe traten weniger Nebenwirkungen auf.
- Einordnung
- Gleiche Tagesmenge Safranextrakt wie in MENTALIN FORTE; spezielle Population und relativ viele Studienabbrüche.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1111/jcpt.13040 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31602695 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran bei Angst und Depression über zwölf Wochen
- Originaltitel
- A double-blind, randomized and placebo-controlled trial of Saffron (Crocus sativus L.) in the treatment of anxiety and depression
- Autoren
- Mazidi M, Shemshian M, Mousavi SH, Norouzy A, Kermani T, Moghiman T, Sadeghi A, Mokhber N, Ghayour-Mobarhan M, Ferns GAA
- Quelle
- Journal of Complementary and Integrative Medicine 2016;13(2):195–199
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 60 (54 beendeten die Studie)
- Population
- Erwachsene mit Angst und Depression
- Extrakt / Dosis
- Safran (Narbe), 2 × 50 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Nach 12 Wochen waren die Werte im Beck-Depressionsinventar und im Beck-Angstinventar unter Safran signifikant günstiger als unter Placebo (p < 0,001). Nebenwirkungen waren selten.
- Einordnung
- Höhere Tagesmenge (100 mg) als in MENTALIN FORTE; Effektgrößen sind im Abstract nicht angegeben.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1515/jcim-2015-0043 (öffnet in neuem Tab)PubMed 27101556 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran bei Depression mit Hitzewallungen nach der Menopause
- Originaltitel
- Efficacy of Crocus sativus (saffron) in treatment of major depressive disorder associated with post-menopausal hot flashes: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial
- Autoren
- Kashani L, Esalatmanesh S, Eftekhari F, Salimi S, Foroughifar T, Etesam F, Safiaghdam H, Moazen-Zadeh E, Akhondzadeh S
- Quelle
- Archives of Gynecology and Obstetrics 2018;297(3):717–724
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 60 (56 beendeten die Studie)
- Population
- Frauen nach der Menopause mit Hitzewallungen und begleitender Depression
- Extrakt / Dosis
- Safran (Narbe), 30 mg täglich (2 × 15 mg)
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Sowohl die Beeinträchtigung durch Hitzewallungen (HFRDIS) als auch die depressiven Symptome (HDRS) verbesserten sich unter Safran signifikant stärker als unter Placebo. Unerwünschte Ereignisse traten in beiden Gruppen ähnlich häufig auf.
- Einordnung
- Gleiche Tagesmenge wie in MENTALIN FORTE; spezielle Population und kleine Fallzahl.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1007/s00404-018-4655-2 (öffnet in neuem Tab)PubMed 29332222 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran bei leichter bis mittlerer Depression im Vergleich mit Placebo
- Originaltitel
- Crocus sativus L. in the treatment of mild to moderate depression: a double-blind, randomized and placebo-controlled trial
- Autoren
- Akhondzadeh S, Tahmacebi-Pour N, Noorbala AA, Amini H, Fallah-Pour H, Jamshidi AH, Khani M
- Quelle
- Phytotherapy Research 2005;19(2):148–151
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Zentrum
- Umfang
- 40
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert ≥ 18
- Extrakt / Dosis
- Safran (Narbe), 30 mg täglich (2 × 15 mg)
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Nach 6 Wochen war das Ergebnis auf der Hamilton-Depressionsskala unter Safran signifikant besser als unter Placebo (p < 0,001). Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
- Einordnung
- Frühe placebokontrollierte Studie mit 30 mg pro Tag; kleine Fallzahl und nur ein Studienzentrum.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1002/ptr.1647 (öffnet in neuem Tab)PubMed 15852492 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran-Blütenblätter bei leichter bis mittlerer Depression im Vergleich mit Placebo
- Originaltitel
- Crocus sativus L. (petal) in the treatment of mild-to-moderate depression: a double-blind, randomized and placebo-controlled trial
- Autoren
- Moshiri E, Akhondzadeh Basti A, Noorbala AA, Jamshidi AH, Abbasi SH, Akhondzadeh S
- Quelle
- Phytomedicine 2006;13(9–10):607–611
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 40
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (DSM-IV)
- Extrakt / Dosis
- Extrakt aus Safran-Blütenblättern, 30 mg täglich (2 × 15 mg)
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Nach 6 Wochen schnitt der Blütenblatt-Extrakt auf der Hamilton-Depressionsskala signifikant besser ab als Placebo (p < 0,001). Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
- Einordnung
- Untersucht wurden Blütenblätter, nicht die Narben (Safranfäden). Das Ergebnis ist daher nur eingeschränkt auf Narbenextrakte übertragbar.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.phymed.2006.08.006 (öffnet in neuem Tab)PubMed 16979327 (öffnet in neuem Tab)
RCT · Vergleich mit CitalopramSafran im Vergleich mit Citalopram bei Depression mit ängstlicher Belastung
- Originaltitel
- Crocus sativus L. versus Citalopram in the Treatment of Major Depressive Disorder with Anxious Distress: A Double-Blind, Controlled Clinical Trial
- Autoren
- Ghajar A, Neishabouri SM, Velayati N, Jahangard L, Matinnia N, Haghighi M, Ghaleiha A, Afarideh M, Salimi S, Meysamie A, Akhondzadeh S
- Quelle
- Pharmacopsychiatry 2017;50(4):152–160
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, kontrollierte Studie mit aktivem Vergleich
- Umfang
- 66 (60 beendeten die Studie)
- Population
- Major Depression mit ängstlicher Belastung
- Extrakt / Dosis
- Safran, 30 mg täglich
- Vergleich
- Citalopram 40 mg täglich
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- In beiden Gruppen verbesserten sich depressive Symptome (HAM-D) und Angstsymptome (HAM-A) signifikant (jeweils p < 0,001), ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Nebenwirkungen traten ähnlich häufig auf.
- Einordnung
- Ohne Placebogruppe lässt sich ein Placeboeffekt nicht abgrenzen; zur Studie erschien ein kritischer Fachkommentar.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1055/s-0042-116159 (öffnet in neuem Tab)PubMed 27701683 (öffnet in neuem Tab)
RCT · Vergleich mit SertralinSafran im Vergleich mit Sertralin bei älteren Menschen mit Major Depression
- Originaltitel
- Crocus Sativus L. (saffron) versus sertraline on symptoms of depression among older people with major depressive disorders – a double-blind, randomized intervention study
- Autoren
- Ahmadpanah M, Ramezanshams F, Ghaleiha A, Akhondzadeh S, Sadeghi Bahmani D, Brand S
- Quelle
- Psychiatry Research 2019;282:112613
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde Studie mit aktivem Vergleich
- Umfang
- 50
- Population
- Ältere ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (im Mittel 65 Jahre, 70 % Männer)
- Extrakt / Dosis
- Safran, 60 mg täglich
- Vergleich
- Sertralin 100 mg täglich
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Die depressiven Symptome (HDRS) nahmen im Verlauf ab, ohne Vor- oder Nachteile für eine der beiden Gruppen.
- Einordnung
- Doppelte Safranmenge im Vergleich zu MENTALIN FORTE und keine Placebogruppe; zur Studie wurde ein Fachkommentar veröffentlicht.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.psychres.2019.112613 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31669837 (öffnet in neuem Tab)
RCT · Vergleich mit FluoxetinSafran im Vergleich mit Fluoxetin bei Depression nach einem Herzkatheter-Eingriff
- Originaltitel
- A randomized, double-blind, clinical trial comparing the efficacy and safety of Crocus sativus L. with fluoxetine for improving mild to moderate depression in post percutaneous coronary intervention patients
- Autoren
- Shahmansouri N, Farokhnia M, Abbasi SH, Kassaian SE, Noorbala Tafti AA, Gougol A, Yekehtaz H, Forghani S, Mahmoodian M, Saroukhani S, Arjmandi-Beglar A, Akhondzadeh S
- Quelle
- Journal of Affective Disorders 2014;155:216–222
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde Parallelgruppenstudie mit aktivem Vergleich
- Umfang
- 40
- Population
- Leichte bis mittlere Depression nach perkutaner Koronarintervention (PCI) in den vorangegangenen sechs Monaten
- Extrakt / Dosis
- Safrankapseln, 30 mg täglich
- Vergleich
- Fluoxetin 40 mg täglich
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Am Studienende unterschieden sich die Gruppen nicht signifikant in der Abnahme der HDRS-Werte (p = 0,62), bei Remissions- und Ansprechraten oder in der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse.
- Einordnung
- Die Autoren nennen die kleine Fallzahl und die kurze Beobachtungsdauer als wesentliche Einschränkungen; keine Placebogruppe.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.jad.2013.11.003 (öffnet in neuem Tab)PubMed 24289892 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · Vergleich mit FluoxetinHydroalkoholischer Safranextrakt im Vergleich mit Fluoxetin
- Originaltitel
- Hydro-alcoholic extract of Crocus sativus L. versus fluoxetine in the treatment of mild to moderate depression: a double-blind, randomized pilot trial
- Autoren
- Noorbala AA, Akhondzadeh S, Tahmacebi-Pour N, Jamshidi AH
- Quelle
- Journal of Ethnopharmacology 2005;97(2):281–284
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde Pilotstudie mit aktivem Vergleich an einem Zentrum
- Umfang
- 40
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittlerer Major Depression (DSM-IV)
- Extrakt / Dosis
- Hydroalkoholischer Extrakt aus Safran-Narben, 30 mg täglich
- Vergleich
- Fluoxetin 20 mg täglich
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Safran war in dieser Dosis ähnlich wirksam wie Fluoxetin (kein signifikanter Unterschied, p = 0,71); auch bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
- Einordnung
- Kleine Pilotstudie ohne Placebogruppe; die Autoren halten eine größere Studie für gerechtfertigt.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.jep.2004.11.004 (öffnet in neuem Tab)PubMed 15707766 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · Vergleich mit ImipraminSafran im Vergleich mit Imipramin: erste klinische Pilotstudie
- Originaltitel
- Comparison of Crocus sativus L. and imipramine in the treatment of mild to moderate depression: a pilot double-blind randomized trial [ISRCTN45683816]
- Autoren
- Akhondzadeh S, Fallah-Pour H, Afkham K, Jamshidi AH, Khalighi-Cigaroudi F
- Quelle
- BMC Complementary and Alternative Medicine 2004;4:12
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde Pilotstudie mit aktivem Vergleich an einem Zentrum (ISRCTN45683816)
- Umfang
- 30
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittlerer Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert ≥ 18
- Extrakt / Dosis
- Safran (Narbe), 30 mg täglich, auf drei Gaben verteilt
- Vergleich
- Imipramin 100 mg täglich
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Safran war in dieser Dosis ähnlich wirksam wie Imipramin (p = 0,09). Unter Imipramin traten anticholinerge Effekte wie Mundtrockenheit sowie Müdigkeit häufiger auf.
- Einordnung
- Nach Angaben der Autoren die erste klinische Studie zu dieser Fragestellung; kleine Pilotstudie ohne Placebogruppe.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1186/1472-6882-4-12 (öffnet in neuem Tab)PubMed 15341662 (öffnet in neuem Tab)PMC517724 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · Vergleich mit FluoxetinSafran-Blütenblätter im Vergleich mit Fluoxetin
- Originaltitel
- Comparison of petal of Crocus sativus L. and fluoxetine in the treatment of depressed outpatients: a pilot double-blind randomized trial
- Autoren
- Akhondzadeh Basti A, Moshiri E, Noorbala AA, Jamshidi AH, Abbasi SH, Akhondzadeh S
- Quelle
- Progress in Neuro-Psychopharmacology and Biological Psychiatry 2007;31(2):439–442
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde Pilotstudie mit aktivem Vergleich
- Umfang
- 40
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert ≥ 18
- Extrakt / Dosis
- Extrakt aus Safran-Blütenblättern, 2 × 15 mg täglich
- Vergleich
- Fluoxetin 2 × 10 mg täglich
- Dauer
- 8 Wochen
- Ergebnis
- Der Blütenblatt-Extrakt war ähnlich wirksam wie Fluoxetin (p = 0,84); die Remissionsrate lag in beiden Gruppen bei 25 %. Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
- Einordnung
- Blütenblätter statt Narben; kleine Pilotstudie ohne Placebogruppe.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.pnpbp.2006.11.010 (öffnet in neuem Tab)PubMed 17174460 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · Blütenblatt vs. NarbeSafran-Blütenblätter im Vergleich mit Safran-Narben
- Originaltitel
- Petal and Stigma of Crocus sativus L. in the Treatment of Depression: A Pilot Double-blind Randomized Trial
- Autoren
- Akhondzadeh Basti A, Ghoreishi SA, Noorbala AA, Akhondzadeh S, Rezazadeh S
- Quelle
- Journal of Medicinal Plants 2008;7(Suppl. 4):29–36
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde Pilotstudie
- Umfang
- 44
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten (18–55 Jahre) mit Major Depression (DSM-IV), Hamilton-Wert 18–25
- Extrakt / Dosis
- Ethanolischer Extrakt aus Safran-Blütenblättern, 2 × 15 mg täglich; Extrakte auf Safranal standardisiert (0,30–0,35 mg je Kapsel)
- Vergleich
- Extrakt aus Safran-Narben, 2 × 15 mg täglich
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Blütenblatt- und Narbenextrakt waren ähnlich wirksam (p = 0,81); die Remissionsrate lag in beiden Gruppen bei 18 %. Bei den Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede.
- Einordnung
- Kleine Pilotstudie ohne Placebogruppe in einer regionalen Fachzeitschrift; kein DOI oder PubMed-Eintrag im Dokument angegeben.
- Ausgewertet
- Volltext
RCT · ergänzend zu FluoxetinSafran ergänzend zu Fluoxetin: Depression und Blutfette
- Originaltitel
- Study the effects of saffron on depression and lipid profiles: A double blind comparative study
- Autoren
- Sahraian A, Jelodar S, Javid Z, Mowla A, Ahmadzadeh L
- Quelle
- Asian Journal of Psychiatry 2016;22:174–176
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie (ergänzend zu Fluoxetin), IRCT 2013110915334
- Umfang
- 40 (30 beendeten die Studie)
- Population
- Erwachsene mit Major Depression (DSM-IV)
- Extrakt / Dosis
- Safran ergänzend zu Fluoxetin; Safrandosis im Abstract nicht angegeben
- Vergleich
- Placebo plus Fluoxetin
- Dauer
- 4 Wochen
- Ergebnis
- Beide Gruppen verbesserten sich deutlich, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen (p = 0,56). Auch die Blutfettwerte veränderten sich nicht signifikant. Die Autoren konnten in dieser Studie keine zusätzliche antidepressive Wirkung von Safran nachweisen.
- Einordnung
- Neutrales Ergebnis einer kleinen, kurzen Vorstudie mit vielen Abbrüchen in der Placebogruppe. Zu einer fairen Darstellung gehören auch solche Ergebnisse.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.ajp.2015.10.012 (öffnet in neuem Tab)PubMed 26611571 (öffnet in neuem Tab)
RCT · ergänzend zu FluoxetinSafran ergänzend zu Fluoxetin: Depression und Homocystein
- Originaltitel
- Saffron improved depression and reduced homocysteine level in patients with major depression: A Randomized, double-blind study
- Autoren
- Jelodar G, Javid Z, Sahraian A, Jelodar S
- Quelle
- Avicenna Journal of Phytomedicine 2018;8(1):43–50
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde Studie (ergänzend zu Fluoxetin)
- Umfang
- 40
- Population
- Frauen und Männer (20–55 Jahre) mit schwerer Depression
- Extrakt / Dosis
- Safran 30 mg täglich plus Fluoxetin 20 mg täglich
- Vergleich
- Placebo plus Fluoxetin 20 mg täglich
- Dauer
- 4 Wochen
- Ergebnis
- Der Homocysteinspiegel sank in der Safrangruppe gegenüber dem Ausgangswert signifikant (p < 0,04), in der Kontrollgruppe nicht. Die Beck-Depressionswerte sanken in beiden Gruppen, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen.
- Einordnung
- Gleiche Arbeitsgruppe, gleiches Design und gleiche Gruppengröße wie Sahraian et al. 2016; ob es sich um dieselbe Studienpopulation handelt, geht aus dem Abstract nicht hervor. Deshalb nicht als unabhängige Bestätigung zu werten.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
PubMed 29387573 (öffnet in neuem Tab)PMC5787996 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertSafran bei sexuellen Funktionsstörungen unter Fluoxetin
- Originaltitel
- Saffron for treatment of fluoxetine-induced sexual dysfunction in women: randomized double-blind placebo-controlled study
- Autoren
- Kashani L, Raisi F, Saroukhani S, Sohrabi H, Modabbernia A, Nasehi AA, Jamshidi A, Ashrafi M, Mansouri P, Ghaeli P, Akhondzadeh S
- Quelle
- Human Psychopharmacology 2013;28(1):54–60
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 38 (34 ausgewertet)
- Population
- Frauen mit Major Depression, stabil auf Fluoxetin 40 mg, mit sexuellen Funktionsstörungen
- Extrakt / Dosis
- Safran, 30 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 4 Wochen
- Ergebnis
- Nach vier Wochen verbesserten sich der Gesamtwert des Female Sexual Function Index sowie die Bereiche Erregung, Lubrikation und Schmerz unter Safran signifikant stärker als unter Placebo, nicht jedoch Verlangen, Zufriedenheit und Orgasmus. Nebenwirkungen traten ähnlich häufig auf.
- Einordnung
- Untersucht nicht die Stimmung, sondern eine Begleiterscheinung der Antidepressiva-Therapie. Relevant vor allem als Hinweis zur Verträglichkeit von 30 mg Safran täglich zusammen mit Fluoxetin.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1002/hup.2282 (öffnet in neuem Tab)PubMed 23280545 (öffnet in neuem Tab)
Untersucht auch Safran: Curcumin in zwei Dosierungen und Curcumin plus Safran bei Major Depression (Lopresti & Drummond 2017)
Rhodiola rosea
6 PublikationenRCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei leichter bis mittlerer Depression
- Originaltitel
- Clinical trial of Rhodiola rosea L. extract SHR-5 in the treatment of mild to moderate depression
- Autoren
- Darbinyan V, Aslanyan G, Amroyan E, Gabrielyan E, Malmström C, Panossian A
- Quelle
- Nordic Journal of Psychiatry 2007;61(5):343–348 (Erratum: 2007;61(6):503)
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit drei Parallelgruppen
- Umfang
- 89 (31 / 29 / 29)
- Population
- Frauen und Männer (18–70 Jahre) mit leichter bis mittlerer depressiver Episode (DSM-IV, Hamilton-Wert 21–31)
- Extrakt / Dosis
- Standardisierter Extrakt SHR-5 aus dem Wurzelstock von Rhodiola rosea, 340 mg oder 680 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- In beiden Rhodiola-Gruppen verbesserten sich die Gesamtdepression sowie Schlafstörungen, emotionale Instabilität und körperliche Beschwerden (Somatisierung) signifikant, nicht jedoch das Selbstwertgefühl. In der Placebogruppe zeigten sich keine solchen Verbesserungen. Schwere Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.
- Einordnung
- Placebokontrollierte Studie mit zwei Tagesmengen (340 und 680 mg) des Extrakts SHR-5. Das Abstract nennt keine Effektgrößen; zur Publikation erschien ein Erratum.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract und Verlagsseite mit Abstract
DOI 10.1080/08039480701643290 (öffnet in neuem Tab)PubMed 17990195 (öffnet in neuem Tab)
RCT · Placebo und SertralinRhodiola im Vergleich mit Sertralin und Placebo bei Major Depression
- Originaltitel
- Rhodiola rosea versus sertraline for major depressive disorder: A randomized placebo-controlled trial
- Autoren
- Mao JJ, Xie SX, Zee J, Soeller I, Li QS, Rockwell K, Amsterdam JD
- Quelle
- Phytomedicine 2015;22(3):394–399
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-II-Studie (Proof of Concept), ClinicalTrials.gov NCT01098318
- Umfang
- 57
- Population
- Erwachsene ambulante Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittlerer Major Depression
- Extrakt / Dosis
- Rhodiola-Extrakt SHR-5, 340 mg je Kapsel (standardisiert auf 3,07 % Rosavin und 1,95 % Rhodiolosid), 1 bis 4 Kapseln täglich je nach Ansprechen
- Vergleich
- Sertralin 50 mg je Kapsel oder Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- In allen Gruppen gingen die Symptome leicht zurück, ohne statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Die HAM-D-Werte sanken unter Sertralin um 8,2, unter Rhodiola um 5,1 und unter Placebo um 4,6 Punkte. Unerwünschte Ereignisse berichteten 63,2 % unter Sertralin, 30,0 % unter Rhodiola und 16,7 % unter Placebo.
- Einordnung
- Kleine Pilotstudie, die nicht darauf ausgelegt war, kleine Unterschiede nachzuweisen. Die Autoren sehen für Rhodiola bei geringerer Wirkung als Sertralin ein möglicherweise günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis. Wir zeigen das Ergebnis vollständig, auch wenn es gegenüber Placebo nicht signifikant war.
- Ausgewertet
- Volltext (Autorenmanuskript) und PubMed-Abstract
DOI 10.1016/j.phymed.2015.01.010 (öffnet in neuem Tab)PubMed 25837277 (öffnet in neuem Tab)PMC4385215 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei stressbedingter Erschöpfung
- Originaltitel
- A randomised, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study of the standardised extract shr-5 of the roots of Rhodiola rosea in the treatment of subjects with stress-related fatigue
- Autoren
- Olsson EM, von Schéele B, Panossian AG
- Quelle
- Planta Medica 2009;75(2):105–112
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit Parallelgruppen
- Umfang
- 60 (30 / 30)
- Population
- Frauen und Männer (20–55 Jahre) mit stressbedingter Erschöpfung (Fatigue-Syndrom nach den Diagnosekriterien der schwedischen Gesundheitsbehörde Socialstyrelsen)
- Extrakt / Dosis
- Standardisierter Extrakt SHR-5 aus den Wurzeln von Rhodiola rosea, 4 Tabletten täglich (576 mg Extrakt/Tag)
- Vergleich
- Placebo (4 Tabletten täglich)
- Dauer
- 28 Tage
- Ergebnis
- In beiden Gruppen verbesserten sich nach der Behandlung die Burnout-Symptome (Pines-Skala), die psychische Gesundheit (SF-36), die depressiven Symptome (MADRS) und mehrere Aufmerksamkeitswerte (Placeboeffekt). Im Gruppenvergleich zeigte SHR-5 signifikante Vorteile gegenüber Placebo auf der Pines-Burnout-Skala und bei einzelnen Aufmerksamkeitswerten (CCPT II: Auslassungsfehler, Hit RT SE, Variabilität). Die Cortisolreaktion auf das Aufwachen veränderte sich in der Rhodiola-Gruppe signifikant anders als in der Placebogruppe. Schwere Nebenwirkungen, die auf den Extrakt zurückzuführen waren, wurden nicht berichtet.
- Einordnung
- Placebokontrollierte Studie bei stressbedingter Erschöpfung, nicht bei diagnostizierter Depression. Bei den depressiven Symptomen (MADRS) nennt das Abstract nur eine Verbesserung in beiden Gruppen, keinen signifikanten Unterschied zu Placebo. Kurze Studiendauer von vier Wochen; das Abstract nennt keine Effektgrößen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1055/s-0028-1088346 (öffnet in neuem Tab)PubMed 19016404 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 in zwei Dosierungen: geistige Leistungsfähigkeit bei Ermüdung und Stress
- Originaltitel
- A randomized trial of two different doses of a SHR-5 Rhodiola rosea extract versus placebo and control of capacity for mental work
- Autoren
- Shevtsov VA, Zholus BI, Shervarly VI, Vol'skij VB, Korovin YP, Khristich MP, Roslyakova NA, Wikman G
- Quelle
- Phytomedicine 2003;10(2–3):95–105
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie mit zusätzlicher unbehandelter Gruppe
- Umfang
- 161
- Population
- Kadetten im Alter von 19 bis 21 Jahren, untersucht vor dem Hintergrund von Ermüdung und Stress
- Extrakt / Dosis
- Einmalgabe des standardisierten Extrakts SHR-5, 2 oder 3 Kapseln (zweite Dosis 50 % höher); die Menge in mg nennt das Abstract nicht
- Vergleich
- Placebo; zusätzlich eine Gruppe ohne Behandlung
- Dauer
- Einmalgabe
- Ergebnis
- Beide Dosierungen zeigten einen deutlichen Effekt gegen Ermüdung, gemessen als Antifatigue-Index (1,0385 bzw. 1,0195 gegenüber 0,9046 unter Placebo; p < 0,001). Zwischen den beiden Dosierungen fand sich kein signifikanter Unterschied.
- Einordnung
- Einmalgabe bei gesunden jungen Erwachsenen unter Ermüdung; nicht mit einer täglichen Einnahme über Wochen vergleichbar. Die Kapselmenge in mg ist im Abstract nicht angegeben.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1078/094471103321659780 (öffnet in neuem Tab)PubMed 12725561 (öffnet in neuem Tab)
RCT · CrossoverRhodiola-Extrakt SHR-5 bei Ermüdung von Ärztinnen und Ärzten im Nachtdienst
- Originaltitel
- Rhodiola rosea in stress induced fatigue – a double blind cross-over study of a standardized extract SHR-5 with a repeated low-dose regimen on the mental performance of healthy physicians during night duty
- Autoren
- Darbinyan V, Kteyan A, Panossian A, Gabrielian E, Wikman G, Wagner H
- Quelle
- Phytomedicine 2000;7(5):365–371
- Studiendesign
- Doppelblinde Crossover-Studie mit Placebo
- Umfang
- 56
- Population
- Junge, gesunde Ärztinnen und Ärzte im Nachtdienst
- Extrakt / Dosis
- Standardisierter Extrakt SHR-5, eine Tablette täglich in niedriger Dosis; die Menge in mg nennt das Abstract nicht
- Vergleich
- Placebo (Crossover nach Auswaschphase)
- Dauer
- Je zwei Wochen, dazwischen zwei Wochen Auswaschphase
- Ergebnis
- Gemessen wurde die geistige Leistungsfähigkeit vor und nach dem Nachtdienst (Fatigue-Index aus fünf Tests). In den ersten zwei Wochen verbesserten sich die Testergebnisse in der Rhodiola-Gruppe statistisch signifikant. Nebenwirkungen wurden in keiner Gruppe berichtet.
- Einordnung
- Kleine Studie bei gesunden Menschen unter Belastung durch Nachtdienst, keine Untersuchung zu Stimmung oder Depression. Ein Effekt zeigte sich laut Abstract nur in der ersten Behandlungsphase.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/S0944-7113(00)80055-0 (öffnet in neuem Tab)PubMed 11081987 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · placebokontrolliertRhodiola-Extrakt SHR-5 bei Studierenden in der Prüfungszeit
- Originaltitel
- A double-blind, placebo-controlled pilot study of the stimulating and adaptogenic effect of Rhodiola rosea SHR-5 extract on the fatigue of students caused by stress during an examination period with a repeated low-dose regimen
- Autoren
- Spasov AA, Wikman GK, Mandrikov VB, Mironova IA, Neumoin VV
- Quelle
- Phytomedicine 2000;7(2):85–89
- Studiendesign
- Doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie
- Population
- Ausländische Studierende während einer belastenden Prüfungsphase
- Extrakt / Dosis
- Standardisierter Extrakt SHR-5 in niedriger, wiederholter Dosierung; die Menge in mg nennt das Abstract nicht
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 20 Tage
- Ergebnis
- Die deutlichsten Verbesserungen in der SHR-5-Gruppe zeigten sich bei körperlicher Fitness, geistiger Ermüdung und neuromotorischen Tests (p < 0,01); auch das selbst eingeschätzte Wohlbefinden war besser (p < 0,05). Bei Korrekturtests und einem Tapping-Test fand sich kein Unterschied.
- Einordnung
- Pilotstudie; die Teilnehmerzahl nennt das Abstract nicht. Die Autoren halten die eingesetzte Dosis selbst für wahrscheinlich zu niedrig.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/S0944-7113(00)80078-1 (öffnet in neuem Tab)PubMed 10839209 (öffnet in neuem Tab)
Kurkuma / Curcumin
5 PublikationenMetaanalyse · 9 PublikationenCurcumin bei depressiven Symptomen: Metaanalyse
- Originaltitel
- Curcumin for depression: a meta-analysis
- Autoren
- Fusar-Poli L, Vozza L, Gabbiadini A, Vanella A, Concas I, Tinacci S, Petralia A, Signorelli MS, Aguglia E
- Quelle
- Critical Reviews in Food Science and Nutrition 2020;60(15):2643–2653
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse nach PRISMA (Protokoll vorab veröffentlicht)
- Umfang
- 9 Publikationen (10 Studienvergleiche), 531 Teilnehmende für depressive Symptome
- Population
- Erwachsene mit Major Depression (7 Publikationen) oder Depression infolge einer körperlichen Erkrankung (2 Publikationen)
- Extrakt / Dosis
- Curcumin, 150 bis 1.500 mg täglich, meist ergänzend zur Standardbehandlung; einige Präparate mit Piperin oder ätherischen Ölen zur besseren Aufnahme
- Vergleich
- Placebo plus Standardbehandlung (in einer Studie Fluoxetin)
- Ergebnis
- Curcumin zeigte einen signifikanten, großen Effekt auf depressive Symptome (10 Studien, 531 Teilnehmende; Hedges' g = −0,75; 95 %-KI −1,11 bis −0,39) und auf Angstsymptome (5 Studien, 284 Teilnehmende; g = −2,62; 95 %-KI −4,06 bis −1,17). Curcumin wurde allgemein gut vertragen.
- Einordnung
- Die Autoren empfehlen wegen der kleinen Gesamtstichprobe eine vorsichtige Interpretation und fordern weitere Studien, besonders in westlichen Ländern. Der sehr breite Vertrauensbereich beim Angst-Effekt zeigt die Unsicherheit.
- Ausgewertet
- Volltext und PubMed-Abstract
DOI 10.1080/10408398.2019.1653260 (öffnet in neuem Tab)PubMed 31423805 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertCurcumin in zwei Dosierungen und Curcumin plus Safran bei Major Depression Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
- Originaltitel
- Efficacy of curcumin, and a saffron/curcumin combination for the treatment of major depression: A randomised, double-blind, placebo-controlled study
- Autoren
- Lopresti AL, Drummond PD
- Quelle
- Journal of Affective Disorders 2017;207:188–196
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit vier Gruppen
- Umfang
- 123
- Population
- Erwachsene mit Major Depression
- Extrakt / Dosis
- Curcumin-Extrakt 2 × 250 mg oder 2 × 500 mg täglich, oder 2 × 250 mg Curcumin-Extrakt plus 2 × 15 mg Safran täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Die aktiven Behandlungen zusammengenommen verbesserten depressive Symptome (IDS-SR30; p = 0,031) sowie Zustands- und Eigenschaftsangst (STAI; p < 0,001 bzw. p = 0,001) stärker als Placebo. Zwischen den Curcumin-Dosierungen und der Kombination mit Safran fanden sich keine Unterschiede. Bei atypischer Depression war die Ansprechrate höher (65 % vs. 35 %).
- Einordnung
- Relevant, weil die niedrigere Tagesmenge von 500 mg Curcumin-Extrakt ebenso abschnitt wie die doppelte Menge und eine Kombination mit Safran untersucht wurde. Diese Kombination entspricht dennoch nicht der Rezeptur von MENTALIN FORTE.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.jad.2016.09.047 (öffnet in neuem Tab)PubMed 27723543 (öffnet in neuem Tab)
RCT · ergänzend, placebokontrolliertCurcumin ergänzend zur Standardbehandlung bei Major Depression
- Originaltitel
- Add-on Treatment with Curcumin Has Antidepressive Effects in Thai Patients with Major Depression: Results of a Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Study
- Autoren
- Kanchanatawan B, Tangwongchai S, Sughondhabhirom A, Suppapitiporn S, Hemrunrojn S, Carvalho AF, Maes M
- Quelle
- Neurotoxicity Research 2018;33(3):621–633
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 65
- Population
- Erwachsene mit Major Depression (Thailand)
- Extrakt / Dosis
- Curcumin ergänzend, ansteigend von 500 auf 1.500 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen, Nachuntersuchung in Woche 16
- Ergebnis
- Curcumin verbesserte die MADRS-Werte stärker als Placebo; signifikante Unterschiede zeigten sich in Woche 12 und 16. Der Effekt war bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Es traten keine signifikanten Nebenwirkungen und keine Veränderungen von Blutwerten oder EKG auf.
- Einordnung
- Höhere Tagesmenge als in MENTALIN FORTE; die Unterschiede wurden in dieser Studie erst nach längerer Einnahme sichtbar.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1007/s12640-017-9860-4 (öffnet in neuem Tab)PubMed 29327213 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · placebokontrolliertCurcumin ergänzend zu Antidepressiva: Symptome und Biomarker
- Originaltitel
- Chronic Supplementation of Curcumin Enhances the Efficacy of Antidepressants in Major Depressive Disorder: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Pilot Study
- Autoren
- Yu JJ, Pei LB, Zhang Y, Wen ZY, Yang JL
- Quelle
- Journal of Clinical Psychopharmacology 2015;35(4):406–410
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie
- Umfang
- 108 Männer (31–59 Jahre)
- Population
- Männer mit Major Depression unter laufender Antidepressiva-Therapie
- Extrakt / Dosis
- Curcumin 1.000 mg täglich, ergänzend
- Vergleich
- Placebo (Sojapulver)
- Dauer
- 6 Wochen
- Ergebnis
- Curcumin senkte die Werte auf der Hamilton-Skala (HAMD-17) und der Montgomery-Åsberg-Skala stärker als Placebo. Zudem sanken die Entzündungsbotenstoffe Interleukin-1β und TNF-α sowie das Cortisol im Speichel, während der Wachstumsfaktor BDNF im Plasma anstieg.
- Einordnung
- Liefert Hinweise auf biologische Begleitveränderungen beim Menschen; ob diese die Verbesserung der Symptome erklären, lässt sich aus der Studie nicht ableiten. Effektgrößen sind im Abstract nicht angegeben.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1097/JCP.0000000000000352 (öffnet in neuem Tab)PubMed 26066335 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertCurcumin bei Major Depression über acht Wochen Studienautor Dr. Adrian Lopresti · Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats
- Originaltitel
- Curcumin for the treatment of major depression: a randomised, double-blind, placebo controlled study
- Autoren
- Lopresti AL, Maes M, Maker GL, Hood SD, Drummond PD
- Quelle
- Journal of Affective Disorders 2014;167:368–375
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 56
- Population
- Erwachsene mit Major Depression
- Extrakt / Dosis
- Curcumin 2 × 500 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 8 Wochen
- Ergebnis
- Bis Woche 4 verbesserten sich beide Gruppen. Von Woche 4 bis 8 war Curcumin bei mehreren stimmungsbezogenen Symptomen wirksamer als Placebo (IDS-SR30 gesamt p = 0,045; Stimmungsfaktor p = 0,014). Bei atypischer Depression war der Effekt größer.
- Einordnung
- Die Autoren sprechen von einer teilweisen Bestätigung und empfehlen größere, längere Studien mit verschiedenen Dosierungen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.jad.2014.06.001 (öffnet in neuem Tab)PubMed 25046624 (öffnet in neuem Tab)
Folat (Vitamin B9)
2 PublikationenCochrane-Review · 3 RCTsFolat bei depressiven Störungen: Cochrane-Review
- Originaltitel
- Folate for depressive disorders
- Autoren
- Taylor MJ, Carney S, Geddes J, Goodwin G
- Quelle
- Cochrane Database of Systematic Reviews 2003;(2):CD003390
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit (Cochrane) randomisierter kontrollierter Studien
- Umfang
- 3 Studien mit 247 Teilnehmenden
- Population
- Menschen mit diagnostizierter depressiver Störung
- Extrakt / Dosis
- Folsäure (500 µg) oder Methyltetrahydrofolat (15 mg bzw. 50 mg), überwiegend ergänzend zur Behandlung
- Vergleich
- Placebo oder Trazodon
- Dauer
- 8 Wochen bis 6 Monate
- Ergebnis
- Ergänzend zur Behandlung senkte Folat die Werte auf der Hamilton-Depressionsskala im Mittel um weitere 2,65 Punkte (95 %-KI 0,38 bis 4,93; 2 Studien, 151 Personen). Als Ersatz für das Antidepressivum Trazodon zeigte Folat keinen signifikanten Vorteil (1 Studie, 96 Personen). Probleme mit Verträglichkeit oder Sicherheit wurden nicht festgestellt.
- Einordnung
- Die Autoren sprechen von begrenzter Evidenz für eine mögliche ergänzende Rolle; unklar bleibt, ob dies auch bei normalem Folatstatus gilt. Die Dosierungen weichen teils stark von MENTALIN FORTE (400 µg) ab.
- Ausgewertet
- Volltext und PubMed-Abstract
DOI 10.1002/14651858.CD003390 (öffnet in neuem Tab)PubMed 12804463 (öffnet in neuem Tab)PMC6991158 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertMethylfolat ergänzend bei akuten psychischen Erkrankungen mit Folatmangel
- Originaltitel
- Enhancement of recovery from psychiatric illness by methylfolate
- Autoren
- Godfrey PS, Toone BK, Carney MW, Flynn TG, Bottiglieri T, Laundy M, Chanarin I, Reynolds EH
- Quelle
- The Lancet 1990;336(8712):392–395
- Studiendesign
- Doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 41 (von 123 untersuchten Patientinnen und Patienten)
- Population
- Akute psychiatrische Erkrankung (Major Depression oder Schizophrenie) mit grenzwertigem oder klarem Folatmangel
- Extrakt / Dosis
- Methylfolat 15 mg täglich, ergänzend zur Standardbehandlung
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 6 Monate
- Ergebnis
- Methylfolat verbesserte bei depressiven wie bei schizophrenen Patientinnen und Patienten die klinische und soziale Genesung signifikant; der Unterschied zu Placebo nahm mit der Zeit zu.
- Einordnung
- Population mit Folatmangel und sehr hohe Dosis. Die Studie ist im Cochrane-Review von Taylor et al. 2003 enthalten und daher keine zusätzliche unabhängige Evidenz.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/0140-6736(90)91942-4 (öffnet in neuem Tab)PubMed 1974941 (öffnet in neuem Tab)
Vitamin D3
3 PublikationenUmbrella-MetaanalyseVitamin D und Depression: Umbrella-Metaanalyse
- Originaltitel
- Vitamin D protects against depression: Evidence from an umbrella meta-analysis on interventional and observational meta-analyses
- Autoren
- Musazadeh V, Keramati M, Ghalichi F, Kavyani Z, Ghoreishi Z, Alras KA, Albadawi N, Salem A, Albadawi MI, Salem R, Abu-Zaid A, Zarezadeh M, Mekary RA
- Quelle
- Pharmacological Research 2023;187:106605
- Studiendesign
- Umbrella-Metaanalyse von Metaanalysen zu Interventions- und Beobachtungsstudien
- Umfang
- 10 Metaanalysen randomisierter Studien, 4 Metaanalysen von Kohortenstudien
- Population
- Teilnehmende der eingeschlossenen Metaanalysen
- Extrakt / Dosis
- Vitamin-D-Supplementierung (verschiedene Dosierungen)
- Vergleich
- Placebo
- Ergebnis
- In den Metaanalysen randomisierter Studien sanken depressive Symptome unter Vitamin D stärker als unter Placebo (SMD −0,40; 95 %-KI −0,60 bis −0,21). In Kohortenstudien hatten Menschen mit niedrigerem Vitamin-D-Spiegel eine höhere Wahrscheinlichkeit für Depression (Odds Ratio 1,60).
- Einordnung
- Sehr hohe Heterogenität (I² 89 % bzw. 91 %). Die eingeschlossenen Metaanalysen überschneiden sich in ihren Einzelstudien; Beobachtungsdaten belegen keinen ursächlichen Zusammenhang.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.phrs.2022.106605 (öffnet in neuem Tab)PubMed 36509315 (öffnet in neuem Tab)
Metaanalyse · 18 RCTsVitamin D bei primärer Depression: Metaanalyse mit Blick auf den Vitamin-D-Status
- Originaltitel
- The effect of vitamin D supplementation on primary depression: A meta-analysis
- Autoren
- Wang R, Xu F, Xia X, Xiong A, Dai D, Ling Y, Sun R, Qiu L, Ding Y, Xie Z
- Quelle
- Journal of Affective Disorders 2024;344:653–661
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
- Umfang
- 18 Studien
- Population
- Erwachsene mit primärer Depression
- Extrakt / Dosis
- Vitamin-D-Supplementierung (unterschiedliche Dosierungen und Dauer)
- Vergleich
- Kontrollgruppen der Einzelstudien
- Ergebnis
- Vitamin D verringerte depressive Symptome insgesamt leicht (SMD −0,15; 95 %-KI −0,26 bis −0,04). In der Untergruppe mit 25(OH)D-Spiegeln über 50 nmol/l war der Effekt größer (SMD −0,38), bei Spiegeln unter 50 nmol/l zeigte sich kein Effekt.
- Einordnung
- Kleiner Gesamteffekt; unterschiedliche Dosierungen und Studiendauern erhöhen die Heterogenität, wie die Autoren selbst einräumen.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.jad.2023.10.021 (öffnet in neuem Tab)PubMed 37852593 (öffnet in neuem Tab)
Dosis-Wirkungs-Metaanalyse · 15 RCTsVitamin D bei diagnostizierter Depression: Dosis-Wirkungs-Metaanalyse
- Originaltitel
- Efficacy of vitamin D supplementation in patients diagnosed with depression: a dose–response meta-analysis of randomized controlled trials
- Autoren
- Liu HH, Liu TH, Liu CY, Wu JY, Lin CH, Lai CC
- Quelle
- Frontiers in Nutrition 2026;13:1772451
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Dosis-Wirkungs-Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
- Umfang
- 15 Studien mit 962 Teilnehmenden
- Population
- Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter Depression
- Extrakt / Dosis
- Vitamin D, meist 1.000 bis 12.000 IE täglich; in zwei Studien eine einmalige hohe Dosis
- Vergleich
- Placebo
- Ergebnis
- Vitamin D verbesserte depressive Symptome stärker als Placebo (SMD −0,98; 95 %-KI −1,28 bis −0,68). Parathormon und TNF-α im Serum sanken; BMI, Gewicht und IL-6 veränderten sich nicht signifikant. Die größte Symptomverbesserung war mit höheren Tagesdosen bis etwa 5.000 IE verbunden.
- Einordnung
- Hohe Heterogenität (I² 79 %). Die wirksamsten Dosierungen liegen deutlich über den 25 µg (1.000 IE) in MENTALIN FORTE.
- Ausgewertet
- Volltext (Open Access)
Zink
5 PublikationenMetaanalyse · 5 StudienZink ergänzend zu Antidepressiva: systematische Übersicht und Metaanalyse
- Originaltitel
- Zinc supplementation combined with antidepressant drugs for treatment of patients with depression: a systematic review and meta-analysis
- Autoren
- da Silva LEM, de Santana MLP, Costa PRF, Pereira EM, Nepomuceno CMM, Queiroz VAO, de Oliveira LPM, Conceição-Machado MEP, de Sena EP
- Quelle
- Nutrition Reviews 2021;79(1):1–12
- Studiendesign
- Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien, PROSPERO CRD42018081691
- Umfang
- 5 Studien in der Metaanalyse
- Population
- Gesucht wurden Studien mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen; die Schlussfolgerung bezieht sich auf Menschen mit klinischer Depression unter Antidepressiva
- Extrakt / Dosis
- Zink-Supplementierung
- Vergleich
- Placebo
- Ergebnis
- Zink verringerte depressive Symptome im Mittel stärker als Placebo (SMD −0,36; 95 %-KI −0,67 bis −0,04). Bei einem mittleren Alter ab 40 Jahren war der Effekt größer (SMD −0,61). Getrennt nach Stichprobengröße ausgewertet, war kein signifikanter Effekt nachweisbar.
- Einordnung
- Kleine Evidenzbasis aus fünf Studien; die Autoren beschränken ihre Schlussfolgerung auf Menschen mit klinischer Depression unter Antidepressiva.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1093/nutrit/nuaa039 (öffnet in neuem Tab)PubMed 32885249 (öffnet in neuem Tab)
RCT · ergänzend, placebokontrolliertZink ergänzend zu Imipramin bei therapieresistenter Depression
- Originaltitel
- Zinc supplementation augments efficacy of imipramine in treatment resistant patients: a double blind, placebo-controlled study
- Autoren
- Siwek M, Dudek D, Paul IA, Sowa-Kućma M, Zieba A, Popik P, Pilc A, Nowak G
- Quelle
- Journal of Affective Disorders 2009;118(1–3):187–195
- Studiendesign
- Doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 60
- Population
- Erwachsene (18–55 Jahre) mit unipolarer Major Depression ohne psychotische Symptome
- Extrakt / Dosis
- Zink 25 mg täglich, ergänzend zu Imipramin (ca. 140 mg täglich)
- Vergleich
- Placebo plus Imipramin
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Bei Patientinnen und Patienten ohne Therapieresistenz zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Bei bislang therapieresistenten Personen senkte Zink die Depressionswerte signifikant und unterstützte das Ansprechen auf die Behandlung.
- Einordnung
- Effekt nur in einer Untergruppe; deutlich höhere Zinkmenge als in MENTALIN FORTE.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1016/j.jad.2009.02.014 (öffnet in neuem Tab)PubMed 19278731 (öffnet in neuem Tab)
RCT · ergänzend, placebokontrolliertZink ergänzend zu SSRI: Symptome, Entzündungsmarker und BDNF
- Originaltitel
- Effects of zinc supplementation on efficacy of antidepressant therapy, inflammatory cytokines, and brain-derived neurotrophic factor in patients with major depression
- Autoren
- Ranjbar E, Shams J, Sabetkasaei M, M-Shirazi M, Rashidkhani B, Mostafavi A, Bornak E, Nasrollahzadeh J
- Quelle
- Nutritional Neuroscience 2014;17(2):65–71
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Zentrum
- Umfang
- 44 (37 beendeten die Studie)
- Population
- Erwachsene (18–55 Jahre) mit Major Depression (DSM-IV) unter SSRI-Therapie
- Extrakt / Dosis
- Zinksulfat, 25 mg elementares Zink täglich, ergänzend
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Zink senkte die HDRS-Werte nach 12 Wochen signifikant stärker als Placebo (p < 0,01). Bei IL-6, TNF-α und BDNF im Plasma gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.
- Einordnung
- Die Autoren schließen, dass der Effekt nicht über Entzündungsprozesse vermittelt zu sein scheint. Höhere Zinkmenge als in MENTALIN FORTE.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1179/1476830513Y.0000000066 (öffnet in neuem Tab)PubMed 23602205 (öffnet in neuem Tab)
RCT · placebokontrolliertZink allein bei übergewichtigen Erwachsenen: Stimmung und BDNF
- Originaltitel
- Zinc monotherapy increases serum brain-derived neurotrophic factor (BDNF) levels and decreases depressive symptoms in overweight or obese subjects: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial
- Autoren
- Solati Z, Jazayeri S, Tehrani-Doost M, Mahmoodianfard S, Gohari MR
- Quelle
- Nutritional Neuroscience 2015;18(4):162–168
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Umfang
- 50 (46 beendeten die Studie)
- Population
- Übergewichtige oder adipöse Erwachsene
- Extrakt / Dosis
- Zink 30 mg täglich
- Vergleich
- Placebo
- Dauer
- 12 Wochen
- Ergebnis
- Zink- und BDNF-Spiegel im Serum stiegen in der Zinkgruppe signifikant. Die BDI-II-Werte sanken in beiden Gruppen, in der Zinkgruppe jedoch signifikant stärker. Der Effekt zeigte sich bei Personen mit depressiven Symptomen (BDI ≥ 10), nicht bei Personen ohne solche Symptome.
- Einordnung
- Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang mit BDNF; die Vermutung der Autoren zum Mechanismus ist damit nicht bewiesen. Höhere Zinkmenge als in MENTALIN FORTE.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1179/1476830513Y.0000000105 (öffnet in neuem Tab)PubMed 24621065 (öffnet in neuem Tab)
Pilotstudie · kontrolliertZink und Stimmung bei jungen Frauen: Pilotstudie
- Originaltitel
- Effect of zinc supplementation on mood states in young women: a pilot study
- Autoren
- Sawada T, Yokoi K
- Quelle
- European Journal of Clinical Nutrition 2010;64(3):331–333
- Studiendesign
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie
- Umfang
- 30
- Population
- Junge Frauen
- Extrakt / Dosis
- Multivitamin plus 7 mg Zink täglich
- Vergleich
- Multivitamin ohne Zink
- Dauer
- 10 Wochen
- Ergebnis
- In der Zinkgruppe sanken die Werte für Ärger/Feindseligkeit (p = 0,009) und Niedergeschlagenheit (p = 0,011) im Profile of Mood States signifikant, und der Zinkspiegel im Serum stieg; in der Vergleichsgruppe nicht.
- Einordnung
- Sehr kleine Pilotstudie, aber eine der wenigen Untersuchungen ohne klinische Population.
- Ausgewertet
- PubMed-Abstract (kein Volltext)
DOI 10.1038/ejcn.2009.158 (öffnet in neuem Tab)PubMed 20087376 (öffnet in neuem Tab)
Grundlage sind die Publikationen aus unserer Studiensammlung. Mehrfach vorhandene Dokumente derselben Studie haben wir zusammengeführt. Metaanalysen fassen teilweise dieselben Einzelstudien zusammen und sind deshalb keine zusätzlichen unabhängigen Belege. Bei vielen Studien lag uns die veröffentlichte Zusammenfassung (Abstract) vor; wir geben nur wieder, was dort berichtet wird. Stand: Oktober 2026.
Weiterlesen
Weiterführende Ressourcen
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du hier Angebote, die wir aus redaktionellen Gründen ausgewählt haben. Die Anbieter empfehlen MENTALIN nicht.
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Unabhängige Datenbank
Examine
Examine fasst die Forschung zu Nahrungsergänzungsmitteln und Pflanzenstoffen verständlich zusammen, auch zu Safran, Rhodiola und Curcumin.
Examine.com besuchen (externe Website, öffnet in neuem Tab)Empfehlungslink -
Podcast
Huberman Lab
Der Neurowissenschaftler Andrew Huberman spricht in seinem Podcast über Schlaf, Stress, Fokus und weitere Themen rund um Gehirn und Gesundheit.
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Meditation & Achtsamkeit
Waking Up
Die App von Sam Harris bietet geführte Meditationen und fundierte Hintergründe zu Achtsamkeit.
Qualität & Herstellung
Sorgfalt endet für uns nicht bei der Studienauswahl
Auch Herstellung und Deklaration gehören zu einem wissenschaftlichen Anspruch. Diese Punkte kannst du direkt auf dem Etikett nachvollziehen.
MENTALIN FORTE
Die Forschung ist die Grundlage – MENTALIN FORTE ist die Anwendung im Alltag
MENTALIN FORTE verbindet ausgewählte Pflanzenextrakte mit ergänzenden Mikronährstoffen in einer gezielten Rezeptur für innere Ruhe und mentale Stärke*. Zusammensetzung, Anwendung und alle Kaufoptionen findest du auf der Produktseite.
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FAQ
Häufige Fragen zur Wissenschaft hinter MENTALIN
Antworten auf Fragen zur Auswahl der Inhaltsstoffe und zur Einordnung von Studien.
Was ist in MENTALIN FORTE enthalten?
In der empfohlenen Tagesportion aus zwei Kapseln stecken 30 mg Safran-Extrakt, 400 mg Rhodiola-Rosea-Extrakt, 500 mg Kurkuma-Extrakt, 25 µg Vitamin D3, 400 µg Folsäure (Vitamin B9) und 6 mg Zink. Die vollständige Zutatenliste findest du auf der Produktseite.
Warum enthält MENTALIN FORTE Safran, Rhodiola und Kurkuma?
Die drei Pflanzenextrakte stehen im Zentrum unserer Rezeptur, weil sie unter Berücksichtigung der aktuellen Studienlage am besten für die Funktion von MENTALIN FORTE geeignet sind. Die Hintergründe erklären wir in unserer Forschungsübersicht. Im Vordergrund steht die Funktion und nicht eine möglichst lange Zutatenliste.
Ist MENTALIN FORTE ein Arzneimittel oder ein Ersatz für Antidepressiva?
Nein. MENTALIN FORTE ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel und kein Ersatz für eine ärztlich verordnete Behandlung. Es ist nicht zur Behandlung oder Heilung von Erkrankungen bestimmt. Verordnete Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt oder ersetzt werden. Wenn du anhaltende psychische Beschwerden hast, ist medizinische oder psychotherapeutische Unterstützung der richtige Weg.
Wie wählt ihr Inhaltsstoffe und ihre Mengen aus?
Wir beginnen mit der angestrebten Funktion und prüfen dann die wissenschaftliche Literatur. Bei pflanzlichen Zutaten achten wir auf verwendete Extrakte, charakteristische Inhaltsstoffe und untersuchte Dosierungen. Herstellung, Qualität und die Kombination der einzelnen Stoffe spielen ebenfalls eine Rolle.
Warum schreibt MENTALIN nicht einfach „wissenschaftlich bewiesen“?
Wir möchten wissenschaftliche Forschung transparent zeigen. Welche gesundheitlichen Aussagen ein Nahrungsergänzungsmittel in der Werbung verwenden darf, ist in der EU jedoch genau geregelt. Deshalb unterscheiden wir zwischen der Forschung zu einzelnen Inhaltsstoffen und den rechtlich zugelassenen Aussagen, die wir für das Produkt verwenden.
Was bedeutet Peer Review?
Beim Peer Review prüfen unabhängige Fachleute eine wissenschaftliche Arbeit, bevor eine Fachzeitschrift sie veröffentlicht. Sie achten unter anderem auf Methodik, Auswertung und Schlussfolgerungen. Peer Review ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, garantiert aber nicht, dass ein Ergebnis endgültig gesichert ist – deshalb achten wir zusätzlich darauf, ob sich Befunde in mehreren Studien bestätigen.
Bedeutet eine gute Studienlage, dass jeder Mensch den gleichen Effekt spürt?
Nein. Studien beschreiben durchschnittliche Ergebnisse bestimmter Gruppen unter festgelegten Bedingungen. Wie ein einzelner Mensch reagiert, hängt von vielen Faktoren ab, etwa von Ausgangslage, Lebensstil und Ernährung. Deshalb versprechen wir keine bestimmte Wirkung.
Warum zeigt MENTALIN auch Studien zu Depression?
Viele hochwertige klinische Studien zu Safran, Rhodiola, Kurkuma, Folat, Vitamin D und Zink wurden mit Menschen mit depressiven Symptomen durchgeführt. Wir zeigen sie, weil sie zur wissenschaftlichen Einordnung der einzelnen Inhaltsstoffe gehören. MENTALIN FORTE ist dennoch kein Arzneimittel und nicht zur Behandlung von Erkrankungen bestimmt.
Sind die Studien auf die fertige Rezeptur MENTALIN FORTE übertragbar?
Nicht unmittelbar. Die vorgestellten Studien untersuchen einzelne Inhaltsstoffe, oft mit bestimmten Extrakten, Dosierungen und Personengruppen. Sie sind die Grundlage unserer Auswahl, aber kein Wirksamkeitsnachweis für die fertige Kombination. Eine klinische Studie zu MENTALIN FORTE selbst liegt nicht vor.
Warum enthält MENTALIN FORTE zusätzlich Folat, Vitamin D3 und Zink?
Die drei Mikronährstoffe ergänzen die Pflanzenextrakte. Folat trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei. Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei.
Medizinischer Hinweis
MENTALIN FORTE ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Es ist kein Arzneimittel und kein Ersatz für eine medizinische Behandlung oder verordnete Arzneimittel. Setze verordnete Medikamente nie eigenständig ab.
Die auf dieser Seite vorgestellten Studien untersuchen einzelne Inhaltsstoffe, häufig bei Menschen mit diagnostizierter Depression und in anderen Dosierungen oder Extraktformen. Sie dienen der wissenschaftlichen Einordnung und sind kein Nachweis einer Wirkung von MENTALIN FORTE.
Wenn du Medikamente einnimmst oder gesundheitliche Fragen hast, sprich vor der Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird MENTALIN FORTE nicht empfohlen. Die empfohlene tägliche Verzehrsmenge von 2 Kapseln nicht überschreiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
Bei anhaltenden psychischen Beschwerden ist ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung der richtige Weg. In akuten Krisen erreichst du die TelefonSeelsorge in Deutschland kostenfrei und rund um die Uhr unter 0800 111 0 111, in Österreich unter 142.





